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Interview mit Kristin Möller: „Ich werde den Ironman 70.3 Mallorca nicht mit angezogener Handbremse bestreiten“

4. Mai 2016 von Christine Waitz

Kristin Möller,   freiKristin Möller startet ihre Saison am Wochenende beim Ironman 70.3 Mallorca. „Ich habe mich zurückgekämpft und bin bereit,“ gibt sich die Fränkin zuversichtlich. Den Vorbereitungswettkampf will sie trotz Verletzungs- und Krankheitspech in den letzten Monaten mit Vollgas angehen. Wir haben uns mit ihr unterhalten.


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Ihre sportliche Kariere begann die 32-jährige als Hindernisspezialistin, der internationale Durchbruch dort wurde nur durch eine hartnäckige Verletzung verhindert. Wenn es aktiv nicht klappt, dann konzentriere ich mich eben anderweitig auf den Sport, dachte sich Kristin Möller, und begann ihr Sportstudium an der Uni Erlangen.
Ganz ohne Bewegung kam das Energiebündel jedoch nicht aus. 2008 finishte sie deshalb ihren ersten Triathlon – laufen allein war ihr zu langweilig geworden. Drei Jahre später gewann sie ihren ersten Ironman. Mittlerweile hat sie drei solcher Sieger-Trophäen zu Hause stehen.

Kristins Spezialität? Das Laufen. Damit will sie auch beim anstehenden Saisonauftakt Plätze gut machen. Wir haben uns mit ihr unterhalten.

Hallo Kristin,
in der vergangenen Saison wurdest du beim Ironman 70.3 Mallorca Sechste. Wie liefen die Vorbereitungen auf das Wettkampfjahr 2016, auch im Vergleich zum letzten Jahr?

Die Vorfreude auf den 70.3 Mallorca hat mich schon gepackt. Nicht nur körperlich, sondern auch mental bin ich bereit einen Wettkampf zu machen, nachdem ich mich die letzten Wochen erfolgreich ins Training zurück gekämpft habe. Verletzungs- und krankheitsbedingt hatte ich in den letzten Monaten immer wieder mein Training unterbrechen müssen. Mein Laufgefühl kehrt nun langsam auch zurück.

Kristin Möller, freiWie schätzt du deine Chancen dieses Mal ein?

Der 70.3 auf Mallorca ist in erster Linie ein Vorbereitungswettkampf. Aber wie bei jedem Wettkampf, werde ich auf Mallorca nicht mit angezogener Handbremse das Rennen bestreiten, sondern alles geben. Welcher Platz am Ende möglich ist, kann ich nicht einschätzen.

Wie sieht dein weiterer Rennkalender in diesem Jahr aus? Was ist dein großes Ziel?

Meine Planungen sind auf den Ironman Brasilien und den Ironman Frankfurt ausgerichtet. Letztes Jahr habe ich das Hawaii Feeling schon vermisst und möchte es heuer vor Ort als Aktive wieder selbst erleben.

Wer wird deiner Meinung nach auf der Baleareninsel deine heißeste Konkurrenz sein?

Wenn die amtierende Olympiasiegerin, eine dreifache Ironmanweltmeisterin und die Ironman 70.3 Europameisterin am Start sind, ist diese Frage nicht schwer zu beantworten.

Auch das Starterfeld der Profi-Herren lässt wieder auf ein spannendes Rennen hoffen. Mit dabei auch Timo Bracht und Andreas Dreitz, Bart Aernouts, Alessandro Degasperi und Tim Don. Wer könnte deiner Meinung nach im Herrenrennen die Nase vorn haben?

Tim Don gewann in den letzten Jahren fast jedes seiner Rennen auf der Halbdistanz, aber Andi (anm. d. Red. Dreitz) ist gerade auf Mallorca eine Macht. Könnte sehr spannend werden…

Wo denkst du, wird das Rennen entschieden? Gibt es Passagen auf der Strecke, auf welchen eine Vorentscheidung möglich, beziehungsweise wahrscheinlich ist?

Eine mögliche Vorentscheidung könnte der Anstieg zum Kloster Luc sein. Aber entscheidend wird sein, sich das Rennen gut einzuteilen, denn nach dem Kloster ist das Rennen noch lange nicht vorbei.

Was macht die Rennen auf Mallorca aus und warum kommen deiner Meinung nach so viele Altersklassenathleten Jahr für Jahr für diese Wettkämpfe auf die Baleareninsel?

Mallorca ist eine der beliebtesten Urlaubsinseln der Deutschen, landschaftlich reizvoll und in Verbindung mit dem Wettkampf für die ganze Familie eine Urlaubsreise wert. Sehr angenehm ist die mit dem Flugzeug recht entspannte und nicht allzu lange Anreise. Für die Wahl dieses Wettkampfes spricht, dass viele Altersklassenathlethen die Wettkampfstrecke von Trainingsausfahrten in den Trainingslagern oder Urlauben kennen.

Vielen Dank für das Interview und einen erfolgreichen Start in die Saison!

Foto: Kristin Möller

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