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Ironman 70.3 Staffordshire: Thomschke muss sich nur Gomez geschlagen geben

16. Juni 2015 von Christine Waitz

triathlon.de freiStaffordshire, 14. Juni 2015 – Nur eine Woche nach einem neunten Platz beim Ironman 70.3 Kraichgau machte sich Markus Thomschke auf den Weg nach England zum Ironman 70.3 Staffordshire. Dort bestätigte er, dass die Insel ihm zu liegen scheint. Denn die namenhafte Konkurrenz brachte er ordentlich ins schwitzen und musste sich am Ende nur Javier Gomez geschlagen geben. Wir haben uns mit ihm unterhalten.


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Hallo Markus! Wie fühlst du dich nach deinem zweiten Platz hinter Triathlongröße Javier Gomez?

Ich bin total zufrieden damit, auch weil ich einige andere Topathleten hinter mir lassen konnte.

Wie lief das Rennen aus deiner Sicht?

Foto: Christine Waitz, freiDas Schwimmen im 15 Grad kühlen Chasewater hat mir einiges abverlangt und ich kam nicht so gut zurecht wie ich es erwartet hatte. Mit über drei Minuten Rückstand aus dem Wasser zu kommen ist nicht optimal… Ähnlich wie in der Vorwoche im Kraichgau machte ich mich dann alleine auf die Verfolgung. Der Unterschied war, dass ich Vollgas fahren konnte. So erfuhr ich von Ingo (Anm. d. Red.: Gabriel, Markus Thomschkes Manager) bei Kilometer 30, dass ich bereits Dritter war und mein Rückstand auf Javier Gomez bei 1:30 Minuten lag. Meine Beine waren an dem Tag einfach nicht müde zu bekommen und nach Kilometer 50 konnte ich als Führender schon ein paar Sekunden auf Javier Gomez und Romain Guillaume herausfahren.

Die Radstrecke hat es in sich. Die knapp 1.000 Höhenmeter verteilen sich auf kleine Anstiege, auf teils winkligen, schmalen Straßen. Mit 2:20 Minuten Vorsprung ging es dann auf die drei schönen Laufrunden um die Shugborough HallDie Strecke ist abwechslungsreich und die Stimmung war sehr gut.

Ab Kilometer sechs war meine Führung dann allerdings auch wieder Geschichte und Javier (Anm. d. Red.: Javier Gomez) zog voll durch. Das sah sehr beeindruckend aus. Ich versuchte nun Platz zwei zu verteidigen und schaffte es dann auch mit 1:30 Minuten vor Romain Guillaume ins Ziel zu kommen. Will Clarke und mein Kumpel Alex Schilling komplettierten die Top Fünf. Das war ein riesen Gefühl ganz vorn bei den Topathleten mitzumischen (lacht).

Beim Ironman 70.3 Kraichgau lief’s zwar gut, aber noch nicht perfekt. Nur eine Woche darauf konntest du ein Spitzenrennen abrufen. Wie sah dein Training zwischen den Rennen aus?

Foto: Christine Waitz, frei

Entscheidend bei so einer kurzen Pause ist natürlich die Regeneration. Ich habe einige kurze Einheiten in allen drei Disziplinen gemacht und bewusst auf intensive Abschnitte verzichtet. Das Training in den Vorwochen und Monaten lief sehr gut und ich bin mir meiner Form sicher.

Meine Physiotherapeutin hat wie immer beste Arbeit geleistet und das wichtigste – ich war heiß auf das Rennen und wollte zeigen, was sich im Training andeutete. Beim Radfahren ist mir das voll gelungen.

Was sind deine nächsten Ziele?  

Anfang Juli steht der Start beim Ironman 70.3 Norwegen auf dem Plan.

Zur Website von Markus Thomschke.

Fotos: triathlon.de

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