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Gesund durch die kalten Tage – mit Quercetin

10. Januar 2012 von Ann-Christin Cordes

Quercetin ist ein Flavonoid – die am häufigsten vorkommende Art der sekundären Pflanzeninhaltsstoffe, die z.B. (ein Glas) Rotwein so gesund machen. Quercetin wirkt sich in vielerlei Hinsicht positiv auf unsere Gesundheit aus und ist daher auch in vielen Arzneimitteln zu finden. triathlon.de erklärt, worin Quercetin enthalten ist und wie es unser Wohlbefinden beeinflusst.


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Quercetin – ein Alleskönner

Quercetin hat vielfältige Wirkungen auf den menschlichen Organismus. Zunächst einmal ist es ein natürlicher Farbstoff – es ist in Pflanzen für die gelbliche Farben zuständig. Wie wichtig Quercetin für unsere Gesundheit sein kann, zeigt eine Studie der Universität von South Carolina: 100 Mäuse wurden getestet, eine Gruppe musste sich z.B. intensiver „körperlicher Belastung“ aussetzen. Danach wurde ihre Anfälligkeit für Grippeviren beobachtet. Mäuse, die „Sport“ getrieben hatten und vorher kein Quercetin bekommen hatten, erkrankten zu 90% – die passiven Mäuse zu 63%. Mäuse mit Quercetin-Hilfe hatten keine erhöhte Anfälligkeit für eine Erkrankung als unter Normalverhältnissen!

Ein gutes und interessantes Ergebnis für Sportler, die ihren Körper ständig mit Training und Wettkämpfen strapazieren!

Quercetin stärkt das Immunsystem

Quercetin wirkt antioxidativ im Körper – es arbeitet also gegen den so genannten oxidativen Stress, der z.B. aufgrund von harten Trainingseinheiten im Körper entsteht. Damit schützt es unsere Gewebe- und Zellstrukturen etc. vor Angriffen – und das macht unseren Körper stärker, um z. B. Erreger und andere Gefahren abzuwehren.

Wer regelmäßig Quercetin aufnimmt, beugt Erkältungen, Krebs, Tumoren, Entzündungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor. Es wird außerdem bei Diabetes und Allergien in der Medizin eingesetzt und hilft auch bei Magenproblemen.

Der Universität South Carolina verdanken wir eine weitere Erkenntnis: 500 Milligramm Quercetin täglich verbessen die maximale Sauerstoffaufnahme. Und das sogar ohne regelmäßiges Training (dann aber natürlich im geringeren Umfang).

Schale muss sein!

Das Quercetin befindet sich in vielen Obst- und Gemüsesorten: Besonders reichhaltig in Äpfel, Kapern, Zwiebeln und in verschiedene Beeren- und Traubensorten sowie in grünem Gemüse wie Bohnen und Brokkoli.

An apple a day keeps the doctor away – das Sprichwort gilt auch dank des Quercetins im Apfel.

Aber: Der Stoff ist vor allem in den Schalen enthalten. Also Finger weg vom Schäler  – die Schale wird gut gewaschen und dann mitgegessen! In Zwiebeln ist der Stoff besonders in den äußeren Ringen enthalten. Auch Wein und Tee können Lieferanten für Quercetin sein. Wer sich sowieso „gesund“ ernährt (fünfmal Obst und Gemüse am Tag) wird also auch mit einer ordentlichen Portion Quercetin versorgt werden.

Die empfohlene Tagesdosis an Quercetin beträgt etwa 200-500 Milligramm – das ist leider kaum nur durch eine gesunde Ernährung zu schaffen. Es gibt auch Quercetin-Präparate. Allerdings muss die Dosierung hier vorsichtig erfolgen – eine Überdosis kann zu Nierenproblemen führen.

Ann-Christin Cordes ist Autorin dieses Artikels. Die studierte Sportwissenschaftlerin arbeitet als Triathlon-Trainerin für Jugendliche (VTB Varel) und freie Sportjournalistin. Seit 16 Jahren ist sie selbst aktive Triathletin und startet über die kürzeren Distan
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