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Frankfurt Ironman 2011: O-Töne von den Siegern/-innen bei der Pressekonferenz zum 10. Ironman Germany

24. Juli 2011 von Meike Maurer

Der 24. Juli 2011 wird als eines der härtesten Ironman-Rennen in Frankfurt in die Geschichte eingehen – kalte Temperaturen, Regen und Wind erschwerten das Rennen nicht nur für die Profis, sondern auch für viele Age Grouper, die das Rennen wegen Unterkühlung vorzeitig aufgeben mussten. Was die Siegerinnen und Sieger zum Rennen sagen, findet ihr hier.


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Die Stimmen der Top3 Herren

Der Sieger Faris Al-Sultan: „Ein schneller Marathon wäre mir lieber gewesen, aber ich habe auch Körner auf dem Rad gelassen. Das Laufen muss  natürlich für Hawaii besser werden, sonst habe ich da keine Chance auf eine vordere Platzierung. Ich werde aber versuchen, dran zu arbeiten. Vor allem in der dritten Runde musste ich heute Federn lassen, weil ich kurz vor dem Krampf war.“

Der Zweitplatzierter Jan Raphael: „Mein Platz heute ist sensationell. Ich habe lange auf das Podium gewartet nach meinen zahlreichen vierten Plätze wie z.B.  zuletzt in Texas.  Heute bin ich dann  wieder bis Kilometer 30 auf Platz vier rumgelaufen und habe gedacht, es darf einfach nicht schon wieder der vierte Rang rausspringen. Ich hab viel riskiert – ich bin den Marathon offensiv angegangen und hatte dann eigentlich auf den dritten Platz spekuliert. Ab Runde zwei hab ich dann immer mehr Druck machen können. Es war alles andere als ein perfektes Rennen:  Ich bin mäßig geschwommen und normal Rad gefahren. Faris war auf dem Rad einfach viel besser als der Rest. Mir ging es dann nur noch darum, nicht zu viel Zeit zu verlieren und noch eine gute Ausgangsposition für den Marathon zu ergattern. Mit meinem Marathon bin ich sehr zufrieden. 2:49 hoch ist für mich heute sehr gut gewesen. Ich kann und muss aber eigentlich besser schwimmen. Auf dem Rad war es brutal kalt – ich habe aber auch nach dem Schwimmen nichts angezogen – ich bin nur im Einteiler losgefahren, das wäre fast ins Auge gegangen.“

Der  Drittplatzierte Michael Göhner: „Es war ein sehr schweres Rennen für mich. Ich hatte gehofft, beim Schwimmen etwas weiter vorne zu sein. Die Aufholjagd auf dem Rad war bei der Qualität des Starterfelds natürlich schwer. Frank Vytrisal und ich haben viel Tempoarbeit gemacht. Die zweite Radrunde war hart, fast schon unmenschlich bei 12 Grad  und viel Wind. Nach dem Radpart hatte ich dann acht Minuten Rückstand und bin dann erst einmal forsch losgelaufen. Bis Kilometer 30 ging das auch gut, dann habe ich Magenprobleme bekommen und musste Jan Raphael kurz vor dem Ziel noch ziehen lassen. Auf jeden Fall habe ich heute weitere 3100 Punkte mit dem 3. Platz für Hawaii gesammelt und hoffe, dass das nun auch reicht.“

Die Stimmen der Top3 Damen

Die Zweitplatzierte Lucie Zelenkova war zu Pressekonferenz noch nicht anwesend, da sie nach dem Zieleinlauf noch in ärztlicher Behandlung war.

Die Siegerin Caroline Steffen: „ Ich war im Ziel schon sehr erschöpft. Der Marathon hat mich wirklich Nerven gekostet. Ich hatte auf dem Rad nicht überzockt, aber es war einfach zu kalt für mich und das war mein Problem. Von der Marathonzeit bin ich natürlich sehr enttäuscht. Die Werte waren im Training deutlich besser. Aber das konnte ich heute nicht zeigen, da ich beim Laufen meine Füße nicht gespürt habe. Ich habe sogar angehalten und Kuchen und Salzstangen gegessen … das mach ich sonst nie. Ich hatte Krämpfe in beiden Oberschenkel und Waden, ich konnte nicht mehr weiterlaufen, ich musste anhalten. Die erste Runde war die schlimmste, dann habe ich langsam einen Rhythmus gefunden und in der vierten Runde ging es dann nur noch bergab. Drei Kilometer vor dem Ziel wusste ich nicht, ob ich ankomme oder Zweite oder Dritte werde. Aufgeben war aber keine Option: Ich kenne mich, wenn ich aufgebe, kann ich das nicht mit mir vereinbaren, wenn ich nicht alles versucht habe. So lange ich nicht ins Koma falle oder aus den Latschen kippe, versuche ich das Rennen nach Haus zu laufen.“

Die Drittplatzierte Sonja Tajsich: „ Ich habe heute von der ersten Sekunde bis zum Schluss alles gegeben. Über meine Schwimmzeit freue ich mich sehr und die dritte Radzeit geht auch voll und ganz in Ordnung. Ich hatte natürlich lange Wechselzeiten, weil ich alles angezogen habe, was ich gefunden habe … Armlinge, Weste ect. Und über meine Laufzeit freue ich mich auch riesig. Ich bin den Marathon langsam angegangen, da ich zunächst  Rückenprobleme hatte. Danach lief es bis zum Halbmarathon erst einmal sehr gut, dann kam der Einbruch. Dank der Zuschauer, die mir aber immer die Zeiten gesagt haben und mich angefeuert haben, konnte ich mich aber noch einmal so richtig quälen. Das hat sich gelohnt, denn mit dem dritten Platz sollte ich die Hawaii-Quali sicher haben.“

Fotos: Ingo Kutsche

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