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Fahrradwahl: Rennrad oder Triathlonrad?

13. März 2014 von Christine Waitz

triathlon.de,   freiBesonders für Einsteiger, die auf den Geschmack gekommen sind, stellt sich häufig die Frage „Welches Rad kaufe ich mir?“. Renn- und Triathlonrad weisen gewaltige Unterschiede auf, die sich auch beim Fahren bemerkbar machen. Wir erklären euch, wo die Unterschiede liegen und wann ihr mit einem Rennrad oder einer Triathlonmaschine besser beraten seid.


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Das Rennrad: Ein Allrounder

Thomas Wenning freiMit einem Rennrad liegt man selten verkehrt. Egal ob kerzengerade Landstraße oder die Kletter-Tour in den Bergen. Sowohl bergauf, als auch bergab, alleine oder in der Gruppe, auf gerader oder kurviger Strecke. Das Rennrad macht einfach alles mit. Ausgenommen eben, ein Zeitfahren in windschnittiger Aeroposition.

Für technisch anspruchsvolle Strecken und Windschattenfreigabe

Aerodynamik spielt bei Radsportrennen eine eher untergeordnete Rolle. Viel wichtiger ist hier eine optimale Kraftübertragung in jeder Situation, sowie gutes Handling. So sitzt der Athlet auf dem Rennrad hinter dem Tretlager und kann damit vor allem in bergigem Gelände die auf das Pedal gebracht Kraft, selbst im Sitzen, bestens übertragen. Auch bergab hat sich diese Geometrie bewährt und zeichnet sich durch stabiles und gutes Steuer- und Fahrverhalten aus.

In der Gruppe liegen die Vorteile des klassischen Rennlenkers ebenfalls auf der Hand. Sowohl Schaltung als auch Bremsen sind stets in Griffnähe. Ist im Triathlon das Winschattenfahren zwar überwiegend verboten, gibt es dennoch Ausnahmen. Triathlon-Liga-Rennen finden überwiegend mit Windschattenfreigabe statt und müssen deshalb mit dem Rennrad, ohne Triathlon Aufsatz absolviert werden.

Kompromiss möglich?

Foto: Christine Waitz, frei

Wer gerne das Rennrad als Kompromisslösung nutzen möchten, der muss von Radmodell zu Radmodell genau in den Geometriedaten stöbern und daran denken, dass ein nachträglicher Aerotrim meist nicht einfach möglich ist. Unser Tipp: Den Rahmen „sehr klein“ nehmen und damit leichter eine windschnittige Position erreichen.

Am Ende bleibt jedoch das große Problem der Rennräder, wenn wir von der Aeroposition sprechen –  die Geometrie, die mit einem Triathlonlenkeraufsatz nicht optimal harmoniert. Doch was unterscheidet ein Triathlonrad nun genau von einem Rennrad? Neben dem speziellem Lenker vor allem die andere Geometrie.

Windschnitig durch andere Winkelverhältnisse

Ein Triathlonrahmen ist darauf ausgelegt, dass man eine angenehme Aeroposition über den Großteil eines Wettkampfes fahren kann. Um das zu erreichen, müssen die Unterarme bequem im Aerolenker abgelegt werden können, der Kopf muss tief sein, der Oberkörper darf nicht zu sehr durch die Sitzposition eingeschränkt sein. Die Lösung: Man dreht den gesamten Fahrer um das Tretlager nach vorne. Der Triathlet sitzt nun zentraler über dem Tretlager. Diese Position natürlich auch Auswirkungen auf das Fahrverhalten. Während das Triathlonrad in allen Bereichen, die dich in Aeroposition fahren lassen, ruhige Fahreigenschaften aufweist, ist es in den Bergen, oder auf stark verwinkelten Kursen einfach nicht zu Hause.

Auswirkungen auf die Rahmengeometrien sind:

  1. Ein kürzeres Steuerrohr (tiefere aerodynamisch günstigere Lenkerposition),
  2. Ein kürzeres Oberrohr,
  3. Kürzere Hinterbauten,
  4. und vor allem ein steilerer Sitzwinkel

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Steile Sitzwinkel ermöglichen eine sehr angenehm Sitzposition, da sich der Winkel zwischen Oberschenkel und Torso öffnet, was die Atmung erleichtert und zu einer weniger verkrampften Haltung auf dem Rad führt. Welche Einstellung man persönlich bevorzugt, ist sicherlich individuell sehr unterschiedlich. Eine professionelle Sitzpositionseinstellung ist deshalb gerne genommen, um den Komfort auf dem Rad zu perfektionieren.

Die formkurve und Sporteffekt helfen euch dabei, die richtige Sitzposition zu finden!

Fotos: Thomas Wenning, triathlon.de

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