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Ironman 70.3 Dubai: Nichts Neues in 2016 – Ryf und Frodeno siegen

29. Januar 2016 von Christine Waitz

Ingo Kutsche,   freiDubai, 29. Januar 2016 – Das neue Jahr beginnt fast so, wie das Alte endete. Da geht es einerseits um den preisgeldträchtigen Sieg der auch 2016 ausgetragenen Triple Crown Series. Andererseits geht es um die zwei dominanten Sportler, die ihre Erfolgsserie auch 2016 fortsetzen: Daniela Ryf und Jan Frodeno siegten beim Ironman 70.3 Dubai. 


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Starker Wind prägte das Rennen schon in der Auftaktdisziplin. So wurde die Schwimmstrecke der Profis auf zwei 600 Meter lange Runden verkürzt. Am schnellsten meisterte diese Jan Frodeno, der nach genau 16 Minuten an seinem Rad stand. Josh Amberger folgte ihm mit nur drei Sekunden Rückstand. Mit kleinem Abstand erreichten Manuel Küng und Jaroslav Kovacic den Wechsel.

Ein schweizer Trio wechselte im Damenrennen fast zeitgleich auf das Rad: Daniela Ryf, Celine Schärer und Caroline Steffen hatten das Schwimmen nach knapp 20 Minuten beendet.

Keine Spannung am deutschen Frühstückstisch

Hatten sich deutsche Fans auf ein spannendes Rennen schon zu Frühstücks-Zeit gefreut, wurden sie enttäuscht.

Ingo Kutsche, freiJan Frodeno zeigte vom Start weg, dass er das Jahr topfit beginnt, lediglich der Australier Amberger war ihm anfangs noch gewachsen. Hingegen schien sich Weltbeisterin Ryf zunächst zurück zu halten. Zwar konnte sie sich zusammen mit Landsmännin Steffen etwas von der Konkurrenz absetzen, das große Zeitpolster kam zunächst jedoch nicht heraus. Erst im letzten Drittel der flachen, windanfälligen Radstrecke legte Ryf den nächsten Gang ein und zog von da an unerbittlich davon. Bis zum zweiten Wechsel hatte sie 2:46 Minuten zwischen sich und Caroline Steffen gebracht. Diese wiederum hatte fast zwei Minuten Luft zur Dritten, Jocelyn McCauley.

Jan Frodeno, der die starke Konkurrenz schon beim Schwimmen abgehängt hatte, brachte auch auf der Radstrecke immer mehr Sekunden zwischen sich und die Verfolger. Große Namen, wie Terenzo Bozzone oder Bart Aernouts suchte man an diesem Tag vergeblich in den Spitzenrängen. Lediglich Josh Amberger konnte Jan Frodenos Tempo zunächst folgen. Nach 45 Kilometern hatten die beiden Führenden schon fast zwei Minuten Vorsprung auf Küng und Kovacic. Zwei weitere Minuten vergingen, bis  Balazs Csoke die Zeitmatte querte. Ähnlich wie Ryf setzte sich auch Frodeno in der zweiten Hälfte deutlich ab und wechselte mit drei Minuten Vorsprung auf die Laufstrecke.

Souverän zum Sieg

Sowohl bei Ryf, als auch bei Jan Frodeno folgte eine souveräne Lauf-Show.

Ingo Kutsche, frei

Frodeno nahm Amberger gar fast vier Minuten ab und legte mit 1:13:49 Stunden den schnellsten Laufsplit des Tages hin. Amberger konnte den zweiten Platz gegen die schnell nahenden Konkurrenten Aernouts und Bozzone verteidigen.
Ryf konnte zwar nicht mit der schnellsten Laufzeit aufwarten, doch der Sieg nach 4:01:09 Stunden war ihr sicher. Caroline Steffen belegte mit fast vier Minuten Rückstand Platz zwei und musste noch mächtig zittern. Denn die Finnin Kaisa Lehtonen preschte mit der schnellsten Damenlaufzeit bis auf zwei Sekunden heran – am Ende reichte es dennoch nur für Platz drei.

„Wir hatten heute zwar mit schweren Bedingungen zu kämpfen, dennoch ist es ein schöner und schneller Kurs. Auf jeden Fall war es ein perfekter Einstieg in meine Saison und ich freue mich schon darauf, bald wieder hinter der Startlinie zu stehen“, so Frodeno nach dem Rennen.

Triple Crown lockt mit 1 Million 

Die weiteren Rennen zur diesjährigen Triple Crown Series sind für den 1. September im Rahmen der Ironman 70.3 WM in Australien und den 10. Dezember im Rahmen des Ironman 70.3 Bahrain geplant.

Ergebnisse Herren

1. Jan Frodeno, 3:34:48
2. Josh Amberger, 3:41:42
3. Bart Aernouts, 3:43:58
4. Terenzo Bozzone, 3:44:01
5. Jaroslav Kovacic, 3:44:35

Ergebnisse Damen

1. Daniela Ryf, 4:01:09
2. Caroline Steffen, 4:05:01
3. Kaisa Lehtonen, 4:05:03
4. Jocelyn McCauley, 4:09:27
5. Andrea Forrest, 4:10:51

Zu den Ergebnissen. 

Fotos: Ingo Kutsche

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