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Garmin Virb XE Action Cam: Perfekt in Szene gesetzt

30. September 2015 von Christine Waitz

Christine Waitz,   freiMit den neuen Modellen der Virb Action Cams will Garmin seit dem Sommer verspielte Technikliebhaber, auch unter den Triathleten, locken. Die robusten Sportbegleiter sollen dabei nicht nur Videos in allen Situationen aufzeichnen. Dank verbauter Sensoren und Konnektivität können im Nachhinein auch Sportler- und Bewegungsdaten im Bild eingeblendet werden. Wir haben getestet – action!


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Wer einmal eine große Action-Kamera werden will, der muss klein, leicht und handlich sein. Verständlich, dass das eines der ersten Kriterien ist, die man nach dem Auspacken zu Rate zieht. Mit den Maßen 4x  7,7 x 3,7 Zentimetern und 151,7 Gramm scheint sie zwar auf den ersten Blick etwas mächtiger als die Konkurrenz. Doch muss man bedenken, dass die Garmin sofort bereit für nasse, dreckige, verschwitzte Aufnahmen ist. Denn das Gehäuse ist von vorne herein wasserdicht. Angenehm, wenn man nicht überlegen, und kein zusätzliches Equipment mit herumschleppen muss.

Einfach funktional

Entsprechend robust wirkt der kleine schwarze Klotz. Weiche Kanten und Formen vermitteln das Gefühl, dass auch wenn es einmal ruppig werden sollte, nichts zu Bruch geht. Knöpfe und Schalter haben, obwohl sie gut mit dem Gehäuse verschmelzen, eine angenehme Haptik. Selbst mit klammen Fingern oder Handschuhen sollten sie so zu finden und bedienen sein.
Christine Waitz, freiÜberhaupt wirkt alles recht aufgeräumt – ein Vorteil, wenn es schnell gehen muss. Für den Aufnahmestart betätigt man einen Drehschalter an der Kamera-Oberseite rechts. Er ist angenehm groß, ohne zu stören. Der Vorteil gegenüber einer Taste: Das Betätigen des Drehschalters spürt man sehr gut. Damit kann man sich sicher sein, dass die Aufnahme läuft. Auch wenn man das gerade nicht auf dem Display kontrollieren kann. Läuft die Aufnahme, brennt zudem das grüne Licht.

Ebenso gut zu finden ist der dicke Foto-Auslöser in der Mitte des Drehschalters. In der Mitte des Gehäuses finden sich zwei kleine Knöpfe. Der Ein-/Ausschalter und der Knopf für das Menü sind perfekt aufgeräumt und aus dem Weg. Links daneben findet sich das kleine Info-Display mit allen wichtigen Informationen, kompakt und übersichtlich zusammengefasst. Die breite Frontseite, die zur Hälfte von der Linse eingenommen wird, ist zudem zu erwähnen. Ansonsten ist das Kameradesign einfach funktional.

Auf Buchsen und Anschlüsse hat man wohlweislich verzichtet. Für eine Actioncam bieten diese Stellen immer Gefahr. Zu leicht gelangt hier Dreck oder Feuchtigkeit hinein. Stattdessen findet sich an der Kameralängsseite ein unempfindliches Kontaktfeld. Das mitgelieferte Kabel angeklippt, können darüber Daten ausgetauscht, sowie die Kamera geladen werden.

Quick Facts

Für alle Freunde der Theorie: Die Garmin liefert Fotos in 12 Megapixel-Bildauflösung. Eine Serienbild-Funktion liefert bis zu zehn Bilder pro Sekunde. Die Videoaufnahmen sind mit 1080p/30 Frames pro Sekunde FullHD-fähig. Aufgezeichnet wird auf eine MicroSD-Card.
Während die einfachere Garmin X keinen Bildstabilisator besitzt, wartet die XE damit auf. Das Mikrofon, das nicht durch ein zusätzliches Gehäuse gestört wird, nimmt einen klaren Ton auf.

Christine Waitz, frei

Eine Bildvorschau direkt auf der Kamera hat die Virb zwar nicht: Dieses Problem kann jedoch durch das integrierte Wlan gelöst werden. So kann jedes Mobiltelefon, auf dem die Garmin Virb App installiert ist, als Vorschaumonitor genutzt werden. Ebenso können Geräte (zB. Mikrofone) durch Bluetooth 4.0 (zB. Mikrofone) oder Ant+ (zB. Pulsmesser) mit der Kamera verbunden werden. Ein GPS-Sender ist ebenso im Gerät verbaut, wie ein Beschleunigungsmesser – doch dazu gleich mehr.

Und… Action!

Christine Waitz, freiLange Rede, kurzer Sinn. So „einfach funktional“ wie das Gerät in der Theorie erschien, gab es sich bei unserem Test auch in der Praxis. Die Halterungen (die wie so oft dazugekauft werden müssen) angeschraubt, gestartet, mit einem Pulsmesser gekoppelt… und los ging es.
Erstes, kleines Manko: Bereits nach knapp 1:20 Stunden war der Akku leer. Nun war dieser zwar erstmalig geladen und verspricht nach mehrmaligem Laden noch etwas längere Haltbarkeit. Außerdem hatten wir die Kamera zusätzlich im GPS-Betrieb und mit einem Garmin-Pulsmesser gekoppelt. Die von Garmin angegebenen zwei Stunden verfehlte das Gerät jedoch klar. Die gute Nachricht: Ein externer Battery-Pack kann über den USB Anschluss theoretisch weiterhin Energie liefern.

Unendliche Möglichkeiten

Die aufgenommenen Dateien können nun mit jeder gängigen Foto- oder Videosoftware bearbeitet werden, oder aber mit der hauseigenen VirbEdit Software, die es für Mac und Windows zum kostenlosen Download gibt.
Deren Oberfläche gibt sich ebenso intuitiv zu bedienen, wie die Kamera selbst und lädt ein, mit den zahlreichen, übersichtlich verfügbaren Funktionen zu spielen.

Beim importieren der Daten dann jedoch die erste Überraschung: Die Videodaten waren in kleineren, 15-Minuten langen Blöcken gespeichert. Für den Schnitt an und für sich zwar kein Problem. Wer jedoch die Möglichkeit nutzen möchte, die mit-aufgezeichneten GPS-Daten einer kompletten Runde in einer Karte einzublenden, der ist ersteinmal ratlos. Grundsätzlich jedoch gilt: Ebenso wie die Kamera zeigt sich auch das Virb Edit durchdacht und intuitiv zu bedienen.

Screenshot

Die Ergebnisse der Aufnahmen mit der Garmin Virb könnt ihr in unserem Zell am See Spezial auf YouTube sehen.

Der Preis ist heiß

Satte 399 Euro wandern für die XE und deren Grundausstattung (Basis-Befestigungs-Set) über die Ladentheke. Die Virb X ist mit 299 Euro etwas günstiger, aber immer noch kein Schnäppchen.

Die Garmin Virb XE auf Amazon.

Fotos: triathlon.de

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