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Hawaii Special Favoritencheck: Yvonne van Vlerken – Hunger auf Hawaii

9. Oktober 2013 von Mario Lisker

Foto: Ingo Kutsche,   freiNach einem sehr durchwachsenen Jahr 2012 und keiner Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Kona, zweifelte Yvonne sehr an ihrem weiteren Dasein als Profi. Eine neue Trainerin und die Tendenz nach oben zum Jahresende, räumten Zweifel aus und brachten bisher ungeahntes Hochgefühl, Spaß und Hunger – Hunger auf Erfolg…


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Das ewige Duell

Mit dem Sieg und Streckenrekord beim Ironman Florida, sicherte sie sich frühzeitig das Ticket für den diesjährigen Showdown auf Big Island. Blickt man die Jahre zurück, so schien es ein stetes Duell zwischen Yvonne und Caroline Steffen zu sein. Auch im bisherigen Jahresverlauf liefen sie sich einige Male vor die Füße. Der Ausgang der Duelle war mal so, mal so. Aber irgendwie scheint es, als ob im direkten Duell die Niederländerin gute Chancen hat.

Schweiz – Niederlande 1:1

Das erste Aufeinandertreffen gab es in der Wüste von Abu Dhabi – mit dem besseren Ende für Steffen und Platz fünf für Yvonne. Bis auf das Schwimmen, lief es aber solide. Diesmal lief sie auch nicht, wie 2010, gegen ein Palme und war am Ende mit ihrem Rennen zufrieden. Bereits drei Wochen später, beim Ironman Melbourne, lag Yvonne mit Platz zwei vorn. Bemerkenswert war hier die Radstärke, wo sie ganz klar noch einmal zulegen konnte.

Foto: Thomas Wenning, frei

Vier Halbe in acht Wochen

Mit den beiden Langdistanzen in den Beinen ging es von nun an auf die halben Strecken. Davon gab es, bis zu ihrem nächsten Höhepunkt in Roth, drei – und diese innerhalb eines Monats! Das Bild scheint immer dasselbe – bei einem erstklassigen Startfeld, ein verhaltenes Schwimmen und sehr gute Radstärke. Die Läufe sind solide. Die Lücke, die sie in diesem Jahr beim Schwimmen schließen muss, ist überschaubar und bei gewachsenem Raddruck sogar auf eine Caroline Steffen schnell geschlossen.

Überraschung in Roth 2:1 für…

Duell Nummer drei, zwischen Schweiz und Niederlande, ging wieder an Steffen. Sehr zur Überraschung von Yvonne. Denn mit einem minimalen dreiminütigen Schwimmrückstand auf Steffen und mit 40 Sekunden Vorsprung in Wechselzone zwei, war sie überzeugt zu gewinnen. Magenprobleme sorgten aber für ungeplante Pausen, und Steffen mit einem überzeugenden Lauf, für die überraschende Wende. Steffen lief einen sechs Minuten schnelleren Marathon und das 2:1 für die Schweiz über Linie.

Selbstbewusst nach Kona

Eine Woche später siegte Yvonne auf der olympischen Distanz beim Mostiman. Im Anschluss war sie zwar für kurze Zeit mit einem Krankenhausaufenthalt außer Gefecht gesetzt, doch schon bald war sie wieder auf den Beinen. Um den richtigen Weg nach Kona zu finden, startete sie auf der Halbdistanz der Challenge Walchsee und siegte. Nun ging es zur direkten Kona Vorbereitung nach Santa Monica. Der „LA Olympic Tri“, mit Platz drei, war nur eine Tempoeinheit unter Wettkampfbedingungen.

Fazit

Ein Monsterprogramm für ein Jahr – aber mit beeindruckender Leistung. Im direkten Duell mit Steffen steht es zwar 2:1 für die Schweiz, doch mit einem Sieg bei der wichtigsten Langdistanz des Jahres, wäre alles egalisiert. Das Zeug dazu hat sie zweifelsfrei. Mit verbessertem Schwimmen, gewachsenem Raddruck und dem ohnehin noch nie langsamen Lauf, wird es auf Kona heiß, wenn es heißt: Schweiz gegen Niederlande. Bei klarem Kopf und ohne Magenprobleme gibt es nicht viele Damen in diesem Jahr, die Yvonne zu Fehlern zwingen können.

Yvonnes Favoritencheck

Wer holt sich die Krone? Wir haben recherchiert, gerechnet und ein wenig gemutmaßt. Das Ergebnis findet ihr in der triathlon.de Favoritencheck-Tabelle. In jeder Kategorie gibt es eine maximale Punktzahl von fünf Zählern zu erreichen. Wir sind gespannt, wer am Ende die meisten Punkte hat und zu unserem Top-Tipp wird.

Vlerken

Zum Ironman Hawaii Special mit Favoritenvergleich.

Hier geht´s zur Homepage der fliegenden Holländerin.

Fotos: Ingo Kutsche, Thomas Wenning

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