Du bist hier: Triathlon Portal - triathlon.de > race > Interviews > Interviewserie: 15 Fragen an… Yvonne Van Vlerken

Interviewserie: 15 Fragen an… Yvonne Van Vlerken

30. August 2016 von Christian Bottek

Ingo Kutsche,   frei15 Fragen an… „The flying blonde Dutchgirl“! Yvonne van Vlerken stand uns Rede und Antwort. Die in Vorarlberg lebende Niederländerin erzielt in diesem Jahr bereits wieder gute Ergebnisse. Neben der Challenge Rimini, konnte sie auch die Challenge Wanaka für sich entscheiden. Erst kürzlich stand sie bei der Challenge Turku ebenfalls ganz oben auf dem Treppchen. Jetzt stehen bei „Vonsy“ alle Zeichen auf Kona. Derzeit bereitet sie sich in Boulder auf die anstehende WM vor. Wie Yvonne ihre Vorbereitung, gerade ihre letzten 24 Stunden vor einem Wettkampf gestaltet, lest ihr unter anderem in unserem Interview.


Triathlon Anzeigen

1. Wie sehen die letzten 24h vor deinem Wettkampfstart aus?

Die sehen immer ziemlich genau gleich aus. Ich mache am liebsten noch eine kurze Radeinheit mit kleinen Intervallen und anschließendem Koppellauf. Das Ganze noch vor dem Frühstück. Anschließend genieße ich ein großes, leckeres Frühstück mit Brötchen und Nutella. Dann richte ich mein „Zeug“, sodass ich pünktlich zum Mittag meinen Mittagsschlaf machen kann. Meistens schwimme ich dann nochmal kurz, bevor es dann zum Bike-Check-in geht. Am liebsten koche ich ziemlich früh, dass ich ungefähr zwischen 17:00 Uhr und 17:30 Uhr essen kann. Die letzten 24 Stunden versuchen mein Partner und ich auch das Training alleine zu machen, alles weitere machen wir gemeinsam. Dabei gibt es auch einige Rituale…

2. Spezielle Marotten?

Ich brauche unbedingt eine Wanne! Am Tag vorm Wettkampf nehme ich immer ein Bad, mit feinen Badesalzen und so weiter. So entspanne ich ein wenig, bevor ich mir meine Beine mit Chin Min Öl massiere, mein absoluter Favorit. Anschließend zieh ich dann die Omotion Kompressionsstrümpfe über. So bin ich mir zu 99% sicher, dass ich am nächsten Tag gute Beine habe.

3. Dein schönster Wettkampf?

Challenge Roth von der Atmosphäre her. Von der Strecke ausgehend gibt’s da einige, Challenge Wanaka scored sicher ganz hoch.

Ingo Kutsche, frei

4. Duathlon oder Swim and Run?

Duathlon, ich kann ja meine Paradedisziplin nicht ausfallen lassen :-) Dazu bin ich mehrfache Europa- und Weltmeisterin im Duathlon, da war die Antwort wohl klar ;-)

5. Wie sieht deine Wettkampfernährung aus?

Sehr unkompliziert. Vor dem Start nehme ich gerne Molkeriegel und ca. 20 Minuten vor dem Start ein Gel, beides von Ultrasports. Während des Rennens nehme ich dann nur meine eigene Verpflegung und Wasser zu mir. Am Ende verwende ich, gerade beim Laufen, auch gerne etwas Cola.

6. Lieblingsdisziplin?

Habe ich nicht, ich liebe alle drei Disziplinen. Deshalb liebe ich auch Triathlon :-)

Lukas Bartl, frei

7. Dein Trainingstipp bei Regenwetter?

Man muss es nehmen, wie es ist. Schließlich hat man auch mal im Wettkampf Regen, es ist also ein gutes Training. Wenn es zu häufig oder stark regnet, kann man vielleicht mal eine Einheit nach innen verlegen. Gerade Radtraining im strömenden Regen bringt vielleicht nicht den erwünschten Trainigseffekt, noch dazu herrscht erhöhte Erkältungsgefahr und auch die Gefahr von Plattfüßen ist höher, das kann böse Folgen haben.

8. Lieblings Trainings-Location?

Mir gefällt es fast überall, egal ob zuhause in Vorarlberg, in Holland, Leipzig, Australien oder wo ich gerade auch bin. Zuhause ist aber mit Sicherheit der Bregenzerwald meine Lieblingslocation zum radeln.

9. Wie beschleunigst du deine Regeneration?

Hast du Zeit? :-)

Gute Ernährung und ein extra Proteinshake von Ultrasports; viel Schlafen; etwas mehr Biestmilch, als normal; jeden Tag schwimmen; meine Idenixx Kühlbekleidung (vor allem die für Oberschenkel und Wade); meine Omotion Kompressionsstrümpfe und Oberschenkelteile; meine Normatec-Boots; Massagen (wenn möglich direkt nach dem Rennen, sonst zwei Tage später); warm-kalt-Bäder; viele Stunden in der Badewanne entspannen (mit verschiedenen Salzen und Ölen); leichtes Training.

10. Auf welches Training würdest du am liebsten verzichten?

Auf die ganz harten Einheiten, die so richtig übel weh tun. Wenn ich ohne diese auch so schnell sein könnte, wäre ich sofort dabei!

11. Alkoholfreies oder Iso-Drink?

Keins von beiden, lieber ein Apfelsaft von Pfanner :-)

12. Dein peinlichstes Erlebnis während eines Triathlons?

Einmal habe ich vergessen, nach dem Radfahren den Helm abzusetzen. Ich habe dann die Wechselzone mit Helm verlassen… :-( Die Helme von Rudy Project sind aber auch verdammt leicht… ;-)

13. Dein bester Tipp für Einsteiger?

Macht nur das, was wirklich Spaß macht!

14. Elektronisch oder mechanisch?

Elektronisch. Es hat zwar gedauert, bis ich überzeugt war, aber jetzt NIE wieder anders.

15. Was ist dein Musiktipp fürs Lauftraining?

Ich höre eher wenig Musik beim Laufen. Nur bei den Einheiten, die richtig weh tun, lenke ich mich gerne durch Lieder wie „Eye of the Tiger“, etc. ab.

Vielen Dank für das Interview und weiterhin alles Gute!

Zu den weiteren Interviews der Serie 15 Fragen an…

Fotos: Ingo Kutsche, Lukas Bartl

Triathlon.de Anzeigen
 
Zum Triathlon.de Newsletter anmelden