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Ironman Hawaii 2011: Wer schafft es in die Top Ten?

5. Oktober 2011 von Christoph Steurenthaler

Am 8. Oktober 2011 werden die 50 besten männlichen und besten 30 weiblichen Triathlon-Profis der Welt an der Startlinie stehen. Oder sollte man besser sagen, die BESTPLATZIERTEN Triathlon-Profis? Seit dem 12. September 2010 können sich die Profis nicht mehr über einen, bei einem Ironman oder Ironman 70.3 errungenen Slot für Hawaii qualifizieren, sondern mußten fleißig Punkte für das WTC-Ranking sammeln, um sich die Starterlaubnis in Kona zu sichern.


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Stichtag dafür war der 31. August 2011. Wer sich zu diesem Zeitpunkt unter den besten 50 bzw. 30 Profis befand, hatte sich das Startrecht für den 8. Oktober gesichert. Zum Opfer fiel der neuen Regelung z. B. der erste deutsche Hawaii-Sieger Thomas Hellriegel. Er wird genauso wenig starten können wie Lothar Leder, der als Erster unter acht Stunden auf der Ironman-Distanz blieb.

Doch wer kommt 2011 nach dieser großen Punktereform für den Sieg und die Top Ten in Frage?

Das Männerrennen findet ohne den Titelverteidiger statt

Der zweifache Champion und Titelverteidiger Chris McCormack wird nach eigenen Angaben nicht starten. Bereits im Februar 2011 verkündete er, sich für die Olympischen Spiele 2012 in London qualifizieren zu wollen und auf einen Start in Kona zu verzichten.

Foto: Ingo Kutsche

Ganz heiß gehandelt wird Andreas Raelert aus Rostock. Nach seinem dritten Platz 2009 und dem Vize-Weltmeistertitel 2010 geht der Sieg in diesem Jahr vermutlich nur über ihn. In Roth stellte er in 7:41:36 Stunden einen neuen Weltrekord auf der Langstrecke auf und pulverisierte Luc van Lierdes Bestzeit. Den für die Qualifikation notwendigen Start bei einem Ironman absolvierte er in Regensburg im Schongang. Nach einem letzten geglückten Formtest in Köln – er gewann zum dritten Mal in Folge die Mitteldistanz – holte er sich im gemeinsamen Trainingslager mit seinem Bruder Michael in Florida den letzten Schliff.

 

Craig „Crowie“ Alexander, zweifacher Hawaii-Champion, kommt ebenfalls für den Sieg in Frage. Souverän wurde er vor ein paar Wochen Weltmeister auf der halben Ironman-Distanz in Las Vegasund beeindruckte mit einer fulminanten Laufleistung. Sein Vorteil: er weiß, wie man auf Hawaii gewinnt.

Der Amerikaner Chris Lieto ist einer der stärksten Radfahrer unter den Profis und regelmäßig einer der ersten auf der Laufstrecke.  Die Form stimmt. Er wurde hinter Alexander Vize-Weltmeister in Las Vegas. Wenn er es schaffen sollte, genug Vorsprung mit auf die Marathonstrecke zu nehmen, ist er auf jeden Fall für eine Überraschung gut. Allerdings halfen 2009 nicht mal zwölf Minuten Vorsprung, um sich Alexander vom Hals zu halten.

Mit dem Belgier Marino Vanhoenacker, 2010 Dritter in Kona, stellt das Commerzbank Triathlon Team einen der großen Titelfavoriten. Der laufstarke Schlacks stellte Anfang Juli beim Ironman Austria in 7:45:58 Stunden einen neuen Ironman-Weltrekord auf und hatte genug Zeit, sich zu erholen.

Auch der laufstarke Däne Rasmus Henning kommt für einen Platz auf dem Podium in Frage und er will noch mehr: Sein Ziel ist der Hawaiisieg. 2009 wurde er mit gebrochener Hand Fünfter. 2010 lief es nicht rund und er finishte auf Platz 24. Dieses Jahr soll es klappen. Im Mai gewann er die Challenge auf Fuerteventura und Ende August den Half-Ironman Timberman in New Hampshire. Auch der Spanier Eneke Llanos, 2008 Zweiter, ist eventuell ein Top Ten-Kandidat. Die notwendigen Punkte für die Qualifikation holte er sich bereits im Mai mit seinen Sieg beim Ironman Texas. Fünf Starts auf Hawaii stehen für ihn zu buche. Nur 2010 verpasste er die Top Ten. Sein Vorteil: auch er geht ausgeruht an den Start.

Timo Bracht rechnet sich sicherlich zurecht Chancen auf einen Podiumsplatz aus. Der Sieger des Ironman Lanzarote 2011 stellte seinen Wettkampfplan um und absolvierte über den Sommer mehrere Kurzdistanzen und arbeitete an der Geschwindigkeit. Im Juli gewann er in Ladenburg und Anfang September wurde er bei der Challenge Walchsee Zweiter. Nach Platz sechs 2009, soll es dieses Jahr noch weiter nach vorne gehen. Genug Zeit zur Regeneration hatte er auf jeden Fall nach seinem frühen Ironman im Mai, um dieses Jahr auf Hawaii vielleicht seinen größten Traum wahr werden zu lassen.

Foto: Ingo Kutsche

Andreas Böcherer, Halfironman Europameister,  aus Freiburg, ist so gut drauf wie noch nie und surft derzeit nach eigenen Angaben auf einer Erfolgswelle. Zweiter wurde er beim Ironman Südafrika mit neuer persönlicher Bestzeit (8:08:33 Stunden) und vor drei Wochen machte er nach Rapperswil und Wiesbaden beim Half-Ironman in Cancun den 70.3-Hattrick perfekt. Für ihn spricht: Hawaii ist ein Surferparadies.

Faris Al Sultan, der Europameister aus Frankfurt, ist immer für einen Platz unter den besten Zehn gut. Ob die Form stimmt und er seine Hausaufgaben seit Frankfurt erledigt hat, wird man sehen. In Gerardmer wurde er auf der Mitteldistanz nach einigen anstrengenden Messetagen auf der Eurobike Fünfter.

Maik Twelsiek und Jan Raphael sind auch für eine Überraschung gut. Twelsiek wurde beim Ironman St. Georg und Ironman Coeur d`Alene jeweils Zweiter und hatte seit Juni Zeit sich zu erholen. Ende August gewann der starke Radfahrer den TriStar Minneosta und bereitet sich in Tuscon penibel auf den Saisonhöhepunkt vor. Raphael feierte in Frankfurt mit dem Vize-Europameister-Titel seinen bisher größten Triumph und zeigte vor allem auf der Laufstrecke eine Weltklasse-Leistung. Michael Göhner hatte sich durch seinen dritten Platz in Frankfurt die nötigen Punkte gesichert, um auf Hawaii dabei zu sein. Das gleiche gilt für  Torsten Abel, der sich durch seinen zweiten Platz in Kanada spätestmöglich qualifiziert hat.  Der Deutsche Meister Georg Potrebitsch möchte auf Hawaii schauen, was noch geht und ob ihm die Strecken liegen. Der gebürtige Deutsche Dirk Bockel startet für Luxemburg.

Wer kommt bei den Frauen unter die Top Ten? Weiter gehts auf der nächsten Seite.


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