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Vizeweltmeister Steffen Justus: Der Fokus 2011 liegt auf London

8. April 2011 von Meike Maurer

Der deutsche Triathlet Steffen Justus erkämpfte sich in der Saison 2010 den Vizeweltmeistertitel bei der ITU-World-Championship-Series und wurde damit bester Deutscher. pebe sport sprach mit Steffen Justus über seine Erinnerungen an 2010, den aktuellen Stand der Vorbereitungen und die Ziele für 2011.


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Steffen – rückblickend auf die vergangene Saison – wie waren deine Ziele, wie lief die Vorbereitung und speziell auch deine Wettkämpfe?

Die Saisonvorbereitung für 2010 verlief für mich eher schwierig. Ich hatte im November/Dezember einen Bundeswehrlehrgang und konnte deswegen auch erst Anfang Januar richtig in das Training einsteigen. Im März erkrankte ich an Gürtelrose und musste für circa vier Wochen mein Training reduzieren. So war meine Ausrichtung eher auf das Saisonende fokusiert. Das Ziel meines Trainers und mir war dann, zu zeigen,dass ich mich auch auf einzelne Rennen konzentrieren kann und dort alles aus mir heraushole. Das hat ganz gut geklappt und ich konnte mich im Verlauf der Saison von Rennen zu Rennen weiterentwickeln und beim Höhepunkt in Budapest zeigen, was ich drauf hab.

Wie lagen deine Prioritäten bezüglich der WM-Serie? Hast du mit einem Platz auf dem Podium geliebäugelt?

In die Weltmeisterschaftsserie bin ich erst beim zweiten Rennen in Seoul eingestiegen und dort wusste ich nach der holprigen Vorbereitung nicht so richtig, wo ich stehe. Letzten Endes war ich selbst überrascht, dass ich mit einem vierten Platz so super gestartet bin. Bei den folgenden Rennen in Madrid, Hamburg und London lief es auch sehr gut für mich und mit den Plätzen fünf, acht und neun konnte ich mich in der Gesamtwertung ziemlich weit nach vorne schieben. So kam sogar das Podium in Reichweite.

In Kitzbühel, dem letzten Rennen vor dem Finale, wollte ich mein Ranking weiter verbessern und so die Ausgangslage in der Gesamtwertung für Budapest festigen. Leider habe ich mir dort zu viel Druck aufgebaut und das Rennen endete mit einem zwanzigsten Platz.

In Budapest hatte ich dann einfach nur das Ziel, das bestmögliche Tagesergebnis herauszuholen und zu schauen, was dann in der Serie passiert, aber natürlich hatte ich die Gesamtwertung auch noch ein wenig im Hinterkopf.


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