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Faris Al-Sultan und die „4er Weltformel“

20. Juli 2011 von Christoph Steurenthaler

In der Vorbereitung auf den Ironman in Frankfurt haben wir Faris Al-Sultan ein paar Fragen gestellt. Der Hawaii-Sieger von 2005 äußert sich über seinen derzeitigen Trainingszustand, zum bevorstehen Rennen und überpurzelnde Rekorde im Triathlon. Aber lest selbst.


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Hallo Faris, wie geht’s dir? Was macht die Radform? Warst du mit deiner Staffel-Radzeit in Roth zufrieden?

Ich kränkle gerade etwas, meine Radform ist solide, die Radleistung in Roth war ähnlich der im Vorjahr. Ich bin flott angefahren und dann total eingebrochen, was angesichts der Vorbelastung und der Ernährung nicht außergewöhnlich war.

Wen hast du für Frankfurt ganz besonders auf der Rechnung ?

Naja, die Startliste ist gewaltig lang. Sudrie, Raelert sind sicher sehr interessant, aber es gibt noch 15 weitere Athleten, die Punkte wollen. Ich denke, daß die Schwimm- und Radgruppe sehr groß sein wird, glaube aber auch, daß viele aussteigen werden oder von vornherein nur ins Ziel kommen wollen, um ein paar Punkte für die Quali abzugreifen.

Was hast du dir für Frankfurt vorgenommen?

Ein gutes Rennen abzuliefern. Ich orientiere mich ein bißchen an Regensburg ( Anm. d. Red.: Sieg für Faris 2010). Dort bin ich solide geschwommen,  auch weil Christof Wandratschs etwas die Tempoarbeit für mich gemacht hat. Ich bin gut Radgefahren, wenn auch nicht exorbitant und bin solide gelaufen, was anhand der Unterdistanzleistungen dieses Jahr besser sein sollte.

Wie beurteilst du die derzeitige Rekord-Entwicklung auf der Langstrecke-Strecke?

Im Zeitalter von Google Maps und GPS kann sich jeder selbst ein Bild von der Streckenlänge bei den jeweiligen Rekordrennen machen. Darüberhinaus sind die äußeren Einflußfaktoren nun mal bedeutender als beim Schwimmen. Deshalb gibt es ja auch beim Straßenradsport keine Weltrekorde. Aber den Zahlenfreunden kann ich die “4er Weltformel” mitgeben. Wer im Ironman mit Neo und flachem Wasser und 25-30°Grad einen 1:15er  (1,1:4 min)  Schnitt schwimmt (47:30) , eine Leistung von 1:4 fährt (bei guter Sitzposition und normalem Gewicht, 65-80 kg, d.h. bei 70 kg 280 Watt –  Anm. d. Red. das bedeutet das Körpergewicht x 4 als durchschnittliche Wattleistung) und einen 4er Schnitt läuft (2:48) der ist ein Monster und braucht sich keine Sorgen machen. Welche Endzeit dann beim jeweiligen Rennen rauskommt, ist sekundär.

Vielen Dank für das Gespräch

Foto: Ingo Kutsche

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