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Ironman 70.3 Gydinia: Nils Frommhold nimmt Favoritenrolle an

7. August 2015 von Christine Waitz

Lukas Bartl,   freiGydinia, 07. August 2015 – Gydinia, liegt mitten in der Gdansker Bucht. Hier startet der frischgebackene Roth-Sieger Nils Frommhold am kommenden Sonntag beim erstmals als Ironman ausgetragenen Rennen über die Mitteldistanz. Und das voll aus dem Training heraus: „Mein Fokus liegt 1000-prozentig auf Hawaii“, erklärte das der 28-Jährige.


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„Die 70.3-WM in Zell am See nehme ich natürlich auf dem Weg dahin mit und versuche dort aus meinen Möglichkeiten das Beste zu machen. So gesehen, ist das Rennen am Sonntag ein reiner Trainingswettkampf. Ich habe bis zum Donnerstag noch einen harten Block trainiert.“ Noch nie habe er sich so kurzfristig auf eine Mitteldistanz vorbereitet und sich so wenig Pause gegönnt, machte er deutlich und bezeichnete das Rennen deshalb als „Experiment“.

Nach Roth hatte er zwar eine Woche „Urlaub“, was Training und den Sportalltag anginge, aber: „So richtig abschalten konnte ich nicht, weil natürlich nach so einem Erfolg sehr viele etwas von einem wissen wollen“. Aber spätestens einem Lauf Ende Juli habe er wieder richtig Lust, sich im Training zu quälen.

Lukas Bartl, frei

Der Ostsee-Trip ist noch in anderer Hinsicht Neuland für den Wahl-Freiburger: „Ich weiß weder, was mich beim Schwimmen oder Radfahren, noch beim Laufen erwartet.“ Auf dem flachen Kurs ist ein schnelles Rennen avisiert (Andreas Raelert brauchte bei seinem Sieg im Vorjahr 3:54:44 Stunden). Vielleicht spielt der Wind so nah am Meer eine Rolle, die Wärme in diesen Tagen ist es eher weniger: „Wir starten um acht Uhr, da sind wir vor der großen Mittagshitze durch“, erklärte er das.

Frommhold nimmt Favoritenrolle an

Trotz der beiden harten Trainingswochen in den Beinen ist Nils Frommhold in Gdynia Siegkandidat Nummer eins. „Ich gehe als Favorit ins Rennen und nehme die Rolle auch gern an“, zeigte sich der Blondschopf selbstbewusst. Weitere Mitstreiter um das Podium sind Denis Chevrot aus Frankreich (Dritter in Luxemburg), der italienische Vorjahreszweite Massimo Cigana (Sieger in Israel) sowie Anton Blokhin aus der Ukraine (Vierter im Vorjahr in Gdynia).

Rennsimulation für die WM

Lukas Bartl, freiNatürlich möchte Frommhold gern die erste Mitteldistanz seiner Karriere gewinnen. Viel wichtiger ist ihm aber die komplexe Vorbereitung auf die WM 70.3 in Zell am See Ende August. „Dort wird man in der Mitte des Parcours am Berg über sein Limit gehen müssen. Deshalb möchte ich in Gdynia ein, zwei schnellere Einlagen auf dem Rad von zehn bis zwanzig Minuten einbauen. Wenn es gelingt, kann ich dadurch eine extreme Situation, wie sie in Österreich zu erwarten ist, simulieren.“

Die unmittelbare Wettkampfvorbereitung auf die 70.3-WM findet anschließend in Freiburg statt. Ein geplantes Trainingslager in Spanien machte keinen Sinn mehr, nachdem einige andere Athleten aus der Gruppe vor diesem Trip wegen Verletzungen absagen mussten. „In Freiburg kann ich auch mit ein, zwei Langdistanzlern trainieren. Und dann ist es auch gut, nochmal drei Wochen zu Hause zu sein, ehe ich sieben Wochen bis Hawaii nur unterwegs bin“, zog Frommhold das Positive heraus.

Fotos: Lukas Bartl

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