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Ironman 70.3 Wiesbaden: Große Namen kämpfen um EM-Titel

9. August 2014 von Christine Waitz

Foto: Ralph Schick freiWiesbaden, 9. August 2014 – Das Europameisterschafts-Rennen über die Ironman 70.3-Distanz erfreut sich nicht nur bei den Altersklassenathleten größter Beliebtheit. Auch das namhafte Profifeld um Titelverteidigerin Daniela Ryf beweist, dass Wiesbaden einmal mehr der Hauptanziehungspunkt der europäischen Triathlonszene ist. Die Liste der Profis verspricht ein aufregendes Rennen.


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Foto: Ralph Schick freiDas Damenfeld bereichern keine Geringeren als die Britin Leanda Cave sowie die Dänin Camilla Pedersen. Pedersen, Ironman Europameisterin des Jahres 2013, konnte nach ihrem schweren Radsturz im vergangenen September, demzufolge sie 19 Tage im Koma lag, bereits ein sensationelles Comeback feiern. In diesem Jahr gewann sie bereits den Ironman 70.3 Barcelona, den Ironman 70.3 Italy sowie den Ironman 70.3 Aarhus. Im Kampf um die Spitze werden Eimear Mullan und Erika Csomor ein Wörtchen mitzureden haben. Nicht um den Europameistertitel, jedoch um einen Medaillenrang mitkämpfen wird auch die für Australien startende Liz Blatchford, die 2014 bereits den Ironman Cairns in Australien gewonnen hat.
Die deutschen Fahnen wollen Natascha Schmitt, Laura Philipp, Juliane Straub, Leonie Poetsch und Astrid Ganzow hoch halten.

Harter Kampf um die Krone erwartet

Der Schweizer Ronnie Schildknecht, der den Ironman Zürich sieben Mal in Folge gewinnen konnte und zuletzt bei der Ironman European Championship in Frankfurt einen hervorragenden vierten Platz belegte, will nun die Krone über die halbe Distanz erobern.
Beim Kampf um die Podiumsplätze sind auch weitere Topathleten wie Alessandro Degasperi, Bart Aernouts, sowie eine Reihe starker deutscher Athleten um Johannes Moldan, Maurice Clavel und Fabian Rahn nicht außer Acht zu lassen.
Eine Absage hat indes Andi Böcherer zu vermelden – er muss seinen Saisonauftackt noch etwas verschieben. Ebenso passen muss der zweifache Ironman-Weltmeister Normann Stadler, der mit einer Staffel über die Schwimmstrecke an den Start gehen wollte.

Die Strecken – Gute Orientierung gefragt

Im warmen Wasser des Raunheimer Waldsees gilt es am Sonntag 1,9 Kilometer zu absolvieren. Die Schwimmstrecke geht im Hufeisen-Kurs durch den See: Anfangs geht es im Uhrzeigersinn mit drei Rechtskurven los, bevor man gegen den Uhrzeigersinn fünf Linkskurven mit kurzem Landausstieg bewältigen muss. Am anderen Ende des Sees befindet sich die erste Wechselzone, die man nach einer kurzen Laufpassage erreicht.

Ingo Kutsche, freiBetrachtet man das Höhenprofil der Radstrecke, könnte man meinen, dass der erste Teil des Kurses nur flach nach Wiesbaden führt – wer die Strecke besichtigt hat, wurde aber eines besseren belehrt. Von Beginn an ist Konzentration gefragt. Durch Raunheim mit zahlreichen Kurven, führt die Strecke über eine längere Brücke durch Flörsheim, wo man den einen oder anderen Kreisverkehr passieren muss. Von dort aus geht es wellig über die Felder durch zahlreiche Dörfer. Enge Ortsdurchfahrten und viele Kurven machen die Strecke unrhythmisch und verlangen volle Aufmerksamkeit von den Athleten.

Ingo Kutsche, freiBei der Ortsdurchfahrt von Rambach führt die Strecke nach einer scharfen Rechtskurve in einer im Wald liegenden Abfahrt Richtung Wiesbaden. Bergab an einer Kapelle vorbei, geht es am Stadtrand von Wiesbaden dann einen kurzen aber knackigen Berg hinauf.  Nach einer kurzen Stärkung bei der Verpflegungsstelle bei Kilometer 38 führt die Strecke über einen fast fünf Kilometer langen Anstieg mit durchgehenden 7-10% Steigung  auf der B417 aus Wiesbaden heraus. Ab Neuhof geht es leicht steigend weiter, bis man rechts abbiegt und sich auf einen 25 Kilometer langen Rundkurs Richtung Engenhahn und Idstein begibt. Längere Bergabpassagen mit kurzen Wellen führen bis nach Hettrich, wo die Strecke scharf links Richtung Idstein führt.

Auf einer Umgehungsstraße um Idstein herum darf man es dann richtig krachen lassen. Auf der Parallelstraße zur Autobahn dürfen die Athleten allerdings wieder bei weiteren Kreisverkehren ihre radtechnischen Fähigkeiten unter Beweis stellen. Nachdem man die Autobahn hinter sich gelassen hat, führt die Strecke leicht steigend nach Eschenhahn und retour nach Wiesbaden. Die letzten zehn Kilometer geht es rasant bergab und durch kleine Nebenstraßen bis zur zweiten Wechselzone am Kranzplatz in Wiesbaden.

Idylle am Kurhaus

Ingo Kutsche, freiVon dort aus führt die Laufstrecke vorbei am Hessischen Staatstheater auf die Runde durch den Kurpark. Es müssen vier Runden über fünf Kilometer absolviert werden. Die erste Hälfte der Runde geht leicht bergan, bis man bei Kilometer 2,5 am Rambach entlang zurück leicht bergab laufen darf. Der letzte Kilometer der Schleife führt außen am Kurpark entlang bis zum Wendepunkt. Nach absolvierten Halbmarathon, gilt es dann den Zieleinlauf vor dem Kurhaus zu genießen.

Der Startschuss fällt am Sonntag, den 10. August um 7:30 am Raunheimer Waldsee. Nach 1,9 Kilometern Schwimmen, 90,1 Kilometern Radfahren bei rund 1500 Höhenmetern durch den Taunus sowie 21,1 Kilometern Laufen wird der Sieger der Ironman 70.3 European Championship gegen 11:30 Uhr im Ziel vor dem Kurhaus erwartet.

Zur Website des Rennens.

Foto: triathlon.de, Ingo Kutsche

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