Du bist hier: Triathlon Portal - triathlon.de > Wettkampf > Ironman1 > Ironman Arizona 2010:
Prominentes Profifeld

Ironman Arizona 2010:
Prominentes Profifeld

19. November 2010 von Meike Maurer

Ironman Arizona 2010Wer im November noch nicht genug Triathlons für dieses Jahr gemacht hat, kann seine Saison über die Langdistanz in Phoenix im Grand Canyon-Staat beenden. Eine lange Anreise, Jetlag, Luftfeuchtigkeit, die gegen Null geht und Wüstenklima – sprich kühle Temperaturen am Morgen und in der Nacht – sind im Programm inbegriffen.


Triathlon Anzeigen

Das Ironman Arizona Rennen findet am kommenden Wochenende zum fünften Mal statt.

Wer sich allerdings spektakuläre Strecken durch den Wilden Westen erhofft, wird eher enttäuscht werden. Geschwommen wird im Tempe Town Lake. Was sich wie ein See anhört, ist in Wirklichkeit ein aufgestauter Fluß, dessen Wasserqualität ziemlich fragwürdig erscheint, da bereits tote Fische und sogar ein toter Hase gesichtet wurden.

Dabei haben die Athleten dieses Jahr noch Glück, denn vor nicht all zu langer Zeit ist der Damm des Tempe Town Lake gebrochen und der See komplett leergelaufen, so dass neues Wasser aus einem nahegelegenen See in das Becken gepumpt werden musste. Im wahrsten Sinne erfrischend sind die Temperaturen dieses Gewässers, die zwischen 16 und 18 Grad liegen, was zumindest das Schwimmen mit Neo sicher stellt und einen richtigen Ironman, der bekanntlich keinen Schmerz kennt, nicht weiter abschrecken darf, auch wenn die Lufttemperatur am Morgen mit knapp über 10 Grad nicht besonders mollig sein wird.

Ironman Arizona 2010 Ab in die Wüste
Die 180 Kilometer auf dem Rad werden in drei Runden bewältigt und eines ist sicher: sich zu verfahren, ist hier nahezu unmöglich. Fünfmal Abbiegen, vier lange Geraden und ab auf den Highway. Es folgen 17 nahezu flache Kilometer bis zum Wendepunkt, der am Ende eine langgezogenen leichten Anstiegs liegt. Einzig der Wind und Plattfüße können hier Bestzeiten beim Radsplit verhindern. Dafür ist die Strecke wie bereits erwähnt, wenig abwechslungsreich.

Der Marathon: flach und doch nicht flach

Auch den Marathon müssen die Athleten in drei Runden zurücklegen. Der größte Teil der Laufstrecke führt an beiden Seiten des Tempe Town Lake entlang. Schatten ist Mangelware und immer wieder tauchen wie aus dem Nichts leichte Bodenwellen und Unterführungen auf, die die Laufzeiten nicht unbedingt schneller machen. Der längste und „steilste“ Anstieg wartet auf die Sportler allerdings auf der Curry Road ungefähr nach 2/3 einer jeden Laufrunder. Und eines ist auch hier sicher: spätestens in der dritte Runde, tut auch dieser Hügel weh.

Etliche deutsche Profis am Start
Einige deutsche Profis sind für das Rennen im Sonnen-Staat gemeldet, um möglichst früh Punkte für Hawaii 2011 zu sammeln. Allen voran Timo Bracht, der nach seinem sechsten Platz vor sechs Wochen auf Big Island, die gute Form nutzen und sich vielleicht als dritter Deutscher – nach Faris Al-Sultan 2005 und Andreas Raelert 2008 – in die Siegerliste des Ironman Arizona eintragen möchte. Weitere deutsche Profis, die am Sonntag an der Startlinie stehen werden sind Jan Raphael, Maik Twelsiek, Frank Vytrisal, Maximilian Longrée, Torsten Abel und Marco Schreck. Außerdem werden Nina Kraft und Anett Kamenz, eine Deutsche Pofi-Athletin, die in Kanada lebt, an den Start gehen.

Und auch so ist allerhand Prominenz am Start mit Chris Lieto, dem Hawaii-Zweiten vom Ironman Hawaii 2009 und dem Dänen Rasmus Henning (Challenge Roth Sieger 2010), der sein Hawaii-Faux Pas Rennen wieder gut machen möchte. Und auch der Titelverteidiger Jordan Rapp (USA) kann wohl wieder zu den Favoriten gezählt werden.

Bei den Frauen ist Chrissie Wellington die haushohe Favoritin. Punkte für die Quali sammeln wollen aber auch Rachel Joyce und Leanda Cave.

Ironman Arizona 21.11.2010
3,8km Schwimmen, 180km Radfahren, 42,2km Laufen
Info: Ironman Arizona

Triathlon.de Anzeigen
 
Zum Triathlon.de Newsletter anmelden