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ICAN Nordhausen: Leipziger Duo möchte Topfavoriten ärgern

13. August 2016 von Christine Waitz

maximalPULS,   einmaligNordhausen, 13. August 2016 – Neben den Profi-Triathleten um Florian Seifert, Sebastian Guhr und Peter Seidel möchten beim Hauptrennen des ICAN Nordhausen über die Mitteldistanz von 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und 21 Kilometer Laufen mit Paul Clauß und Sven Teuscher auch zwei Leipziger ein Wort um die Vergabe der Podestplätze mitsprechen. Während Teuscher in diesem Jahr bereits über die längere Streckenlänge erfolgreich war und den Spreewald-Triathlon für sich entschied, gibt Kurzdistanz-Spezialist Clauß am 21. August sein Debüt.


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Beide sind Mitglied des TriTeamMitteldeutschland, welches konsequent auf den Nachwuchs und die besten Triathleten aus Mitteldeutschland setzt. „Trotz ihres jungen Alters sind sie schon sehr erfahren und haben national einige Erfolge vorzuweisen. Sie können die Topfavoriten ärgern und setzen unseren Weg fort, Talenten aus dem mitteldeutschen Raum im Elitefeld eine Chance zu geben und sich auf internationaler Bühne zu präsentieren“, freut sich Renndirektor Ulrich Konschak über die Zusage.

maximalPULS, einmaligFür Paul Clauß ist es im Südharz der erste Start über die halbe Ironman-Distanz. Der 24-Jährige suchte nachte dem letzten Bundesliga-Rennen in Tübingen Ende Juli eine neue Motivation und fand sie mit der Mitteldistanz des ICAN Nordhausen. „Ein kompletter Umstieg wird es noch nicht sein. Es kann aber passieren, dass ich in den kommenden Jahren immer mal wieder ein oder zwei längere Rennen absolviere. Primärziel ist es, Spaß zu haben und die Strecke kennenzulernen. Auch in puncto Ernährung kann ich noch nicht einschätzen, was auf mich zukommt“, so Clauß. In seiner bisherigen Saison zeigte der Sachse aber bereits, dass mit ihm zu rechnen ist. Neben den Bundesliga-Rennen gewann er den traditionellen Moritzburger Schlosstriathlon und war auch beim Powertriathlon in Gera über die Olympische Distanz nicht zu schlagen. Vor allem mit seinem Erfolg in Thüringen ließ er aufhorchen, als er die arrivierten Profis um Christian Otto und Robin Schneider bezwang.

Als starker Kurzdistanzler, Europacupstarter und DTU-Kaderathlet ist Clauß traditionell ein starker Schwimmer und Läufer: „Beim Schwimmen möchte ich unter den ersten aus dem Wasser steigen und versuchen, dass von den restlichen Athleten viele einen Rückstand aufgebrummt bekommen. Im Halbmarathon würde ich gerne unter 1:20 Stunden bleiben.“ Auf der Radstrecke gilt es, nicht allzu viel Zeit auf die schnellsten zu verlieren, um die Chance auf eine fordere Platzierung zu wahren. „Hier muss ich mein eigenes Tempo fahren, auf meinen Körper hören und mich eher auf reagieren anstatt agieren beschränken. Wenn ich allerdings auf den ersten zehn Kilometer einen guten Orientierungspunkt finde, werde ich schon versuchen im Rahmen des Reglements mitzufahren und mich festzubeißen“, erklärt Clauß, der parallel zum Triathlonsport in Leipzig Sportwissenschaften studiert.

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Bereits etwas mehr Erfahrung über die Mitteldistanz hat mit Sven Teuscher ein Teamkollege. Eigentlich war auch er in diesem Jahr für das TriTeamMitteldeutschland in der höchsten deutschen Triathlonliga vorgesehen, absolvierte aufgrund der Nachwirkungen eines Schlüsselbeinbruchs im Vorjahr aber nur das erste Rennen. „Ich habe seit dem Bruch eine Platte auf dem Schlüsselbein, die mich beim Schwimmen noch behinderte. Nachdem es beim Bundesliga-Auftakt im Kraichgau nicht rund lief, habe ich mich anschließend für andere Wettkämpfe entschieden, die mir mehr entgegen kommen“, so Teuscher. Im Juni diesen Jahres gewann er bereits den Spreewald-Triathlon über eine leicht veränderte Mitteldistanz von 2,2 Kilometer Schwimmen, 80 Kilometer Radfahren und 20 Kilometer Laufen, hinzu kommt ein dritter Platz beim Leipziger Triathlon hinter Christian Otto und Per Bittner: „Auch wenn es manchmal noch Probleme macht, bin ich wieder bei 100 Prozent. Im Wettkampf beeinträchtigt mich die Platte gar nicht mehr“, so Teuscher.

Langfristig sieht sich der 24-Jährige eher auf der längeren Mitteldistanz, da ein Spagat im Training zwischen Kurz- und Langdistanz nur schwierig zu bewerkstelligen ist. Nach seinem ungefährdeten Sieg im Spreewald ist der ICAN der erste größere Gradmesser auf der längeren Halbdistanz. „Ich möchte ohne Einbruch durch das Rennen kommen und an einem guten Tag die Topleute etwas ärgern. Platz drei oder vier wären fantastisch“, blickt Teuscher voraus. Einige seiner Konkurrenten kennt er bereits seit vielen Jahren, gemeinsam mit Sebastian Guhr startete er schon im Jugendbereich. Auf den ICAN aufmerksam wurde Teuscher durch einen Teamkollegen, keinem geringeren als den fünffachen Scheunenhof Triathlon-Sieger und internationalen Spitzentriathlet Christian Kramer: „Durch seine Teilnahmen und Erfolge kenne ich den Wettkampf in Nordhausen. Aber auch von anderen Seiten habe ich bereits gehört, dass es ein toller Wettkampf sein soll.“

Anmeldung noch möglich

Die Voranmeldung für die Wettkämpfe am Sonntag über Olympische- und Halb-Distanz ist bis einschließlich 14. August geöffnet und ist unter http://www.active.com/ nordhausen-de/triathlon/races/half-and-64-ican-nordhausen-2016 online möglich. Auch am Wettkampfwochenende kann für den ICAN vor Ort noch nachgemeldet werden. Das Rennen im Südharz zählt durch den klaren Sundhäuser See, der landschaftlich reizvollen Radstrecke und der zuschauerfreundlichen Laufstrecke zu den absoluten Triathlon-Highlights im Spätsommer.

Fotos: maximalPULS

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