Du bist hier: Triathlon Portal - triathlon.de > Wettkampf > Ironman 70.3 Mont Tremblant: Der weltmeisterliche Steckencheck

Ironman 70.3 Mont Tremblant: Der weltmeisterliche Steckencheck

5. September 2014 von Christine Waitz

Foto: Ingo Kutsche,   freiAm Sonntag wird für viele Triathleten das Mittagessen bei Muttern etwas schneller zu Ende sein müssen als sonst. Denn um 13:00 Uhr deutscher Zeit fällt in Mont Tremblant der Startschuss zur 70.3 Weltmeisterschaft 2014. Ein Rennen, dass viele vor dem Computer verfolgen werden. Immerhin stehen die Chancen auf den dritten deutschen Sieg in Folge gar nicht so schlecht. Wir haben den Rennkurs einmal unter die Lupe genommen.


Triathlon Anzeigen

Mont Tremblant liegt etwa 130 Kilometer nordöstlich der kanadischen Hauptstadt Ottawa in der Provinz Quebec. Spätestens dann, wenn man weiß, dass das schmucke Städtchen ein beliebter Wintersportort ist, kann man auf das Profil der WM-Strecke Rückschlüsse ziehen. Der Namensgeber, Mont Tremblant, kommt allerdings über 1.000 Meter Höhe nicht hinaus – 960 Meter misst er. Wir erwarten also „Rolling Hills“. Ganz einfach wird es dennoch nicht werden. Die Laurentinischen Berge sind für Anstiege verantwortlich, die es sowohl auf der Rad-, als auch auf der Laufstrecke geben wird.

Statt abgestandenem Wüstenwasser klarstes Bergwasser

triathlon.de freiBesonders zum Auftakt dürfen sich die Teilnehmer des Ironman 70.3 freuen. Statt in das trübe, warme Wasser des Lake Las Vegas geht es um kurz vor sieben Uhr morgens in das glasklare Berggewässer des Lake Tremblant. Mit knapp 18 Grad Wassertemperatur wird es zwar etwas frischer werden, dafür aber bietet sich den Schwimmern ein tolles Panorama von grün bewaldeten Hügeln.
Die Startzone findet sich am Sandstrand des Tennisclubs und wird zur rechten begrenzt von einer kleinen Halbinsel, die sich in den See erstreckt. Die 1,2 Meilen werden in einer Runde im Viereckskurs absolviert. Der Schwimmausstieg befindet sich dann auf der anderen Seite der Halbinsel.

Anspruchsvolle Streckenführung durch die Natur

Ein recht langer Weg in die Wechselzone könnte Einigen die Chance geben ihren Vordermann noch auf dem Weg zur Radstrecke Gesellschaft zu leisten.

Ingo Kutsche, freiWofür die Spitzenathleten am Renntag kaum Augen haben werden: Der Kurs glänzt mit tollem Panorama, die teils neu geteerten Straßen führen durch dichte Wälder, entlang sanft bewaldeten Bergketten.
Entscheidender ist jedoch das Profil: Aus zahlreichen kleinen, kurzen Anstiegen sticht zunächst der des Monté Ryan heraus. Bei Kilometer zehn wartet er erstmals mit knapp 50 zu überwindenden Höhenmetern auf die Sportler. Der erste Wendepunkt bei Kilometer 35 im Örtchen Labelle führt zurück zum Anstieg, der nach 50 Kilometern ein zweites Mal erklommen wird. Die Passage gilt trotz der zahlreichen kleinen Wellen als schnell zu fahren.

Zurück geht es Richtung Wechselzone, doch ersteinmal wird daran vorbei gefahren. Es wartet das wohl schönste, aber auch anspruchsvollste Stück der Strecke. Am Chemin du Duplessis müssen insgesamt rund 100 Höhenmeter überwunden werden. Die Anstiege dort sind zahlreich, kurz und steil. Die letzten acht Kilometer gehen dann jedoch tendenziell bergab…

All in!

Die einründige Halbmarathon-Strecke zeigt sich ebenso schön, wie anspruchsvoll. Hier müssen noch einmal alle Kräfte mobilisiert werden. Zeit, den Wasserfall, Lake Tremblant oder Lake Mercier zu bewundern bleibt da kaum.
Zunächst geht es leicht bergab, die Chance sich einzurollen, bevor bei Kilometer sechs, nach einer steileren Bergabpassage, der erste größere Anstieg Kräfte raubt. Entlang der stillgelegten Eisenbahnstrecke „Le P’tit Train du Nord“ ist es etwas flacher, bevor es auf dem Rückweg noch einmal einen Anstieg zu bewältigen gibt.

Die heißen Eisen im Feuer

In diesem Jahr scheint es, als hätten wir gleich mehrere heiße Eisen im Feuer. Die Startnummern der deutschen Profis lauten:
1 Sebastian Kienle
6 Jan Frodeno
25 Andreas Dreitz
29 Nils Frommhold
37 Boris Stein
45 Patrick Lange
48 Johannes Moldan
49 Andreas Raelert
106 Svenja Bazlen
135 Astrid Ganzow

triathlon.de wünscht allen Startern viel Erfolg!

Zur Website des Rennens.

Fotos: triathlon.de, Ingo Kutsche

Triathlon.de Anzeigen
 
Zum Triathlon.de Newsletter anmelden