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Interview mit Faris Al-Sultan: Vorn ist immer gut

2. Juli 2011 von Ralph Schick

Wir haben mit einem gut gelaunten Faris Al-Sultan, dem Ironman Hawaii-Sieger von 2005, gesprochen und ihn zum Garmin Alpen-Triathlon am Schliersee befragt. Die Form passt und er hat uns seine Ziele für die weitere Saison verraten. Aber lest einfach selbst.


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Hallo Faris, herzlichen Glückwunsch zum Sieg beim Sylt-Triathlon. Wie ist denn im Moment deine Form?
Grundsätzlich ist die Form eigentlich gut. Ich bin jetzt ein bissl angenutzt vom Triathlon auf Sylt (Al-Sultan hatte letztes Wochenende gewonnen, Anm.d.Red.) und der Reiserei. Aber ich hoffe mal, dass ich mich bis Samstag wieder erhole.

Was ist dein Ziel für den Garmin Alpen-Triathlon Schliersee?
Vorn, vorn ist immer gut. Es ist schwierig…also siegen will ich natürlich gern. Das will jeder Athlete, wenn er an den Start geht. Das ist aber auch ganz schwierig, weil man immer auf die Konstellation in den Bundesliga-Rennen schauen muss. Also wenn das jetzt ein normaler Triathlon wäre, dann kann man da genaueres sagen, aber so muss man einfach schauen, wie sich das entwickelt.

Welche Rennen hast du dann als nächstes geplant?
Erst mal Schliersee, dann fahre ich Rad in der Staffel in Roth für Bayern3 (Challenge Roth am 10.Juli, Anm. d. Red.), dann noch den Triathlon Ingolstadt als letzten Test (am 17.Juli, Anm. d. Red.) und dann natürlich der Ironman Frankfurt.

Was ist dieses Jahr dein Saisonhöhepunkt? Und was ist dein Ziel beim Saisonhöhepunkt?
Hawaii ist wie immer mein Saisonhöhepunkt. Jaaa, (zögert) die letzten Jahre habe ich immer gesagt, ich will in die Top-fünf kommen, oder fünfter Platz war eigentlich das Ziel. Das hab ich nicht geschafft. Ich bin meistens zehnter geworden. Entweder war die Lauferei zu langsam oder das Radgefahre. Diese Jahr schaut es eigentlich so gut aus wie nie zuvor und ich definiere nach wie vor den fünften Platz als mein Ziel.

Hast du denn dieses Jahr beim Formaufbau etwas verändert?
Naja gut, es verändert sich manches. Manches verändert sich auch einfach, ohne dass man es wirklich sieht. Was man sagen kann: der Trainingsumfang ist über die Jahre zurück gegangen. Du kannst nicht mehr so viel trainieren, wie mit 25. Das geht nicht. Das brauchst du aber auch nicht.

Bedeutet das, dass du mittlerweile intensiver trainierst?
Na, so kann man es eigentlich auch nicht sagen. Es wird weniger und weniger intensiv trainiert (lacht). Du lebst einfach von der Routine. Manche Sachen weißt du einfach und du brauchst diese Schlüsseleinheiten für den Erfolg, du brauchst aber viel weniger davon, weil du einfach das Ganze schon zehn, fünfzehn Jahre machst. Und gesund bleiben ist eigentlich immer wichtiger, als im Training irgend etwas besonders wild zu machen.

Sehen wir bei dir auch dieses Jahr keine Kompressionssocken im Rennen?
Na, das wird’s bei mir nicht geben, nein.

Vielen Dank für das Gespräch

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