Du bist hier: Triathlon Portal - triathlon.de > race > Ironman > Ironman 70.3 WM: Titelkampf an der Sunshine Coast

Ironman 70.3 WM: Titelkampf an der Sunshine Coast

31. August 2016 von Christian Bottek

Ingo Kutsche,   freiMooloolaba, 31. August 2016 – In vier Tagen ist es soweit, der Kampf um den 70.3 WM-Titel beginnt. Diesjähriger Austragungsort ist Mooloolaba, Australien. Jan Frodeno lässt als amtierender Titelträger dieses Rennen aus. Er will sich zu hundert Prozent auf sein erklärtes Ziel, die acht Stunden Marke in Koona, konzentrieren. Aber auch ohne den derzeit schnellsten Triathleten der Welt verspricht das Starterfeld am Wochenende ein interessantes Rennen zu werden. Wir stellen euch die deutschen Titelanwärter und die Traumkulisse vor.


Triathlon Anzeigen

Zum vierten mal macht der Ironman-Zirkus halt an der Sunshine Coast. Im letzten Jahr konnten sich dort Caroline Steffen und Tim Van Berkel den Sieg sichern. Die Strecke vor Ort verspricht schnelle Zeiten.

Dreitz mit breiter Brust nach AustralienIngo Kutsche/Harald Kohlhaas, freiAndreas Dreitz fährt als amtierender 70.3 Europameister mit breiter Brust nach Australien. Er konnte zuletzt in Wiesbaden einen seiner ärgsten Widersacher Lionel Sanders besiegen und sich den EM-Titel sichern. Etwas früher in dieser Sasison, in Texas und Oceanside, musste er sich allerdings Sanders geschlafen geben. Er konnte sich mit vier Siegen in seinen letzten vier Rennen eine Menge Selbstvertrauen holen und gilt zu Recht als heißer Titelanwärter.

70.3 Vize-Weltmeister Sebastian KienleIngo Kutsche, freiAuch Sebastian Kienle hat in dieser Saison schon mit Sanders Bekanntschaft gemacht. Beim Ironman 70.3 St. Georg landetet Kienle auf Platz zwei hinter dem Kanadier. Seit Mitte August bereitet sich der aktuelle Vize-Weltmeister bereits in Australien auf das Rennen vor. 2013 hatte Kienle bereits bewiesen, dass er bei der 70.3 WM siegen kann. Er geht als einer der Top-Favoriten an den Start.

Verletzungsbedingt nur fünf deutsche Profi-Männer

Nachdem Nils Frommhold und Michael Raelert verletzungsbedingt absagen mussten, werden in Australien nur fünf deutsche Profi-Männer an den Start gehen. Maurice Clavel, David Breuer und Schuster mischen sich am Sonntag mit unter das Profifeld. Clavel hat in diesem Jahr auch schon gezeigt, dass mit ihm zu rechnen ist. Er belegte in Kraichgau einen starken vierten Platz und sicherte sich bei der Deutschen Meisterschaft in Heilbronn, die in diesem Jahr als Duathlon ausgetragen wurde, Platz zwei.

Deutsche Meisterin mit MedaillenhoffnungJörg Schüler, freiLaura Philipp ist eine der großen deutschen Hoffnungen um die vorderen Plätze. Sie konnte in diesem Jahr bereits zwei 70.3-Rennen für sich entscheiden. Beim „Duathlon“ in Heilbronn sicherte sie sich in diesem Jahr den Deutschen Meistertitel. Zuletzt belegte sie bei der Europameisterschaft in Wiesbaden den dritten Platz. Dort ist sie bereits auf die Australierin Melissa Hauschildt getroffen. Die Lokalmatadorin möchte sich in der Heimat ihren dritten 70.3 Weltmeistertitel schnappen, sie könnte eine der ärgsten Konkurrentinnen von Laura werden. Eine sollte man aber auf gar keinen Fall vergessen, die derzeitige Überfliegerin der Szene Daniela Ryf wird auch in Mooloolaba starten. An ihr vorbeizukommen, scheint zum aktuellen Zeitpunkt fast unmöglich. Aber Frankfurt hat gezeigt, dass auch die amtierende Weltmeisterin nicht unverwundbar ist.

Fuerteventura, Kraichgau, Mooloolaba?

Ingo Kutsche, freiAuch Anja Beranek hat in dieser Saison schon erfahren, wie sich Siegen anfühlt. Sie konnte diesem Jahr bereits auf Fuerteventura und im Kraichgau gewinnen. Anja ist die erste deutsche Frau, die es je auf das Treppchen bei einer 70.3-WM geschafft hat. Am Sonntag wird sie alles dafür geben, dies zu wiederholen. Ricarda Lisk, Natascha Schmitt, Astrid Stienen werden das Profifeld der deutschen Frauen am Sonntag komplettieren.

Schwimmen gegen die Wellen und dann ab auf die Autobahn

Geschwommen wird am Sonntag im offenen Meer. Bereits um 06:15 Uhr Ortszeit werden die Profis ins Rennen geschickt. Gestartet wird aus dem Wasser, dann geht es 1,9 Kilometer durch die Wellen des Pazifischen Ozeans. Um die Wechselzone zu erreichen, führt der Weg aus dem Wasser über den etwa 50 Meter breiten Sandstrand, dann wird es schnell für die Athleten. Über die Buderim Avenue geht es auf die Autobahn, auf diesem flachen Teilstück werden Spitzengeschwindigkeiten erzielt werden, bevor die Strecke dann etwas anspruchsvoller wird. Ab Kilometer 40 führt die Strecke die Athleten ins australische Hinterland. Dort erwartet die Triathleten auf dem ersten Teilabschnitt der schwierigste Radpart. Insgesamt müssen 672 Höhenmeter auf der abwechslungsreichen 90 Kilometer-Strecke bewältigt werden.

Veranstalter erwartet viele Zuschauer

Die dritte Disziplin führt die Athleten entlang der Sunshine Coast. Zweimal muss die knapp zehn Kilometer lange Runde von jedem Athleten durchlaufen werden. Gleich zu Beginn und am Ende einer jeden Runde erwartet die Athleten ein harter Anstieg. Auf der gesamten Laufstrecke erwarten die Athleten 52 Höhenmeter. Der Veranstalter verspricht auf seiner Website jede Menge Zuschauer am Streckenrand. Sie und der wunderschöne Blick aufs Meer sollen die Athleten schnell ins Ziel tragen.

Fotos: Ingo Kutsche, Harald Kohlhaas, Jörg Schüler

Triathlon.de Anzeigen
 
Zum Triathlon.de Newsletter anmelden