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Ironman 70.3 Budapest: Radfahren entscheidet Rennen – Reichel verpasst Sieg nur knapp

30. Juli 2016 von Christian Bottek

Ingo Kutsche,   freiBudapest, 30.Juli 2016 – Zum dritten Mal machte der Ironman-Zirkus halt in der Ungarischen Hauptstadt. Beim Ironman 70.3 Budapest lässt es sich tatsächlich von einem „City-Triathlon“ sprechen. Der Streckenverlauf verlässt zu keinem Zeitpunkt des Rennens die Tore der 1,7-Millionen Einwohner Metropole. Für den deutschen Horst Reichel wurde es zum Schluss noch einmal richtig knapp. Er konnte aber dem Franzosen Billard den Sieg nicht mehr streitig machen. Bei den Frauen setzte sich die Österreicherin Huetthaler auf dem Rad ab und brachte diese Führung ins Ziel.


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Startnummer eins verlässt als Erster das Wasser

Pixabay, freeUm 09:00 Uhr fiel der Startschuss für die männlichen Athleten. Geschwommen wurde eine Runde in einer Seitenbucht der Donau, mitten im Herzen Budapests. Aufgrund der Wassertemperatur mussten die Profis auf Neoprenanzüge verzichten. Nach 0:23:03 Stunden verließ der an eins gesetzte Ungar Balázs Cs?ke als schnellster Schwimmer das Wasser. Die ersten elf Männer lagen in einer großen Gruppe innerhalb von knapp 40 Sekunden nah beieinander. Mit in dieser Gruppe war auch der deutsche Horst Reichel. Er folgte dem Führenden mit 47 Sekunden Rückstand als Zehnter auf die Radstrecke.

Deutsche Dame schnellste Schwimmerin

Beim Schwimmen hatte Carina Brechters einen guten Start in ihren Renntag erwischt. Nach knapp 26 Minuten stieg sie als erste Frau aus dem Wasser und konnte einen Vorsprung von knapp einer Minute auf die Verfolgerin Vanessa Raw herausschwimmen. Eine weitere Minute später erreichte Emma Pallant als Dritte die erste Zeitmessung.

Bertrand Billard setzt sich ab

Nach dem Schwimmen hatte der Franzose noch über anderthalb Minuten Rückstand auf die Spitze, beim Erreichen der T2, war er bereits der Gejagte. Zu Beginn des Radfahrens, war noch eine große Gruppe von 12 Athleten beisammen. Der Ungar David Hanko und Horst Reichel übernahmen recht früh die Führungsarbeit. Mit in dieser Gruppe befanden sich auch Ivan Rana und Peter Kerr, zwei weitere Favoriten für den Tagessieg. Bei Kilometer 28 war Billard schon bis auf Position zwei, hinter Reichel, herangefahren.

Ingo Kutsche, frei

Reichel weiter mit Führungsarbeit

Billard hielt sich nicht lange hinter Reichel auf. Bei der 40 Kilometermarke hatte er bereits einen Vorsprung von 55 Sekunden auf die vierköpfige Verfolgergruppe. In dieser Gruppe versuchte der Deutsche den Abstand zum davoneilenden Franzosen möglichst gering zu halten. Eine weiter Gruppe um Rana hatte zu diesem Zeitpunkt rund zwei Minuten Rückstand auf den Führenden. Bis zur zweiten Wechselzone konnte der Franzose, mit nur 01:57:06 Stunden auf dem Rad, die Führung auf den starken Läufer Reichel auf 3:21 Minuten ausbauen. Rana hatte beim Erreichen T2 bereits knapp sieben Minuten auf den Führenden verloren.

Führungswechsel bei den Frauen

Bis Kilometer 25 dauerte es ungefähr, bis Carina Brechters ihre Führung abgeben musste. Mit einer starken Radperformance setzte sich die Österreicherin Lisa Huetthaler früh ab. Bereits 48 Sekunden konnte die Österreicherin, auf der Sightseeing-Radstrecke durch die ungarische Hauptstadt, bis Kilometer 38 gut machen. Anschließend verlor Brechters die Fühlung zum Spitzenfeld der Damen. Nach 02:44:53 stieg die Österreicherin als erste Frau vom Fahrrad. Sie hatte sich für die letzte Disziplin ein Polster von 3:52 Minuten auf die ihr folgende Ungarinnen Halász und Csomor errbeitet.

Zymetsev stürmt Richtung Podium

Auf der abschließenden Laufrunde konnte Reichel Sekunde um Sekunde auf den Führenden gut machen. Doch auf Zymetsev, der nach dem Radfahren bereits sieben Minuten auf den Führenden verloren hatte, machte ordentlich Boden gut. Bei Kilometer zehn hatte er bereits zweieinhalb Minuten aufholen können. Zum Ende des Rennens wurde die Luft für Billard gehörig eng. Reichel kam ihm immer näher. Schlussendlich konnte er sich mit einem Vorsprung von 35 Sekunden ins Ziel retten. Für Zymetsev reichte es auch nicht mehr für das Podium, trotz starker Laufleistung verpasste er dieses um 50 Sekunden.

Extrem starke Britin

Lukas Bartl, freiIm Frauenrennen machte Emma Pallant von Beginn an mächtig Druck auf der Laufstrecke. Sie konnte ihren Rückstand nach T2 von 4:24 Minuten bis zur fünf Kilometermarke um fast zwei Minuten verkürzen. Sie war ab diesem Zeitpunkt die schärfste Konkurrentin der führenden Österreicherin. Bis Kilometer 10 sah es auch so aus, als würde Huetthaler auf der Laufstrecke noch ernsthafte Probleme bekommen, ab diesem Zeitpunkt konnte sie jedoch den Abstand zur Zweiten konstant halten und am Ende den Sieg feiern. Nach 4:06:36 erreichte die Österreicherin die Ziellinie.

Ergebnisse Männer:

  1. Bertrand Billard, 3:41:11
  2. Horst Reichel, 3:41:46
  3. Ivan Tutukin, 3:43:05
  4. Viktor Zyemtsev, 3:43:55
  5. Daniil Sapunov, 3:43:59

Ergebnisse Frauen:

  1. Lisa Huetthaler, 4:06:11
  2. Emma Pallant, 4:09:11
  3. Anna Halász, 4:11:55
  4. Vanessa Raw, 4:14:34
  5. Erika Csomor, 4:15:54

Zu den Ergebnissen.

Fotos: Markus Langheinrich, Ingo Kutsche, triathlon.de

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