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Ironman Copenhagen: Niedrig macht Krawall, Tajsich wird Dritte

23. August 2015 von Christine Waitz

Harry Engels/Getty Images for IRONMAN,   einmaligEs war ein spannender und fast schon spektakulärer Renntag in Copenhagen. Zum einen war da Altmeister Andreas Niedrig, der das Rennen bis Kilometer 22 der Laufstrecke anführte und schließlich Dritter wurde. Zum anderen wurde um die Podiumsplätze hart gekämpft. Am Ende triumphierten Michelle Vesterby und der Brasilianer Guilherme Mannochio.


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49:50 Minuten brauchte Andreas Niedrig für die Auftaktdisziplin und startete damit nicht nur als erster, sondern offensichtlich auch voll motiviert in das Rennen. In seiner Verfolgung befand sich mit fast 40 Sekunden Rückstand der Titelverteidiger und Halter des Radrekords, Hendrik Hyldelund. Mit je etwas Abstand folgten Mike Aigroz und Jan Raphael auf die Radstrecke.

Altmeister mit Vollgas voraus

Vom dänischen Rekordhalter ließ sich Andreas Niedrig auf jeden Fall nicht beeindrucken und legte ein beachtliches Tempo vor. Nach der Hälfte des Radparts führte der Deutsche mit knapp zwei Minuten Vorsprung vor Hyldelund und Ironman Brasilien-Champion Guilherme Manocchio. Selbst, wenn Niedrig die letzten Kilometer mit plattem Reifen absolvierte, standen in der zweiten Wechselzone über fünfeinhalb Minuten Vorsprung zu Buche.

Mit 47 Jahren wäre das ein Rekord-Sieg geworden. Das „hätte, wäre, wenn“ im Sport jedoch nichts zu suchen hat, wurde schon bald auf der Marathonstrecke ersichtlich. Denn hinter Niedrig liefen sowohl Hyldelund und Manocchio, als auch Aigroz und Raphael ein hohes Tempo. Kurz nach der Halbmarathonmarke hatte der Brasilianer Niedrig gestellt und sollte den Spitzenplatz auch nicht mehr hergeben.

8:14:56 Stunden standen auf der Uhr, als Guilherme Manocchio durch das Ziel lief. Ihm folgte der Titelverteidiger Hyldelund sieben Minuten später und auf Rang drei hatte sich trotz großem Kampf auf der Laufstrecke Andreas Niedrig gehalten.

Raphael enttäuscht

Jan Raphael beendete den ersten Ironman nach langer Verletzungspause auf Rang 5. So ging der 35-jährige nach einer soliden Schwimmleistung mit der Führungsgruppe auf die Radstrecke. Dort allerdings hatte der Team Sport for Good Athlet nach fehlender Wettkampfpraxis noch etwas Probleme und verlor auf die Spitze einige Minuten. Beim Marathon konnte Jan Raphael zu Beginn mit den schnellsten Laufzeiten beeindrucken. „Ich habe die Chance gesehen, mit einem starken Marathon noch nach vorn zu laufen. Auf der ersten Hälfte sah es auch noch gut aus, zumindest Platz 2 zu holen, dann bin ich aber aus irgendwelchen Gründen richtig geplatzt; keine Ahnung warum, denn zu schnell bin ich eigentlich nicht losgelaufen. Was bleibt ist eine enttäuschende Leistung, die einem 5. Platz nicht würdig ist“, resümiert ein selbstkritischer und enttäuschter Jan Raphael sein Rennen.

Harry Engels/Getty Images for IRONMAN, einmalig

Vesterby muss kämpfen

Nach einem wahren Seuchenjahr mit Unfall beim Ironman Frankfurt und Verfahren beim Ironman UK, trat Lokalheldin Michelle Vesterby an, um um den Sieg zu kämpfen. Wie erwartet, verlies die Dänin nach 53:15 Minuten vor Lucie Zelencova das Wasser. Mit bereits über fünf Minuten Rückstand hatte Konkurrentin Sophie Goos nach dem Schwimmen zu kämpfen. Die deutschen Damen (5. Katrin Walther , 6. Sonja Tajsich) traten den Radpart mit gleich mehr als sieben Minuten Rückstand an.

Nicht überraschend führte Vesterby das Rennen an, wurde jedoch von Goos gejagt. Mit über vier Minuten Vorsprung ging die Dänin vor der Belgierin auf die Laufstrecke, auf den dritten Platz hatte sich Sonja Tajsich vorgearbeitet. Dort knabberte Goos zunächst am Rückstand und setzte die Lokalfavoritin mehr und mehr unter Druck. Doch Vesterby hielt dagegen, gewann erneut Zeit und konnte schließlich nach 8:59:49 Stunden ihren Sieg feiern. Sophie Goos beendete ihre Jagd drei Minuten später vor Sonja Tajsich.

Ergebnisse Herren

1. Guilherme Manocchio, 8:14:56
2. Hendrik Hyldelund, 8:21:51
3. Andreas Niedrig, 8:27:37
4. Mike Schifferle, 8:27:57
5. Jan Raphael, 8:31:50

Ergebnisse Damen

1. Michelle Vesterby, 8:59:49
2. Sophie Goos, 9:03:07
3. Sonja Tajsich, 9:08:43
4. Regula Rohrbach, 9:38:07
5. Lucie Zelencova, 9:39:43

Zu den Ergebnissen des Rennens.

Foto: Harry Engels/Getty Images for IRONMAN

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