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Hawaii Spezial: Christian Kramers Blog – und täglich grüßt der Kona-Pier 2

11. Oktober 2014 von Christine Waitz

Christian Kramer,   einmaligHeute schaut die Triathlonwelt hinüber auf eine traumhafte Vulkaninsel mitten im Pazifik. Der Tag der Tage, jedes Triathlonherz schlägt höher. Wer wird der neue Star am Ironman-Himmel? Oder gibt es eine grandiose Titelverteidigung? Die besten deutschen Profis haben sich qualifiziert, zudem sind knapp 200 deutsche Jedermänner und -frauen am Start. Kurz vor dem Start schreibt Christian Kramer in seinem Blog.


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Es kribbelt und ich lasse die Gedanken noch einmal schweifen. Vor 365 Tagen stand ich in der Wechselzone beim legendären Ironman auf Hawaii, kontrollierte mein Rad nochmal, machte mich dann für das Schwimmen fertig und ging mit dem notwendigen Respekt in das Rennen. Heute, auf den Tag ein Jahr später, werden die Abläufe wieder die gleichen sein. Eine gewisse Routine stärkt dabei mein Ziel, hier etwas abzuliefern, was mir vielleicht nie einer zutraut. Etwas wird dabei noch erheblich anders sein, nicht „Ritter“ wird auf Startnummer 35 stehen, sondern Kramer. Neuer Name, neues Glück?

Christian Kramer, einmalig

Besser gerüstet am Start

Nur Glück wird nicht reichen, ich bin seit meinem letzten Hawaii-Start 13500 Kilometer Rad gefahren, teilweise sehr intensive Einheiten, wo es mir nicht leicht gefallen ist, den nächsten Tag wieder harte Einheiten absolvieren zu können. Viel Schweiß, viele Entbehrungen für diesen einen Tag, vielleicht den entscheidenden in meinem Leben.
Es ist kein Tag der unter dem Motto „Jugend forscht“ ablaufen wird, keine Experimente bei Material und Ernährung. Das Rennen wird nicht vom Material gewonnen, die Psyche wird es am Ende sein. Taktisch für das Rennen braucht es einen Plan A und einen Plan B, mit einer gewissen Flexibilität um auf Rennsituationen reagieren zu können. Dabei spielen die 180 Radkilometer eine große Rolle.

Positiv denken!

Ich werde dafür etwa 4:30 Stunden benötigen, fünf Minuten mehr oder weniger können und werden entscheidend für den weiteren Rennverlauf sein. Ich fühle mich gut, auf den Punkt fit und bin nicht böse, wenn meine Frau unsere Unterkunft nach dem Rennen gleich für das nächste Jahr buchen kann.
In diesem Sinne: Jederzeit positiv denken, zu Hause beim Daumen drücken und auch in den über acht Stunden auf der Strecke. 10.000 Kalorien werde ich dabei verbrauchen, klingt viel, ist es auch. Eines steht bereits jetzt fest, es ist kein gewöhnlicher Samstag, der 11. Oktober 2014, nicht in München, Hamburg, Leipzig oder Kailua Kona.

Zu Christian Kramers Kona-Blog.

Foto: Christian Kramer

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