Du bist hier: Triathlon Portal - triathlon.de > News > ICAN Nordhausen: Lokalmatadorin Katja Konschak strebt Titelverteidigung an

ICAN Nordhausen: Lokalmatadorin Katja Konschak strebt Titelverteidigung an

22. August 2014 von Christine Waitz

Foto: Ingo Kutsche,   einmaligIhre Stimme ist ruhig, sie klingt unaufgeregt. Wenige Tage vor ihrem Heimrennen ist bei Katja Konschak weder Nervosität noch irgendwelcher Druck zu spüren. Und das obwohl die Nordhäuserin vor der Titelverteidigung beim ICAN über die Halb-Distanz, bestehend aus 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren, 21 Kilometer Laufen, steht. Die 36-Jährige ist sehr erfahren, sie weiß mit Druck umzugehen. Und sollte die Langstreckenspezialistin am Sonntag, 24. August, das Nordhäuser Großereignis nicht gewinnen, dann würde die Welt, laut eigener Aussage, auch nicht untergehen.


Triathlon Anzeigen

Im vergangenen Jahr sorgte die zweifache Mutter für viel Euphorie bei den Zuschauern an der Strecke. Katja Konschak gewann die Premiere des ICAN über die Halb-Distanz. Nun, zwölf Monte später, strebt sie die Titelverteidigung bei der hochkarätigen internationalen Wettkampfserie an. „Ich will den Titel verteidigen und mein Bestes geben. Sollte mir das nicht gelingen, dann waren die Anderen einfach besser“, betont die Lokalmatadorin. Schon einmal, nämlich 2004 beim Sprintrennen des Scheunenhof-Triathlons, war sie in der Situation, den Titel verteidigen zu wollen. Das gelang nicht. Sie wurde hinter Nina Kraft Zweite.

Die Konkurrenz 

Foto: Ingo Kutsche, frei

Wer könnte ihr in diesem Jahr den Titel streitig machen? Mirjam Weerd ist es schon einmal nicht mehr. Die holländische Profitriathletin und Meisterin über die Langdistanz, die im vergangenen Jahr beim Ironman auf Hawaii startete, und als Topfavoritin für Nordhausen gehandelt wurde, sagte ihre Teilnahme ab. Die Vorjahreszweite Maren Hufe voraussichtlich auch nicht. Sie steht in der Meldeliste für den Ironman Kopenhagen, um wohl noch das Tickt in Richtung Hawaii zu lösen, sprich genügend Punkte für die Qualifikation zu sammeln.

Aus deutscher Sicht haben Kathrin Mannweiler, Team-Weltmeisterin mit Katja Konschak und Dana Wagner über die ITU Langdistanz, und Simone Bürli-Sickert die besten Chancen auf einen Podestplatz. Bürli-Sickert war 15 Jahre Mitglied der Schweizer Nationalmannschaft. 2007 legte sie eine dreijährige Pause ein und griff danach wieder voll an. Noch etwas spricht für die gebürtige Schweizerin, die in Dresden lebt, sie kennt mittlerweile das sehr anspruchsvolle Profil in Nordhausen. Im vergangenen Jahr lernte sie es kennen und wurde auf Anhieb starke Vierte. Lange lieferte sie sich mit den favorisierten Damen Konschak, Hufe und Sessner einen spannenden Kampf um die Podestplätze und blieb bis kurz vor Rennende auf Tuchfühlung zum favorisierten Trio. Die 41-Jährige ist also gut gerüstet, um Konschak in ihrem Trainingsrevier erneut gehörig Paroli zu bieten. Für Überraschungen könnten ebenso Profi-Triathletin Steffi Steinberg aus Rheinland-Pfalz sowie Anja Leuendorff (Berlin), in diesem Jahr bereits Deutsche Meisterin auf der Langdistanz in ihrer Altersklasse, sorgen.

Vorbereitung auf Hawaii

Für Konschak dient die Teilnahme an ihrem Heimrennen zugleich als eine gute Vorbereitung auf kommende Wettkämpfe wie dem Ironman auf Hawaii im Oktober. Dafür hatte sie sich als eine von 35 Frauen in den vergangenen zwölf Monaten durch ihre guten Platzierungen unter anderem beim Ironman in Südafrika, in Frankfurt und zuletzt in Bolton qualifiziert. Ihr Debüt gab sie beim prestigeträchtigen Ironman-Klassiker auf Hawaii 2003 mit Platz 24. Ihre Stimme klingt nun nicht mehr so ruhig, sie ist voller Leidenschaft. Zuvor will sie aber noch ihren Heimvorteil nutzen und erfolgreich den Titel verteidigen.

Zur Website des Rennens.

Fotos: Ingo Kutsche

Triathlon.de Anzeigen
 
Zum Triathlon.de Newsletter anmelden