Du bist hier: Triathlon Portal - triathlon.de > Wettkampf > Ironman1 > Ironman Hawaii 2013: Faris Al-Sultan – Attacke!

Ironman Hawaii 2013: Faris Al-Sultan – Attacke!

7. Oktober 2013 von Mario Lisker

Foto: Ingo Kutsche, freiWas wäre die Triathlonwelt ohne Faris? Richtig – langweilig! Keiner sagt so beherzt seine Meinung und eckt damit auch an. Aber genau das ist Faris und genau das lieben seine Fans. Sein Wettern über die Duckmäuschen-Fahrweise vieler Konkurrenten, entgegnet er mit seinem altbewährtem Mittel: Attacke! Auch in dieser Saison eckte Faris oftmals an – diesmal leider vermehrt mit sich selbst und seiner Leistung. 


Triathlon Anzeigen

Derbe Packung in Puerto Rico

Bis auf seine momentane Ausnahme in Boulder und Tucson ist sein Trainingsrevier Al Ain. Hier startet er auch gern bei lokalen Rennen wie dem Yas Triathlon und kämpft mit seinen Trainingskollegen um die Spitze. In diesem Jahr knapp zu seinen Gunsten. In San Juan, seiner ersten 70.3 Station in diesem Jahr, kassierte er eine derbe Packung. Nach einer zweiwöchigen Zwangspause, fehlte im die Kraft und Spritzigkeit bereits auf dem Rad. Mit negativen Werten über fünf Prozent bei Rad und Lauf, verwundert der achtzehnte Platz kaum.

Südafrika zwingt zu Plan B

Zurück in den arabischen Emiraten, ging es daran die Muskelprobleme, sowie mangelnde Spritzigkeit und Tempohärte auszumerzen. Beim Ironman Südafrika lief es dennoch nicht rund und er musste nach 120 Radkilometern aufgeben. Probleme mit der Technik nach einem Schlagloch und das erneute Aufbrechen seiner Oberschenkelverletzung zwangen ihn dazu. Da bei diesem Rennen die nötigen Kona-Punkte geholt werden sollten, musste ein neuer Plan her.

Ingo Kutsche Frei

Lanzarote sichert das Hawaii-Ticket

Auf Lanzarote musste es also klappen, um im Oktober sicher auf Hawaii dabei zu sein. Physiobehandlungen verhalfen zum kurzzeitigen Ausschalten seiner Rückenprobleme. Mit einem guten, soliden Schwimmen, einer sehr guten Radleistung und einem kontrollierten Lauf, sicherte er sich mit zehn Minuten Vorsprung den Sieg.

Die Spritzigkeit bleibt er schuldig

Trotz leichter Erkältung und nicht auskuriertem Rückenproblem startete er beim City Triathlon in Heilbronn. Kurz gefasst: Es lief grauenvoll und endete mit Platz zwölf. Da Faris Ausreden noch nie mochte, startete er kurz danach in Linz zur olympischen Distanz. Auf dem Rad, nach Regen, ohne Risiko, konnte er sich beim Lauf noch auf den vierten Platz retten. Kein anderes Bild beim Frankfurter City Triathlon. Gegen die starke Konkurrenz war die Form einfach noch nicht ausreichend und Platz Sieben nicht das Maß.

triathlon.deAuch in Wiesbaden geht er baden

Auch die 70.3 Europameisterschaft in Frankfurt lief eher desolat und passt, bis auf den Ironman Lanzarote, in das Jahresbild. Auf dem Rad ohne Druck, ging diesmal auch beim Laufen nichts. Mit Platz fünfzehn ging es nach Boulder und Tucson um für Kona das Ruder noch herumzureißen.

Fazit

Faris hatte sicherlich eine der durchwachsensten Vorbereitungen aller durchleuchteten Athleten. Bis auf Lanzarote lief in diesem Jahr gar nichts rund. Doch auch im letzten Jahr erging Faris ähnlich und er wurde dennoch Fünfter in Kona.
Für ganz vorn wird es wahrscheinlich nicht reichen, da wäre er selbst noch überraschter als die Sportwelt. Aber auf dem Rad wird er wieder versuchen Gruppen zu sprengen, und somit aktiv daran beteiligt sein, wie es ganz vorn ausgehen wird. Übrigens: Wir haben bei unserer Recherche selten so geschmunzelt, wie über Faris´ Homepageprotokolle.

Faris‘ Favoritencheck

Wer holt sich die Krone? Wir haben recherchiert, gerechnet und ein wenig gemutmaßt. Das Ergebnis findet ihr in der triathlon.de Favoritencheck-Tabelle. In jeder Kategorie gibt es eine maximale Punktzahl von fünf Zählern zu erreichen. Wir sind gespannt, wer am Ende die meisten Punkte hat und zu unserem Top-Tipp wird.

triathlon.de, freiZum Ironman Hawaii Special mit Favoritenvergleich.

Zu Faris´Homepage.

Fotos: Ingo Kutsche

Triathlon.de Anzeigen
 
Zum Triathlon.de Newsletter anmelden