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Hawaii Special Favoritencheck: Heather Wurtele – Dark Horse?

7. Oktober 2013 von Mario Lisker

Foto: Ralph Schick freiGeht man lediglich von den Platzierungen der beiden Vorjahre in Kona aus, würde man sich fragen, weshalb wir Heather Wurtele als Favoritin aufführen. Betrachtet man jedoch ihren Jahresverlauf und ihre Steigerungen, sollte jedem klar werden, dass hier ein Dark Horse für die Top drei lauert.


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Guter Saisonstart gegen etablierte Konkurrenz

Bereits Anfang Februar begann sie ihre Saison in Panama. Nach einigen Startverzögerungen hieß es sich zu behaupten gegen starke Schwimmer wie Marsh, Pedersen und Swallow. Hier war bereits ihre erfolgreiche Arbeit an der Schwimmleistung erkennbar. Mit guten Beinen fuhr sie einen Vorsprung von zwei Minuten heraus, den sie mit dem zweitschnellsten Lauf des Tages bis zum Sieg auf vier Minuten ausbaute.

Der Zug kommt in Fahrt…

In Abu Dhabi konnte sie ihren Favoritenanspruch nicht untermauern. Zwar ein gutes Schwimmen auf dem Konto, konnte sie ihre Komfortzone auf dem Rad nicht verlassen. Der zweitschnellste Lauf sicherte ihr den vierten Platz vor Van Vlerken. Zum 70.3 Oceanside, dem Ironman Eröffnungsrennen in Nordamerika, lief es dagegen besser. Lediglich Heather Jackson war an diesem Tag uneinholbar.

Ausrufezeichen!

In St.George war sie, unter den bekannt harten Bedingungen, mit Platz drei und vor einigen guten Namen sichtlich zufrieden. Bereits einen Monat darauf demonstrierte sie eindrucksvoll, beim Rev3 Quassy, weshalb man sie auf der Rechnung haben muss: Luxford, Kessler, Carfrae und Jackson sahen spätestens bei ihrem starken Lauf, dass Heather gewachsen war. Denn trotz Schleichplatten und einem Kettenspringer war sie nicht aufzuhalten.

Mit Platten zum Streckenrekord

Zwar kann man von einem schwachen Starterfeld beim Ironman Coeur D’Alene sprechen, aber einen Streckenrekord nimmt man nicht jeden Tag mit. Wurtele verließ als erste die Wechselzone und fuhr zur Halbzeit bereits eine Lücke von acht Minuten heraus. Erneut vom Pannenteufel gejagt, fuhr sie trotz Platten allen davon. Der abschließende Marathon war nach Trainervorgabe nicht mit voller Leistung. Dies genügte ihr zum Streckenrekord und den nötigen Punkten für Kona.

Spekulationen erlaubt

Dass sie sich voll auf Kona konzentriert, zeigt ihre momentane Homepagepflege. Weder der Sieg beim 70.3 Calgary noch ihre schlechtes Abschneiden zur Weltmeisterschaft in Henderson finden Erwähnung und lassen Raum für Spekulationen. Denn ihre Radzeit und der zehnte Platze waren alles andere als rühmlich.

Fazit

Sie selbst sagt, sie habe momentan ihre beste Saison, seit sie Profi ist. Das kann man so unterschreiben. Bis auf wenige Ausnahmen stellt sie sich erfolgreich der Konkurrenz. Ihre Laufschwäche der letzten beiden Jahre auf Hawaii dürfte Einhalt geboten sein. Auch ihr Schwimmdefizit hält sich in einem guten Rahmen. Kann sie in Kona die Vorleistungen ihres Super-Jahres abrufen, landet sie vielleicht sogar in den Top drei. Unser Dark Horse.

Heathers Favoritencheck

Wer holt sich die Krone? Wir haben recherchiert, gerechnet und ein wenig gemutmaßt. Das Ergebnis findet ihr in der triathlon.de Favoritencheck-Tabelle. In jeder Kategorie gibt es eine maximale Punktzahl von fünf Zählern zu erreichen. Wir sind gespannt, wer am Ende die meisten Punkte hat und zu unserem Top-Tipp wird.

Wurtele

Zum Ironman Hawaii Special mit Favoritenvergleich.

Heather und Trevor Wurteles Homepage.

Fotos: triathlon.de

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