Du bist hier: Triathlon Portal - triathlon.de > Wettkampf > Interview1 > ICAN Nordhausen: Duell in der Mitte Deutschlands

ICAN Nordhausen: Duell in der Mitte Deutschlands

17. Juli 2013 von Christine Waitz

Foto: Ingo Kutsche / sportfotografie.bizIn Nordhausen fiebert man bereits jetzt der ersten Austragung des ICAN entgegen. Noch mehr tut man dies, seitdem sich die ersten deutschen Profis angekündigt haben. Bei den Damen bahnt sich mit dem Start von Lokalmatadorin Katja Konschak und Heidi Sessner ein Spannendes Duell an. Im Herrenrennen stehen bis jetzt noch alle Zeichen für Georg Potrebitsch.


Triathlon Anzeigen

Foto: Presse Scheunenhof Triathlon/einmaligSowohl Altersklassen- als auch Profi-Triathleten erwartet ein freundliches und landschaftlich schönes Rennen. Nach dem Schwimmen im Sundhäuser See geht es für die Radler auf einen Kurs durch die Goldene Aue, über Urbach nach Buchholz ins hügelige Harzvorland. Nach einer Stadtdurchfahrt und einer zweiten kleineren Runde durch den schönen Landkreis Nordhausen wird die zweite Wechselzone in der Innenstadt erreicht.
Auf einem fünf Kilometer langen Rundkurs gilt es zu Fuß noch vier Runden bis zum zum Zieleinlauf vor dem altehrwürdigen Nordhäuser Theater zu absolvieren.

Spektakuläre Aussichten

Die Sportler erwartet ein landschaftlich reizvoller Kurs mit 570 Höhenmetern und spektakulären Aussichten sowie ein Laufkurs mit vielen Zuschauern. Neben Georg Potrebitsch und Katja Konschak will sich nach Verletzungspause Heidi Sessner wieder zurückmelden. Ganz einfach dürfte das jedoch nicht werden. Denn im Schwimm- und vor allem im Laufpart hat Katja Konschak ihre Stärken. Wir haben Heidi zum anstehenden Rennen gefragt, wie ihre Renneinteilung aussieht.

Kutsche & Scheunenhof Tria, einmalis

Hallo Heidi! Wie läuft dein Training nach überstandener Verletzungspause?

Danke der Nachfrage! Mittlerweile läuft es wieder rund. Ich habe wieder viel Spaß am Training und spüre, dass die Form langsam wieder kommt. Anfangs war ich wirklich enttäuscht, dass all das viele harte Training vom Frühjahr umsonst gewesen sein sollte.

Ich war acht Wochen auf Lanzarote im Club La Santa, wo wir drei mal zwei Wochen unsere Corpus Triathlon Trainings Camps angeboten haben. Dort hatte ich die perfekten Trainingsbedingungen und habe sehr konzentriert trainiert. Leider traten bei mir dann Schmerzen im linken Fuß auf, die ich falsch gedeutet hatte und die ich nicht mehr los wurde. Insgesamt musste ich eine neunwöchige Laufpause einlegen und danach auch wieder ganz vorsichtig starten. So bin ich in der ersten Belastungswoche drei Mal 20 Minuten gelaufen. Das war schon hart, vor allem weil ich durch andere Verletzungen (Fersensporn) schon weiß, wie hart es ist, wieder zur alten Form zurück zu finden.

Nach deinem Ermüdungsbruch, den du schon beim Start am Ironman Los Cabos hattest, wo du beim Laufen auch aussteigen musstest, wurde deine Saisonplanung von heute auf morgen umgeworfen. Wie sehen die neuen Pläne aus und wie bist du auf das Rennen in Nordhausen gekommen?

Es ist unheimlich wichtig für mich, Ziele zu haben. Dann kann ich mich viel besser motivieren. Nachdem der Fuß komplett schmerzfrei war und die ersten Läufe gut vertragen hat haben wir lange überlegt, was in welchem Zeitraum möglich sein kann.
Mein großes Ziel für dieses Jahr ist nun der Ironman Lake Tahoe. Dieser findet am 22. September in den USA auf 1900 m Höhe statt. Letztes Jahr konnte ich in Flagstaff erste Erfahrungen in der Höhe sammeln und feststellen, dass ich sehr gut damit zurecht komme.
Natürlich wollte ich auch ein Vorbereitungsrennen für den Ironman und da fand ich den Ican in Nordhausen. Der Termin liegt optimal für mich, und ich freue mich sehr, auch in Deutschland noch ein tolles Rennen absolvieren zu können.

Mit Katja Konschak ist eine Lokalheldin am Start. Das bedeutet nicht nur, dass sie die Strecken in und auswendig kennt, sondern auch, dass sie den Publikums-Heimvorteil genießt. Startest du mit Ohrenstöpseln oder lässt dich das völlig kalt?

Klar ist Katja im Vorteil, was die Streckenkenntnis angeht und auch den Bekanntheitsgrad in Nordhausen betrifft. Dennoch freue ich mich sehr auf das Rennen. Ich bin gespannt, was ich bis dahin wieder „drauf habe“ und werde mein bestes geben, das Rennen so spannend wie möglich zu gestallten!

In Nordhausen bist du nicht zum ersten Mal bei einem ICAN Rennen am Start. Bei deinem letzten Rennen in Marbella hattest du etwas Pech. Neues Spiel, neues Glück? Oder schaut man in der Vorbereitung auch zurück?

Triathlon ist eine sehr komplexe Sportart. Der Tag ist lang und es kann immer etwas unvorhergesehenes passieren. In Marbella hatte ich etwas Pech, dafür hat man bei anderen Rennen auch mal etwas mehr Glück. Darum sehe ich positiv in Richtung Nordhausen und freue ich auf die neue Chance :-)

Zur Website des ICAN Nordhausen.

Fotos: Ingo Kutsche, Presse Scheunenhof Triathlon

Triathlon.de Anzeigen
 
Zum Triathlon.de Newsletter anmelden