Du bist hier: Triathlon Portal - triathlon.de > Gesundheit > Sportlerkrankheiten > Expertenserie mit Rainer Wittmann: Wenn der Heuschnupfen zuschlägt

Expertenserie mit Rainer Wittmann: Wenn der Heuschnupfen zuschlägt

14. April 2016 von Christine Waitz

Christine Waitz,   freiWährend sich die meisten Sportler auf die ersten Sonnenstrahlen und den Frühling freuen, sind andere Sportler weniger glücklich über diese Jahreszeit. Seit einigen Wochen liegt es nun wieder in der Frühlingsluft und verursacht allergische Reaktionen. Wenn die Pollenbelastung steigt, bleiben auch Triathleten vor den Überreaktionen des Immunsystems nicht verschont. Heilpraktiker Rainer Wittmann gibt Tipps.


Triathlon Anzeigen

Christine Waitz, freiRainer Wittmann ist Physiotherapeut und Heilpraktiker. Er hat seine Praxis inmitten des sportbegeisterten Landkreises Roth, in Hilpoltsein. Entsprechend sieht auch seine Patientenliste aus. Viele Sportler setzen auf seine Hilfe. Die individuelle, gezielte und aus zahlreichen Ausbildungszweigen schöpfende Diagnose bringt Probleme ans Licht und verhilft zu schneller Genesung.

Niesen, verstopfte Atemwege, tränende Augen. Nicht etwa eine kurze Erkältung sucht momentan wieder viele Sportler heim, sondern die Heuschnupfenzeit hat begonnen. Was passiert im Körper, wenn man auf die herumfliegenden Pollen allergisch reagiert?

Es ist eine eigentlich unangemessene, überstarke Antwort des Immunsystems gegenüber harmlosen, allgemeinen in der Natur vorkommenden Stoffen. Diese Antwort zeigt sich häufig anhand von Symptomen an Augen, Nase und Haut.

Viele unterschiedliche Auslöser können für die Allergie verantwortlich sein. Auch reagiert nicht jeder gleich stark auf Stoffe. Wie kann man sich als Sportler versichern, dass man wirklich an Heuschnupfen leidet und wie findet man heraus, für welche Stoffe man besonders empfindlich ist?

Teilweise ist die Allergie-Symptomatik angeboren, ebenso kann sie aber auch in jedem Alter erworben werden. Das passiert, wenn sich das Immunsystem selbst sensibilisiert. Die Auslöser dafür können sehr unterschiedlich sein, zum Beispiel Schwangerschaft, Operation, Pubertät, Hormonumstellungen, und so weiter.
Am Beginn der Symptomatik stehen häufig Müdigkeit und keinem genauen Krankheitsbild zuzuordnende Symptome, wie Durchfall, Konzentrationsstörungen, oder mehr Durst. Erst dann treten die typischeren Symptome an Augen, Nase oder Haut auf. Die einzig schulmedizinisch anerkannte Methode zur Diagnose ist im Moment der Prick-Test. Dieser ist aber meiner Meinung nach in ca. 60 Prozent der Fälle fehlerhaft. Als Diagnostikum bleibt daher nur die Klinik zu beurteilen und bioenergetische Tests durchzuführen (Applied Kinesiology, Elektroakkupunktur nach Voll und Bioresonanz).

Christine Waitz, frei

Wenn man in Training oder Wettkampf ist, möchte man als Sportler volle Leistung bringen können. Da kommt ein Heuschnupfen natürlich immer ungelegen. Kann man sich vor den Reaktionen des Immunsystems schützen, oder vorbeugende Maßnahmen ergreifen? Oder muss man sich als Allergiker mit der eingeschränkten Leistungsfähigkeit während dieser Zeit einfach arrangieren?

Umso heftiger der Heuschnupfen ist, desto wahrscheinlicher lassen sich die Symptome nicht vollständig beseitigen. Bei milden und mittleren Varianten ist eine vorbeugende und eine symptomatische Therapie absolut sinnvoll.
Vorbeugende Maßnahmen beginnen im Januar und Februar des Jahres. Dabei überprüft man, unter anderem den Zink- und Selenspiegel. Als vorbeugende und gleichzeitige akute Maßnahmen stehen weitere Therapien zur Verfügung: homöopathische Behandlung, aus Körperflüssigkeiten gewonnene, im Labor sterilisierte und zu homöopathischer Medizin weiterverarbeitete Tropfen oder Spritzampullen (Autovakzine), Mikroimmuntherapie, oder die Histamindiät.

Christine Waitz, freiWenn man medikamentös gegen die Reaktionen vorgehen möchte, was ist angebracht? Chemische Keule, oder Hausmittel?

Hausmittel gegen Allergien gibt es keine hochwirksamen. Die chemische Keule ist bei den Maximalallergikern zwingend notwendig. Allen oben beschriebenen milden und mittelschweren Fällen rate ich zur Naturheilkunde.

Was sollte ich als Allergiker im Training und im Wettkampf beachten?

Die Witterung sollte beachtet werden. Nach oder im Regen ist Training meist ohne allergische Reaktionen zu bewältigen. Die Einnahme der Medikamente sollte mit dem Therapeuten in Anlehnung an das Training und den Wettkampf abgestimmt werden.

Zur Website von Rainer Wittmann.

Fotos: triathlon.de

 

Triathlon.de Anzeigen
 
Zum Triathlon.de Newsletter anmelden