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Ironman 70.3 Wiesbaden European Championship: Eindeutige Siege für Bart Aernouts und Daniela Ryf

10. August 2014 von Christine Waitz

Foto: Jörg Schüler - www.sportsnaps.deWiesbaden, 9. August 2014 – Bart Aernouts und Daniela Ryf heißen die Europameister 2014 über die Ironman 70.3 Distanz. Sowohl der Belgier, als auch die Schweizerin legten die Grundlage für ihren Sieg auf der Radstrecke und ließen der Konkurrenz keine Chance. Die deutschen Fahnen hielten Maurice Clavel und Laura Philipp mit dem jeweils dritten Rang hoch.


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Jörg Schüler, frei22 Minuten dauerte es, bis bei fast idealen Rennbedingungen die ersten Herren aus dem Wasser stiegen. Der Schweizer Manuel Küng führte die vierköpfige Spitzengruppe mit Pieter Heemeryck, Ruedi Wild und dem deutschen Maurice Clavel an. Fast zwei Minuten länger brauchte Bart Aernouts, der sich erst nach 24:06 Minuten auf die Verfolgung machte, diese jedoch sofort ernst nahm. 60 Kilometer später löste der Belgier seinen Landsmann Pieter Heemeryck an der Spitze des Rennens ab. In der direkten Verfolgung des belgischen Express‘ befand sich immer noch Maurice Clavel.

Clavel beißt sich fest

Während Aernouts vorne mächtig auf das Tempo drückte tat sich Clavel hinter ihm mit dem schweizer Manuel Küng zusammen. Beide versuchten den Abstand so gering wie möglich zu halten – an diesem Tag ein schwieriges Unterfangen. Aernouts erreichte die zweite Wechselzone mit über drei Minuten Vorsprung und zeigte mit entschlossenem Laufschritt sogleich, dass er den Titel heute nicht mehr abgeben wollte.

Ryf nicht zu bremsen

Jörg Schüler, freiLeanda Cave und Liz Blatchford hatten sich am Morgen noch unter den besten Männern auf die Radstrecke begeben. Von da an dominierte jedoch eine Andere das Rennen. Mit einer knappen Minute Rückstand auf das Rad gestiegen, flog Daniela Ryf über den Asphalt. Schon bald schien klar, dass hinter ihr nur noch um die restlichen Podiumsplätze gekämpft werden würde. Während Ryf ihren Verfolgerinnen über sieben Minuten aufbrummte, ging es zwischen Liz Blatchford, Camilla Pedersen, Leanda Cave und der deutschen Laura Philipp hoch her.

Keine Überraschungen auf der Laufstrecke

Sowohl bei den Herren, als auch bei den Damen war schnell klar, dass sich an der Spitze nichts mehr ändern würde. So holte sich Bart Aernouts nach 4:05:27 den Sieg und damit auch den Europameister-Titel. Daniela Ryf, die sich vor drei Wochen erst den EM Titel auf der 5150 Distanz sicherte und das Glanzstück schaffte, am Tag darauf bei ihrem Ironman Debüt zu siegen, darf sich nun zum zweiten Mal in Folge 70.3 Europameisterin nennen. Der Schweizerin gelang mit einer Zeit von 4:26:12 nicht nur die Titelverteidigung, sondern Ryf pulverisierte auch gleich den Streckenrekord. Der stand zuletzt bei 4:31:34 Stunden. Erzielt von ihr selbst Daniela Ryf im Vorjahr.

Jörg Schüler, frei

Spannender war der Kampf um die verbleibenden Podiumsplätze. Dort musste sich der Zweite, Maurice Clavel, zunächst dem heranstürmenden Australier Peter Robertson erwehren. Der 38-jährige war in den Jahren 2001, 2003 und 2005 immerhin Weltmeister über die Kurzdistanz. Dann legte 5150 Europameister Ruedi Wild noch einmal richtig zu. Am Ende war es Peter Robertson, der den jungen Deutschen auf den letzten Metern überholte.

Im Rennen der Damen arbeitete sich Leanda Cave, die auf dem Rad etwas verloren hatte, wieder nach vorne und nahm der Führenden zunächst sogar einige Sekunden ab. Auf Platz drei hielt sich mitten im Weltklassefeld tapfer die junge Deutsche Laura Philipp. Kurz vor dem Finish wurde es jedoch noch einmal richtig eng – doch sie kämpfte sich durch und durfte sich im Ziel erschöpft über Platz drei freuen.

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Ergebnisse Herren:

1. Bart Aernouts, 4:05:27
2. Peter Robertson, 4:08:15
3. Maurice Clavel, 4:08:34
4. Ruedi Wild, 4:09:33
5. Tim van Berkel, 4:10:07

Ergebnisse Damen:

1. Daniela Ryf, 4:26:12
2. Leanda Cave, 4:34:50
3. Laura Philipp, 4:36:23
4. Camilla Pedersen, 4:36:45
5. Liz Blatchford, 4:41:07

Zu den Ergebnissen.

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Fotos: Jörg Schüler

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