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Ironman 70.3 WM: Reed schlägt Kienle im Zielsprint

5. September 2016 von Lukas Bartl

Ingo Kutsche,   freiMooloolaba, 04. September 2016 – Tim Reed und Holly Lawrence, so heißen die neuen Ironman 70.3 Weltmeister. Im australischen Mooloolaba führte kein Weg an den beiden vorbei. Die namhaften deutschen Profis, allen voran Sebastian Kienle, der auf der Zielgerade vom Sieger Tim Reed übersprintet wurde, mussten sich geschlagen geben.


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Amberger dominiert Schwimmen

Lukas Bartl, freiBei perfekten Bedingungen an der Gold Coast starteten die Profis, um 6:15 Ortszeit zur diesjährigen Austragung der Ironman 70.3 Weltmeisterschaft. Schon nach wenigen hundert Metern konnte der Australier Josh Amberger alle Konkurrenten hinter sich lassen. Folgerichtig verließ er als erster das Wasser und wechselte mit einem Vorsprung von 44 Sekunden auf das Rad. In der ersten Verfolgergruppe fanden sich auch zwei Deutsche wieder, Maurice Clavel und Paul Schuster. Die deutschen Anwärter auf den Titel ließen etwas länger auf sich warten. Andreas Dreitz beendete das Schwimmen mit knapp eineinhalb Minuten Rückstand. Sebastian Kienle benötigte mehr als zwei Minuten länger für die 1,9 Kilometer lange Schwimmstrecke durch den Pazifik.

Brandon vor Laurence

Bei den Dame zeigte sich in ähnliches Bild wie im Männerrennen. Die Amerikanerin Brandon bestimmte von Beginn an das Tempo, nur eine konnte ihr Folgen, Holly Lawrence. Am Ende der ersten Disziplin hatte Lawrence weniger als dreißig Sekunden Rückstand auf die Amerikanerin. In der Nachfolgenden Gruppe tummelte, sich mit ca einer Minute und fünfzehn Sekunden Rückstand, der Großteil der Favoritinnen. Neben den Schweizerinnen Steffen und Ryf, auch Anabell Luxford und Leada Cave. Mit einer guten Schwimmleistung verließ Natascha Schmitt als erste Deutsche das Wasser.

Kienle und Calvel drücken aufs Gas

Sebastian Kienle Hawaii 2014 BikeAuf dem Rad nahmen dann die deutschen Profis das Heft in die Hand, Maurice Clave und Sebatsian Kienle drückten von Beginn an unerbittlich aufs Gas. Nach etwas mehr als 20 Kilometern, war die Führung von Amberger dann entgültig passe. Das deutsche Duo setzte sich an die Spitze. Kurz vor dem Ende des Radparts setzte sich Tyler Butterfield an die Spitze. Er stieg als erster vom Rad gefolgt von Kienle. Außerdem in der Führungsgruppe, Dreitz, Bozzone, Tim Reed und auch Maurice Clavel

Lawrence dominiert Radfahren

Holly Lawrence macht auf dem Rad allen klar, dass an ihr kein Weg vorbei führt. Nach wenigen Kilometern hatte sie bereits, die nach dem Schwimmen führende Brandon, eingeholt. Über weite Strecken konnte Brandon Lawrence noch folgen, jedoch musste auch sie irgendwann abreißen lassen. Bis zu T2 baute Lawrence ihren Vorsprung weiter aus. Brandon wechselte mit vier Mnuten Rückstand an Postition Zwei auf die Laufstrecke. Eine Große Verfolgergruppe, in der auch Daniela Ryf sich wiederfand hatte kam mit fünf Minuten Rückstand in die Wechselzone.

Herzschlag Finale beim Halbmarathon

Lukas Bartl, freiDie Große Führungsgruppe des Männerrennens wurde schon auf den ersten Kilometern in kleinere Grüppchen gesprengt. Reed schloss auf den in Führung liegenden Kienle auf und die Beiden sollten den Rest des Halbmarathons über gemeinsam verbringen. Andreas Dreitz konnte das hohe Tempo nicht mitgehen und fiel zurück. Reed und Kienle schenkten sich keine Meter, so kam es zu vielen Führungswechseln zwischen den Beiden. Immer in Schlagdistanz auf Platz drei der Schweizer Ruedi Wild. Am Ende sollten zwei Sekunden den Sieger vom Zweitplatzierten trennen. Sebastian Kienle hatte das Nachsehen. Auf den letzten Metern konnte der Australier Reed das Herzschlagfinale für sich entscheiden. Mit Platz acht überzeugte Maurice Clavel, Andreas Dreitz konnte seinen Tag nach zufriedenstellender Radleistung nicht mit einem Platz unter den ersten Zehn beenden. Er finishte auf Platz elf.

Lawrence siegt unwiderstehlich

Holly Lawarence krönt ihren Tag mit dem Ironman 70.3 WM Titel, sie lieft ungefährdet zum Sieg. Die starke Melissa Hausschild konnte über die Halbmarathon Distanz zwar den Vorsprung von Lawrence noch verringern, aber für mehr als Platz zwei sollte es am Ende nicht reichen. Um Platz vier kämpften die Weltmeisterin, Daniela Ryf und Heather Wurtele. Am Ende sprang für die amtierende Ironman Weltmeisterin dann nur ein vierter Platz heraus. Laura Philipp konnte mit einer guten Laufleistung ein erfreuliches Top10 Finish erzielen.

Ergebnisse Herren:

1. Tim Reed, 03:44:14
2. Sebastian Kienle, 03:44:16
3. Ruedi Wild, 03:44:40
4. Terenzo Bozzone, 03:45:52
5. Sam Appelton, 03:46:02

7. Maurice Clavel, 03:46:47
11. Andreas Dreitz, 03:48:16
20. Paul Schuster, 03:59:22
32. David Breuer, 04:12:23
35. Christian Hoerper, 04:13:55

Ergebnisse Damen:

1. Holly Lawrence, 04:09:12
2. Melissa Hausschild, 04:11:09
3. Heather Wurtele, 04:13:36
4. Daniela Ryf, 04:14:09
5. Caroline Steffen, 04:17:16

7. Laura Philipp, 04:17:40
14. Astrid Stienen, 04:22:43
17. Natascha Schmitt, 04:26:45
23. Ricarda Lisk, 04:34:35

Zu allen Ergebnissen.

Fotos: Ingo Kutsche, triathlon.de

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