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Ironman 70.3 Kraichgau: Stein schlägt Kienle

5. Juni 2016 von Christine Waitz

Jörg Schüler, freiKraichgau, 5. Juni 2016 – Boris Stein ist nach 2013 erneut Sieger im Land der 1.000 Hügel. Nach 3:48:28 Stunden lief er knapp drei Minuten vor Sebastian Kienle durch das Ziel. Im Rennen der Damen triumphierte Anja Beranek vor Yvonne van Vlerken. Wenn man aber irgendwann merkt, dass etwas geht, ist es für den Herausforderer eher einfacher anzugreifen. Die Taktik ging gut auf, auch wenn es im Laufen richtig wehtat – aber die Zuschauer haben mich super unterstützt.“, bedankte sich Stein im Ziel.


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Nach Regen in der Nacht zeigte sich das Wetter im Kraichgau am Morgen zwar bedeckt aber trocken. Pieter Heemeryck erreichte nach 23:12 Minuten als erster den Schwimmausstieg. Eine große Gruppe an Verfolgern mit allen Favoriten hatte sich direkt an seine Fersen geheftet. Als erster auf dem Rad saß dann Horst Reichel. Doch die starken Radfahrer Kienle, Clavel und Stein übernahmen schnell das Kommando. Eben diese drei lieferten sich auf dem Radkurs dann ein heißes Gefecht. Clavel musste  reißen lassen, erreichte am Ende vier Minuten hinter Stein und Kienle den zweiten Wechsel. Zwei Minuten hinter ihm zog die große Verfolgergruppe die Laufschuhe an.

Ingo Kutsche, freiMunter weiter ging das Wechseln an der Spitze dann auf der Laufstrecke. Dann jedoch, legte Boris Stein zu, schaffte es bis zehn Kilometer eineinhalb Minuten Vorsprung zu erlaufen. Auch auf den weiteren Rängen tat sich was: Pieter Heemeryck schob sich vor Maurice Clavel auf Platz drei.
Bis ins Ziel wuchs Steins Vorsprung auf drei Minuten an und nach 3:48:28 Stunden gehörte der Sieg zum zweiten Mal nach 2013 ihm. Kienle folgte vor Pieter Heemeryck und Maurice Clavel.

„Sebastian konnte mir auf dem Rad nicht davonfahren, ich ihm aber auch nicht. Wenn man aber irgendwann merkt, dass etwas geht, ist es für den Herausforderer eher einfacher anzugreifen. Die Taktik ging gut auf, auch wenn es im Laufen richtig wehtat – aber die Zuschauer haben mich super unterstützt.“, bedankte sich Stein im Ziel.

Sebastian Kienle gab sich keinesfalls unzufrieden: „Ich muss und kann mit dem zweiten Platz gut leben. Ich hatte beim Laufen leichte muskuläre Probleme, was keine Entschuldigung sein soll, sondern vor allem Wertschätzung für Boris, der heute nicht zu schlagen war.“

Beranek zieht’s durch

Ingo Kutsche, freiBei den Damen hatte sich nach 25:44 Schwimm-Minuten eine Dreiergruppe mit Ricarda Lisk, Anja Beranek und Julia Gajer zusammengefunden. Bald schon spielte Beranek ihre Radstärke aus und lag in Führung. Eine Weitere, bekannt für ihr starkes Radfahren schob sich an Platz zwei: Yvonne van Vlerken. Während die Erlangerin an der Spitze wechselte, brauchte die fliegende Holländerin noch 3:32 Minuten auf der Radstrecke. Natascha Schmitt wechselte an dritter Position vor Astrid Stienen.

Anja Beranek konnte van Vlerken auf der Laufstrecke auf Abstand halten und siegte nach 4:26:21 Stunden. Astrid Stienen wurde Dritte. Mitfavoritin Yvonne van Vlerken machte als Zweitplatzierte aus ihrer Enttäuschung keinen Hehl: „Dies ist bereits zum sechsten Mal ein zweiter Platz für mich. Ich habe auf der Halbdistanz offensichtlich gerade keinen guten Lauf.“

Doch wo war eigentlich Titelverteidigerin Julia Gajer? Eine Schwimmzeit von 29:02 Minuten stand noch zu Buche. Den Radpart beendete sie jedoch nicht. Stattdessen vermeldete sie via Facebook: „Dass eine Mitteldistanz nur drei Wochen nach einem Ironman auch schief gehen kann, war mir vorher bewusst. Wenn dann aber noch ein Infekt hinzukommt ist man chancenlos. Gesundheit geht vor, daher konnte ich das Rennen heute leider nicht beenden.“

Ergebnisse Männer

  1. Boris Stein, 3:48:28
  2. Sebastian Kienle, 3:51:24
  3. Pieter Heemeryck, 3:54:24
  4. Maurice Clavel, 3:5:36
  5. Markus Fachbach, 3:58:10

Ergebnisse Frauen

  1. Anja Beranek, 4:26:21
  2. Yvonne van Vlerken, 4:30:43
  3. Astrid Stienen, 4:31:32
  4. Natascha Schmitt, 4:34:28
  5. Ricarda Lisk, 4:36:22

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Foto: Jörg Schüler, Ingo Kutsche

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