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Großes Comeback in Frankfurt: Camilla Pedersen ist bereit

12. Juni 2014 von Christine Waitz

triathlon.deFrankfurt, 11. Juni 2014 – Die Nachricht ließ im September des Vorjahres die Triathlon-Welt zittern. Nur wenige Wochen nach ihrem sensationellen Sieg bei der Ironman European Championship in Frankfurt war die sympathische Dänin Camilla Pedersen bei einer Trainingsausfahrt in einen schweren Radsturz verwickelt. Doch sie kämpfte sich zurück. 2014 wird sie wieder beim Ironman Frankfurt antreten.


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triathlon.de„Kritisch, aber stabil“, urteilten die Ärzte damals. Eine Diagnose, die sich 19 Tage lang fast unverändert halten sollte, denn erst nach mehr als zwei Wochen erwachte Pedersen aus dem Koma. Die Prognosen blieben vorsichtig, Ärzte prophezeiten eine monatelange Erholungsphase. Ein Zeitplan, an den sich die Blondine mit dem ansteckenden Lachen so gar nicht halten wollte. Bereits im Frühjahr saß Pedersen wieder im Sattel. Was folgte, gilt inzwischen als Cinderella-Story des Triathlons: Pedersen siegte bei ihrem Comeback auf Fuerteventura, kurz darauf beim Ironman 70.3 Barcelona und legte beim Ironman 70.3 Italy in Pescara sogar noch ihren dritten Saison-Erfolg nach.

Titelverteidigerin gegen große Konkurrenz

Dass das Comeback Pedersens selbst der versammelten Konkurrenz Respekt abnötigt, versteht sich von selbst. Einen Sympathie-Bonus darf sich die 31-Jährige auf dem Weg zur Titelverteidigung bei der Ironman European Championship am 6. Juli 2014 (Start: 6.45 Uhr, Langener Waldsee) aber dennoch nicht erwarten. Auf der Wettkampfstrecke über 3,8 Kilometer Schwimmen, 180,2 Kilometer Radfahren und 42,2 Kilometer Laufen muss sich die regierende Europameisterin erneut auf einen Generalangriff der besten Triathletinnen der Welt einstellen: Vor allem die in Südafrika lebende Britin Jodie Swallow – 2013 hinter Pedersen auf Rang zwei – hat noch eine Rechnung offen.

Foto: Thomas Wenning

Hinzu kommt mit der Österreicherin Eva Wutti ein absoluter Geheimtipp. Die in Wien lebende Jura-Studentin legte beim Ironman Copenhagen 2013 die viertschnellste je erzielte Damen-Zeit auf der Ironman-Strecke hin und gewann überlegen in 8:37:36 Stunden. Pedersens Siegeszeit in Frankfurt: 8:56:01 Stunden. Ebenfalls heiße Anwärterin auf einen Podestplatz ist die Neuseeländerin Gina Crawford, die 2013 mit einem neunten Platz bei der Ironman World Championship auf Hawaii eine Duftmarke hinterließ und im März dieses Jahres beim Ironman New Zealand Zweite wurde.

Deutsches Aufgebot mit Chancen

Aus deutscher Sicht gilt besondere Aufmerksamkeit Sonja Tajsich, die auf Hawaii im Jahr 2012 einen grandiosen vierten Platz belegte, sowie den hessischen Lokalheldinnen Natascha Schmitt und Jenny Schulz, die in Frankfurt ihr Langdistanz-Debüt geben wird. Komplettiert wird das deutsche Aufgebot von einer, die vor allem auf der Laufstrecke für hochgezogene Augenbrauen sorgte: Kristin Möller. Die Ex-Leichtathletin legte im Vorjahr eine schier unfassbare Marathonzeit von 2:57:13 Stunden – knapp zwölf Minuten schneller als Pedersen und 19 Minuten schneller als Swallow – auf den Frankfurter Asphalt und holte sich, angepeitscht vom begeisterten Publikum, den dritten Rang.

„Das Starterfeld der Damen ist in diesem Jahr so spektakulär wie noch nie“, freut sich Thomas Dieckhoff, CEO IRONMAN Europe, Middle East and Africa. „Wir haben nicht nur die drei Siegerinnen aus dem Jahr 2013 am Start, sondern auch die besten Athletinnen Deutschlands sowie weitere internationale Topstars über die Langdistanz. Diese Besetzung ist einmalig und eine wunderbare Werbung für unseren Sport.“

Zur Website des Rennens. 

Fotos: triathlon.de, Thomas Wenning

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