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Inferno Triathlon: Souveräne Sieger: Samuel Hürzeler und Nina Brenn gewinnen

22. August 2015 von Christine Waitz

Inferno Triathlon:  Samuel Huerzeler auf dem Weg zum SiegEs waren perfekte Wetterbedingungen – nicht zu trocken, nicht zu feucht, nicht zu heiss, windstill – als in der morgendlichen Dämmerung sich die 245 Single-Athleten schwimmend auf ihren Weg auf das Schilthorn begaben. „An einem so perfekten Tag sollten Höchstleistungen möglich sein“, prognostizierten Kenner. Sie sollten Recht behalten! Nach 155 km und 5500 Höhenmeter stehen Samuel Hürzeler und Nina Brenn als Gewinner des Inferno Triathlon 2015 fest. Brenn gewinnt zudem mit neuem Streckenrekord.


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Die bereits im Vorhinein favorisierten Athleten Jan van Berkel, Samuel Hürzeler und Felix Schuhmann schonten sich nicht, fuhren von Beginn an auf der Rennvelostrecke vorne weg. Besonders der Profi-Triathlet van Berkel schlug auf dem Rennrad, seiner Lieblingsdisziplin, ein hohes Tempo an und versuchte auf den 97 Kilometern möglichst viel Zeit auf seine Verfolger herauszuholen. Nach einem gelungenen Schachzug – van Berkel bestritt die Bike-Strecke über die Kleine Scheidegg auf einem leichten Cross-Velo anstelle eines Mountain-Bikes – wechselte der 29-Jährige mit über sechseinhalb Minuten Vorsprung auf die 25 Kilometer lange Laufstrecke von Stechelberg hoch zum Schilthorn Piz Gloria.

Inferno Triathlon: Jan van Berkel in Stechelberg Inferno Triathlon:  Samuel Huerzeler auf dem Weg zum SiegDoch Samuel Hürzeler, in Stechelberg an zweiter Stelle liegend, blieb ruhig. Er war sich seiner Tagesform sicher: „Ich fühlte mich bereits auf dem Velo super und vertraute auf meine Laufstärke.“ Die herausfordernde Laufstrecke mit 2.185 Höhenmetern ging er entspannt an, im Wissen, dass der härteste Teil des Rennens noch folgen würde und sein in Führung liegender Kontrahent auf dem Velo viel Energie gebraucht hatte. „Meine Taktik sah vor, erst in den steilen Passagen der Laufstrecke anzugreifen“, so Hürzeler. Diese Taktik sollte aufgehen: Bald fand er seinen Rhythmus und holte Minute um Minute auf. Ausgerechnet im berühmt-berüchtigten Kanonenrohr überholte der Lokalmatador Hürzeler den lange Führenden van Berkel.

„Einmal Inferno – immer Inferno“

Dies war der entscheidende Moment des Inferno Triathlons 2015. Die Podestplätze waren somit verteilt. „Ich wusste gleich, dass ich nun gewinnen würde. An Jans Körpersprache erkannte ich, dass dieser mir nicht mehr gefährlich werden könnte.“ Hürzeler lief von da an unbeirrt seinem dritten Sieg entgegen und gewann in 8:57.53 Stunden. Van Berkel erreichte gut siebeneinhalb Minuten später das Ziel. Er platzierte sich erstmals am Inferno Triathlon auf dem Podest: „Das ist für einen Nicht-Bergläufer wie mich ein gutes Resultat“ freute sich van Berkel über den zweiten Rang. „Ich werde in fünf Wochen am Ironman Hawaii starten. Wenn ich dann während des Rennens leiden werde, weiss ich wenigstens: Ich habe es auf das Schilthorn hinauf geschafft. Dann werde ich diese Tortur auch irgendwie überstehen.“ Zum dritten Mal infolge lief der deutsche Felix Schumann auf das Inferno Podest. „Ich komme wieder! Einmal Inferno – immer Inferno“, lachte er im Ziel.

Nina Brenn mit Streckenrekord

Nina Brenn führte heute ihre weibliche Konkurrenz regelrecht vor. Die dreifache Inferno Siegerin stieg bereits als zweite aus dem Thunersee. „Ich war selber überrascht, welche Pace ich heute schwimmen konnte“, kommentierte Brenn den Start in ihren perfekten Tag. Kaum hatte sie auf das Rennrad gewechselt, übernahm sie die Spitze.

Inferno Triathlon: Nina Brenn auf dem Weg zum SiegVon da an baute Brenn, egal ob auf dem Rad, Mountainbike oder zu Fuss, ihren Vorsprung laufend aus und bestritt weit vor den Konkurrentinnen liegend ein einsames Rennen. „Ich erwischte heute einfach einen optimalen Tag. Ich hatte super Beine, das Wetter stimmte und die einmalig schöne Bergkulisse sowie meine Familie spornten mich zu Höchstleistungen an.“ Nach 155,1 Kilometern und 5.500 Höhenmetern lief Brenn nur 40 Minuten nach dem ersten Mann begleitet von ihrem Sohn über die Ziellinie auf dem Schilthorn Piz Gloria. Ihre Fabelzeit von 9:37.44 Stunden ist nicht nur mit ihrem vierten Sieg, sondern auch mit einem neuen Streckenrekord gleichzusetzen!

Barbara Schwarz mobilisierte in der Endphase des Rennens nochmals all ihre Kräfte und überholte auf den letzten Metern die bis dahin an zweiter Stelle liegende Laurianna Plaçais. Die Plätze 2 und 3 der Damen trennten nach 9 Stunden und 52 Minuten lediglich 28 Sekunden!

Zur Website des Rennens.

Fotos: swiss-image.ch/Photo Remy Steinegger

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