Du bist hier: Triathlon Portal - triathlon.de > Training & Wettkampf > Interview > Interview mit Sonja Tajsich:
Triathlon als Familienprojekt

Interview mit Sonja Tajsich:
Triathlon als Familienprojekt

9. März 2011 von Christine Grammer

Das Interview entstand Mitte Februar im Trainingslager von Sonja Tajsich auf Lanzarote am Hafen von Costa Calero. Christine Grammer interviewte Sonja zu Themen wie dem „Triathlon-Familienunternehmen Tajsich“ und die Bedeutung von mentalem Training bei Sonja.


Triathlon Anzeigen

Chistine: Hallo Sonja. Zuallerst gratuliere ich dir zu deinem Saisoneinstand beim 70.3 in Südafrika 2011. Für dich war es ja ein sehr früher Saisoneinstieg. Die letzten zwei Jahre bist du mit dem Ironman Südafrika im April gestartet. Was waren hierfür die Gründe?

Sonja: Wir haben uns gedacht, dass wir eine neue Trainingstruktur und neue Reize setzen wollen. Ich habe bisher immer drei Ironman-Rennen im Jahr gemacht. Ich wollte gerne etwas Neues ausprobieren und möchte über die 70.3 Rennen mehr Tempohärte gewinnen.  Ich tu mir generell auch leichter, früher in die Saison reinzufinden, wenn ich ein konkretes Ziel habe.

Christine: Deine momentane Stärke ist ja das Laufen und dass du beim Marathon bzw. Halbmarathon hinten raus schneller wirst. Das war ja in Südafrika beim 70.3 mit der besten Laufzeit ebenfalls der Fall. Wo siehst du am meisten Verbesserungspotenzial in den einzelnen Disziplinen und woran wird 2011 besonders gearbeitet?

Sonja: Ich werde besonders am Schwimmen arbeiten. Ich habe das Gefühl, dass der Knoten bald platzt. Ich habe letztes Jahr schon gesehen welche Fortschritte ich durch das Training gemacht habe. Wenn Ich alles gut umsetze, dann hoffe  ich,  noch weniger Rückstand nach dem Schwimmen zu haben. Ich hatte letztes Jahr das Gefühl, ein bisschen an Radperformance verloren zu haben. Daran wird ebenfalls hart gearbeitet, die Radform,  die ich schon hatte, wieder zu bekommen. Beim Laufen bin ich zufrieden, habe aber auch sicherlich noch Luft nach oben. Mein Trainer (Ralf Ebli) meint auch, dass ich noch so viele Steigerungsmöglichkeiten über die Umfänge habe, dass ich mir keine Sorgen machen muss.

Christine: Du bist ja seit Ende des Jahres 2010 Mitglied des Teams Erdinger Alkoholfrei. Was hat dich zu diesem Schritt bewogen? Was erhoffst du dir davon?

Sonja: Es war total schön ich wurde angesprochen, ob ich mir das vorstellen könnte, für dieses Team zu starten. Es ist eine sehr große Ehre für mich, da es ein sehr tolles Team ist und Erdinger Alkoholfrei sich sehr stark im Sport engagiert . Man wird auch ganz anderes wahrgenommen, das stelle ich jetzt schon fest.

Chistine: Du bist ja in der glücklichen Lage, dass du als Vollprofi arbeiten kannst. Viele Triathletinnen und Triathleten sagen ja immer, wie schwer es sei gute Sponsoren zu bekommen und davon auch wirklich leben zu können. Warum funktioniert das Projekt Sonja Tajsich so gut? Wer steht hinter dir?

Sonja: Das Ganze funktioniert deswegen so gut, weil es ein Familienprojekt ist. Es war ja damals mein Mann, der mich dazu bewogen hat, wieder anzufangen. Er hat mich motiviert wieder loszulegen und hat mein Potenzial erkannt. Er steht hinter mir. Unsere Tochter Lisa ist total easy und macht das alles gerne mit. Es läuft alles sehr glatt und ist gut durchorganisiert.


Seite: 1 2
Christine Grammer Triathletin mit Leib und Seele. Die gebürtige Österreicherin absolviert regelmäßig Triathlons und Duathlons bis hin zur Mitteldistanz. Zu den größten Erfolgen gehören 16 Österreichische Meisterschaftsmedaillen, Top 10 Ergebnisse bei 70.3 Wettkämpfen und 3 Altersklassen-EM Medaillen. Beruflich versucht sie Breitensportler bis hin zum Leistungssportler mit Trainingsplanung und Präventionskurse an den Sport heranzuführen bzw. schneller zu machen. Nähere Infos unter www.christinegrammer.de
Triathlon.de Anzeigen
 
Zum Triathlon.de Newsletter anmelden