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Nach dem Triathlon ist vor dem Triathlon

Interview mit Gerhard Budy:
Nach dem Triathlon ist vor dem Triathlon

4. Januar 2012 von Ralph Schick

Gerhard Budy ist nicht nur Veranstalter des Triathlon Ingolstadt, sondern im Hauptberuf Polizist. Nebenbei arbeitet Budy als Personal Trainer und engagiert sich beim Bayerischen Triathlon Verband als Breitensportwart. Gerhard Budy ist ein echter Tausendsasser. Wie man so ein Pensum unter den Hut bekommen kann, hat uns Budy im Interview verraten.


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Hallo Herr Budy, herzlichen Glückwunsch zu ihrer tollen Veranstaltung, dem Triathlon Ingolstadt. Im ersten Jahr 2010 waren bereits 1.100 Starter in Ingolstadt am Start. In 2011 waren es dann schon 1.700 Starter. Was ist ihr Erfolgsrezept, dass Sie so viele Athleten in so kurzer Zeit für ihre Veranstaltung begeistern konnten?

Schwimmstart in Ingolstadt

Die Leute haben anscheinend nur darauf gewartet, dass der Triathlon in Ingolstadt wieder ein „Revival“ erlebt. Und um ehrlich zu sein, die Veranstaltung 2010 war ursprünglich sogar nur für 500 Teilnehmer ausgelegt. Nachdem wir aber nach Öffnung des Meldeportals innerhalb von ein paar Tagen „ausverkauft“ waren, habe ich auf 1.100 Plätze aufgestockt und die Plätze waren innerhalb kürzester Zeit weg. Nach über 2 Jahren intensiver Vorbereitung, war das die Bestätigung dafür, dass ich auf dem richtigen Weg bin.

Ingolstadt bietet natürlich super Voraussetzungen für einen Triathlon. Ingolstadt ist ziemlich genau der geografische Mittelpunkt Bayerns und istsehr gut zu erreichen. Geschwommen wird in dem durch Kiesabbau entstandenen Baggersee, der am Rande der Innenstadt in einem unbeschreiblich schönen Naherholungsgebiet liegt. Die Radstrecke der Jedermann und der Olympischen Distanz sind so geplant, dass keine eintönigen Mehrfachrunden gefahren werden müssen. Ferner ist die Radstrecke während des Wettkampfes komplett für den öffentlichen Verkehr gesperrt. Auf der Mitteldistanz sind zwei Runden zu fahren, da die Radstrecken aber durch eine landschaftlich abwechslungsreiche Gegend führen, wird bei unseren Triathleten bestimmt keine Langeweile aufkommen. Na ja und das Laufen findet wieder am Baggersee statt –und da kommen die Sportler bis zu viermal an den Zuschauern vorbei- was natürlich auch wieder ideal ist, um Familie, Freunde oder Arbeitskollegen anzufeuern.

Wie viele Athleten werden wir in 2012 am Start sehen?

Der Triathlon Ingolstadt 2012 ist für bis zu 1.700 Teilnehmern ausgerichtet.

Was gibt es Neues beim Triathlon Ingolstadt 2012?

2012 wird es in Ingolstadt neben der Jugend und Jedermanndistanz (Sprintdistanz) sowie dem olympischen Triathlon erstmals eine Mitteldistanz geben. Da heißt es zwei Kilometer Schwimmen, 80 Kilometer Radfahren und 21 Kilometer Laufen. Ich wollte eine Mitteldistanz anbieten, da es dieses Rennformat in Bayern nicht so oft gibt.

Dieses Jahr gab es bereits einen Staffelwettbewerb auf der Olympischen Distanz, 2012 kommen noch Staffeln auf der Mitteldistanz dazu. Wir haben einige Ingolstädter Unternehmen für den Staffelwettbewerb begeistern können und so wird es 2012 etliche Firmenstaffeln geben. In jedem Unternehmen gibt es doch ambitionierte Läufer und Rennradler. Nur die Suche nach einem Schwimmer gestaltet sich häufig etwas schwieriger. Da muss dann doch etwas länger gesucht und kräftiger motiviert werden. Die Unternehmen nutzen die Möglichkeit sich mal von einer ganz anderen Seite zu präsentieren.

Wann beginnen Sie mit den Vorbereitungen für den Triathlon?

Nach dem Triathlon ist vor dem Triathlon. Unmittelbar nach der Veranstaltung wird es zwar kurzfristig etwas ruhiger, aber da sind die ganzen Nacharbeiten zu machen und dann geht es sofort mit voller Kraft weiter.
Ich habe eine hohen Anspruch an meine Veranstaltung . „Premium oder gar nicht“ und da versteht es sich von selbst, dass wir da eigentlich „durcharbeiten“

Kommen Sie bei der Belastung Job, Verband, Veranstalter überhaupt noch selber zum Trainieren?

Den Triathlonsport betreibe ich seit 1989 ambitioniert. Ich habe in meinem Beruf einen 42 Stunden Job. Natürlich komme ich durch diese Aufgaben , die ich in meiner Freizeit ausübe, wie BTV-Breitensportbeauftagter, Triathlonorganisation, Kampfrichtertätigkeit etc. bei weitem nicht mehr so viel zum Trainieren. Trotzdem versuche ich natürlich mit meinem zur Verfügung stehenden knappen Zeitbudget angemessen zu trainieren. Podestplätze sind für mich nicht mehr wirklich wichtig. Triathlon soll mir nach wie vor auch weiterhin Spaß machen. Das möchte ich auch an die Neulinge bzw. Breitensportler weitergeben. Für mich war es vor allen Dingen wichtig als Breitensportbeauftragter beim BTV den Triathlonsport in Ingolstadt mehr präsent zum machen und die Leute zu begeistern. Dies ist mir auch gelungen. Die örtlichen Triathlonvereine verzeichnen große Zuwachsraten an Mitgliedern und der BTV an Startpassinhabern.

Nebenbei arbeite ich noch als Personal-Trainer im größten Fitness Studio in Ingolstadt im Lifepark Max , wo ich meine Leidenschaft rund um den Triathlon (Schwimmen, Radfahren, Laufen) auch an die Mitglieder weiter geben kann.

Planen Sie auch irgendwann eine Langdistanz zu organisieren?

Nein, das ist nach dem aktuellen Stand nicht geplant. Dazu gibt es schon zu viele Veranstalter in Bayern, die dieses Rennformat anbieten.

Vielen Dank für das Gespräch

Zur Website des Triathlon Ingolstadt

Fotos: Triathlon Ingolstadt

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