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Ironman 70.3 Lanzarote 2012: ITU-Athleten dominieren auf der Halbdistanz

10. November 2012 von Christine Waitz

Foto: Ingo Kutsche freiLa Santa, 10. November 2012 – Zwei ehemalige Kurzdistanzspezialisten dominierten die Erstaustragung des Ironman 70.3 Lanzarote, die unter schweren Bedingungen, vor allem auf der Radstrecke, ablief. Am besten kam damit der Überraschungsgast der letzten Tage, Ivan Raña zurecht. Er dominierte vor Ronnie Schildknecht. Bei den Damen siegte überraschend Danne Boterenbrood.


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Wie so häufig in dieser Woche fielen in der Morgendämmerung Lanzarotes einige Regentropfen, die sich pünktlich zur Öffnung der Wechselzone jedoch wieder verzogen hatten. Sogar schneller als manch einem lieb war. Denn bereits zu diesem Zeitpunkt war klar, dass dies ein windiger Renntag werden würde.

Das Rennen

Zumindest das Schwimmen konnte in der geschützten Lagune vor dem Sportlerdomizil La Santa noch ruhig vonstatten gehen. Zwei Runden mit kurzem Landgang wurden von den Profis um acht Uhr morgens in Angriff genommen. Die knapp 750 Agegrouper begaben sich kurz darauf auf die Strecke.

Foto: Christine Waitz, freiAuch wenn bis dato keine Referenzzeit auf der Mitteldistanz auf dem Papier stand – Ivan Raña galt von Beginn an als Favorit. Unso erstaunlicher, dass er nicht mit der Schimmspitze aus dem Wasser stieg. Nach 21:51 Minuten lief der Däne Rasmus Petraeus vor dem spanischen Dreigespann aus Pedro Reig Jover (0:22:08), Peru Alfaro (0:22:11) und Ivan Raña (0:22:17), den Sandstrand hinauf.

Im Damenrennen stahl ein junger Rookie heute allen die Show – und zwar vom Start weg. Die 27-jährige Danne Boterenbrood erschwamm sich in 24:05 Minuten die Führung. In bereits erheblichem Abstand folgten ihr Michelle Vesterby (0:24:44) und Katja Konschak (0:24:49).

Radstrecke mit Pfiff

Das die Radstrecke mit 1500 zu überwältigenden Höhenmetern zu den anspruchsvollsten im 70.3 Zirkus gehört, war klar. Dennoch gibt es genügend Streckenabschnitte, auf denen sich ordentlich Tempo machen lässt. Theoretisch. Praktisch gibt es auf der Vulkaninsel den gefürchteten Faktor Wind, der die sowieso schon würzige Radstrecke noch einmal ordentlich aufpeppen kann. So auch heute.

Foto: Ingo Kutsche, freiSchon das eigentlich schnelle Stück hin zum langen Anstieg kostete einige mehr Körner als erwartet. Sollte das Ausscheidungrennen eigentlich erst am Tabajesco zur Halbzeit der Radstrecke beginnen, war der Kampf heute schon viel früher entbrannt. Am Eingang des Berges trafen Ronnie Schildknecht und Toumy Degham als erstes ein, Ivan Raña hatte bereits einiges an Rückstand eingefangen.

Von Platz 14 auf 1

Nach 2:24:26 Stunden quälte sich Ronnie Schildknecht gegen das letzte Stück Wind von vorne als Führender zum zweiten Wechsel. Dreizehn Plätze hatte der radstarke Schweizer gut gemacht. Mit ihm immer noch der Franzose Toumy Degham, der dem Tempo beim Laufen Tribut zollen musste und ausstieg. Auf Rang drei folgte mit zwei Minuten Rückstand Ivan Raña, weitere zwei Minuten dahinter der amtierende deutsche Meister auf der Mitteldistanz, Boris Stein.

Foto: Christine Waitz, freiIm Damenrennen stürzte sich der Rookie mit aller Kraft in das Rennen. Zwar fuhr die zweite Dame, Sophie de Groote, die Lücke ein wenig zu (2:43:30), doch als Boterenbrood (2:44:55) auch zum zweiten Wechsel ihre Führung nicht abgegeben hatte, wurden die Fragezeichen in vieler Zuschauer Gesichter sichtbar größer.
Dem Medienzeitalter sei Dank war bald herausgefunden, dass die Niederländerin eine Olympiateilnahme knapp verpasst hatte. Damit war auch klar, dass sie ihre Führungsposition auf der Laufstrecke nicht all zu einfach abgeben würde.

Raña legt ITU Tempo vor

Foto: Ingo Kutsche, freiFast meinte man, Ivan Raña wäre in Gedanken beim falschen Rennen gewesen, als er auf der ersten Runde in Richtung dem Dörfchen La Santa loslegte. Der Franzose Degham musste als erstes dran glauben und auch Schildknechts Vorsprung schwand in der mittlerweile kräftigen Sonne dahin. Souverän übernahm der zweimalige Olympiateilnehmer Raña die Spitze. Und während Schildknecht zu Beginn seiner dritten Laufrunde einen kurzen Stopp einlegen musste um die auftretenden Krämpfe auszudehnen, rückte von hinten Boris Stein immer näher.

Während Ivan Raña sein ergiebiges Zeitpolster im Zielkanal noch zum Jubeln und Händeklatschen vor den Landsleuten nutzte und schließlich nach 04:07:35 die Finishline überquerte, konnte sich Schildknecht dem Angriff von hinten noch erwehren und folgte nach 04:11:27. Einen grandiosen dritten Platz erlief Boris Stein in 04:12:59.

Tajsich erläuft Podiumsplatzierung

Foto: Christine Waitz,freiIm Damenrennen hingegen verlief der Laufpart gänzlich unspektakulär. Sofern keine der ersten Damen nach dem Wechsel – Boterenbrood, de Groote oder Tajsich – auf den Mann mit dem Hammer treffen würde, schien alles entschieden.
Selbst Katja Konschak, die sich mit der schnellsten Laufzeit des Tages auf Rang vier schob, war am Ende noch über vier Minuten vom Podium entfernt.

Zur Bilderstrecke des Ironman 70.3 Lanzarote.

Ergebnis Männer:

1. Ivan Fuentes Raña, 04:07:35
2. Ronnie Schildknecht, 04:11:27
3. Boris Stein, 04:12:59
4. Alessandro Degasperi, 04:13:32
5. Victor Del Coral Morales, 04:13:35

Ergebnis Damen 

1. Danne Boterenbrood, 04:40:05
2. Sophie de Groote, 04:41:55
3. Sonja Tajsich, 04:44:03
4. Katja Konschak, 04:48:16
5. Eva Ledesma Calvet, 04:49:24

Zu den Ergebnissen.

Zur Homepage des Ironman 70.3 Lanzarote.

Fotos: Ingo Kutsche – sportfotografie.biz und triathlon.de

 

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