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Interview mit Horst Reichel: „Der Druck ist jetzt deutlich höher“

5. Februar 2013 von Christine Waitz

Foto: Horst Reichel,   frei2012 war das erfolgreichste Jahr von Horst Reichels Karriere. Drei internationale Podiumsplatzierungen lassen den 30-jährigen Darmstädter selbstbewusst in die Saison gehen. In seinem Navigationssystem ist die Road to Kona gespeichert. Wohin ihn der Weg bis dahin führt, was der Abschied vom Team 21run.com für ihn bedeutet und vieles mehr konnten wir ihn fragen.


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Zu Beginn des Jahres hast du deinen Ausstieg aus dem Team 21run.com bekannt gegeben. Bist du doch eher Einzelsportler als Teamathlet, oder was hat dich zu dieser Entscheidung bewogen?

Das letzte Jahr war sehr spannend im 21run.com Triathlon Team. Ich habe vor allen Dingen viel von den Erfahrungen meiner Teamkollegen lernen können. Ein weiterer Lernprozess war aber auch, dass der faire Umgang mit den Athleten seitens des Teammanagements stimmen muss.
Den habe ich im Laufe des Jahres nicht mehr erkennen können und das war schlußendlich der Grund das 21run.com Triathlon Team zu verlassen. Ich finde den Teamgedanken im Triathlon immer noch sehr gut. Sponsoren und Athleten können dabei gegenseitig sehr viel voneinander profitieren.

Im letzten Jahr hast du beim Triathlon Ingolstadt einen neuen Streckenrekord aufgestellt. Für dieses Jahr hast du deinen Start bereits zugesagt. Welche Herausforderung siehst du noch?

Natürlich die Titelverteidigung. Der Veranstalter Gerhard Budy hat schon angekuendigt auch dieses Jahr wieder hochkarätige Konkurrenz an die Startlinie zu bringen. Ich freue mich schon riesig darauf.

Foto: Horst Reichel, freiWas gefällt dir am Triathlon Ingolstadt besonders gut?

Das Organisationsteam hat mich letztes Jahr überzeugt. Dazu eine kleine Anekdote: Ich hatte  45 Minuten vor dem Start mein Rennequipment bestehend aus Radschuhen, Laufschuhen, Neo, Schwimmbrille, Verpflegung und Startnummernband in meinem Auto eingeschlossen – Autoschluessel inklusive. Aber innerhalb kürzester Zeit hat es die Orga geschafft, mir Erstatzmaterial bereitzustellen – einfach Weltklasse! Dann habe ich das Rennen gewonnen vor Michi Goehner und Co. Daneben bietet der Triathlon Ingolstadt auch eine tolle und faire Streckenführung.

In deinem Navi ist die „Road to Kona“ geladen. Wo führt dich die Route auf diesem Weg noch hin?

Ich werde am 14.04. beim Ironman Südafrika starten. Danach entscheide ich ausgehend vom Kona Pro Ranking ob, bzw. welches Langdistanzrennen ich im Sommer bestreiten werde. Wichtig dabei ist, dass dem Akku meines Navis nicht frühzeitg der Saft ausgeht!

Im letzten Jahr hattest du das stärkste Jahr deiner Karriere. Da startet man natürlich hoch motiviert in die Saison. Das bringt Chancen, aber natürlich auch Gefahren mit sich. Wie gehst du mit dem gestiegenen Druck um?

Der Druck ist jetzt deutlich höher als sonst. Nach der tollen letzten Saison möchte man natürlich an diese Erfolge anknüpfen. Sponsoren erwarten jetzt mehr und auch ich will mich weiter steigern. Nun war aber mein letztes Rennen der Ironman Western Australia vor circa sechs Wochen und ich muss mich gedulden, nicht zu früh zu hart zu trainieren. Ich vertraue da ganz auf die Erfahrungen meines Trainers Ralf Ebli. Er kennt mich sehr gut und weiß ganz genau, was ich mir zumuten kann. Wichtig ist für mich in erster Linie gesund und verletztungsfrei zu bleiben. Momentan bin ich auf Fuerteventura im Trainingslager um die ersten Trainingsstunden in lockerer Geselligkeit zu absolvieren.

Vielen Dank für das nette Interview und beste Gruesse in die Heimat!

Zur Homepage von Horst Reichel.

Zur Homepage des Triathlon Ingolstadt.

Fotos: Horst Reichel

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