Du bist hier: Triathlon Portal - triathlon.de > Wettkampf > Interview1 > Interview mit Franziska Scheffler: „Mallorca ist meine Insel“

Interview mit Franziska Scheffler: „Mallorca ist meine Insel“

9. Mai 2015 von Lukas Bartl

Lukas Bartl,   freiMit ihren 25 Jahren ist sie bereits mehrfache deutsche- und zweifache Europameisterin im Duathlon. Vor einigen Wochen gelang es Franziska Scheffler ihren Europameistertitel bei der ETU Powerman EM in den Niederlanden erfolgreich zu verteidigen. Nun wagt sich die gebürtige Solingerin auch im Triathlon einen Schritt weiter. Sie startet beim Ironman 70.3 Mallorca das erste mal über die Halbdistanz. Wir haben sie am Tag vor dem Rennen getroffen und durften ihr einige interessante Fragen stellen.


Triathlon Anzeigen

Hallo Franziska, vor drei Wochen konntest du deinen Europameistertitel erfolgreich verteidigen und bist zudem auch erneut deutsche Meisterin im Kurzdistanz Duathlon geworden. Wie schwer stecken dir die beiden Rennen noch in den Beinen?

Ich bin danach noch in Madrid über die Kurzdistanz gestartet und das Rennen war nicht so toll. Ich habe dann noch ein drittesRennen bei mir in Mettmann gemacht und habe gemerkt, dass das schon an die Substanz ging. Die letzten beiden Wochen habe ich noch gut genutzt um mich zu erholen und fühle mich jetzt wieder richtig Fit.

Wie und wo hast du dich speziell auf deine erste Halbdistanz vorbereitet?

Im Februar war ich im Trainingslager auf Lanzarote im Club La Santa. Später dann nochmal zwei Wochen auf Mallorca, in der nähe von Palma.

Werden wir dich in Zukunft häufiger über die Halbdistanz starten sehen oder bleibt der Fokus doch weiterhin auf den kurzen Distanzen?

Das weiß ich ehrlich gesagt noch nicht. Ich wollte es jetzt einfach einmal machen, weil es mich immer schon gereizt hat. Speziell auf Mallorca, weil ich die Trainingslager hier immer total super fand. Ich denke nicht, dass es das letzte Rennen sein wird aber ich werde mich jetzt noch nicht festlegen in welche Richtung ich gehen möchte.

IMG_9754Was dürfen wir morgen von dir erwarten?

Ich habe mit meinem Trainer abgesprochen, dass wir das Rennen zunächst einmal relativ defensiv angehen wollen. Einfach um nicht beim ersten längeren Rennen am Ende einzubrechen. Wir wollen lieber nach dem Rennen sagen können, dass man zum Beispiel auf dem Rad hätte etwas mehr machen können. Platzierungsmäßig kenne ich mich in dieser Szene noch gar nicht aus. Ich möchte für mich ein gutes Rennen machen, das ist das Ziel!

Warum hast du dir gerade den 70.3 Mallorca als erste Halbdistanz ausgesucht?

Ja, Mallorca habe ich mir ausgesucht, weil ich gemerkt habe, dass es einfach meine Insel ist. Ich finde die Trainingslager super und liebe die Gegend. Hoch nach Lluc, eine bergige Radstrecke, ist für mich natürlich auch gut. Aus diesen Gründen habe ich mir Mallorca ausgesucht.

Wen siehst du morgen in der Rolle des Favoriten/ der Favoritin?

Wie gesagt, ich kenne mich in der Szene noch überhaupt nicht aus. Ich habe mich mit der Konkurrenz nahezu gar nicht befasst. Deshalb weiß ich überhaupt nicht, welche Männer und Frauen da Top gesetzt sind. Ich lasse es einfach mal auf mich zukommen.

Wie sieht es mit deinem Start bei der 70.3 DM im Kraichgau aus?

Das werde ich nach dem Rennen hier entscheiden. Je nachdem ob es mir Spaß gemacht hat. Wenn ich sage 70.3, das ist es, dann möchte ich auf jeden Fall im Kraichgau starten. Wenn ich aber sage, die längeren Sachen sind nichts für mich, ich möchte doch lieber wieder die kürzeren Sachen machen, dann starte ich im Kraichgau beim Bundesligarennen. Aber vermutlich schon eher die Mitteldistanz.

Wie ist deine Meinung zur Entscheidung, den Powerman Falkenstein und damit die DM auf Duathlon Sprint- und Langdistanz, wegen zu geringer Anmeldezahlen, abzusagen?

Sowas ist natürlich immer sehr schade, wenn Leute sich darauf vorbereiten und für diese Rennen ihre Planungen machen. Andererseits, habe ich letztes Jahr in Cottbus gemerkt, dort war eine DM mit nur zwei Teilnehmern, dass so etwas dann auch keinen Sinn und Spaß macht. Es gibt natürlich ein Für und Wieder. Ich würde aber nicht grundsätzlich sagen, dass man es so schlecht auffassen sollte. Bei so wenigen Teilnehmern, macht es den  Athleten auch nicht wirklich Spaß.

Fotos: Lukas Bartl

Triathlon.de Anzeigen
 
Zum Triathlon.de Newsletter anmelden