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Eurobike Spezial: Giro Helme – Von der Natur abgeschaut

28. August 2014 von Christine Waitz

giro,   freiDas menschliche Gehirn ist nicht nur durch den Schädelknochen geschützt. Zum Schutz vor Stößen und plötzlichen Bewegungen ist es zudem von mehreren Häuten umgeben, zwischen denen sich Hirnflüssigkeit befindet. Diese Puffer-Funktion haben sich Helmhersteller Giro und Partner Mips zum Vorbild genommen um Radhelme noch sicherer zu machen. Wie die revolutionäre Technik aussieht, das erfahrt ihr hier.


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Das man Technologien von der Natur abschaut ist nicht neu. Hat ein Helm bisher durch seine harte Schale und sein etwas weicheres Inneres den Kopf vor sofortigen Verletzungen geschützt, Platzwunden und Schlimmeres verhindert, kann durch die neue Konstruktion auch das Gehirn noch besser geschützt werden. Denn kein Radfahrer kommt bei einem Sturz „gerade“ auf. Meinst wirken große Rotationskräfte. Eine Gefahr für das Gehirn, das gegen die Schädeldecke gedrückt wird.

Vier Buchstaben für besseren Schutz

giro, freiMIPS heißen die vier Buchstaben die von nun an bei unterschiedlichen Giro Helmen für mehr Sicherheit sorgen sollen. Dahinter verbirgt sich eine Technologie namens Multidirectional Impact Protection System. Giros Partner hat sich dafür das Gehirn selbst zum Vorbild genommen. Denn dieses ist durch den harten Schädelknochen vor direkten Verletzungen geschützt, wie auch der Helm den Kopf vor Platzwunden schützt. Zusätzlich ist das Gehirn zum Schutz vor Stößen und plötzlichen Bewegungen von mehreren Häuten umgeben, zwischen denen sich Hirnflüssigkeit befindet. So kann es in begrenztem Umfang Stöße und rotierende Kräfte abpuffern, ohne durch einen Schlag an die Schädelwand beschädigt zu werden.

Auf die Technik übertragen

Deshalb bekommen Giros neueste Protektoren nun eine „zweite Haut“. Kaum zu sehen, werden zwischen zwei Helmschichten Elastomere angebracht, die, ähnlich wie im Gehirn, eine rotationsförmige Bewegung der zweiten Schicht zulassen. Dieser elastische Bereich heißt „Low Friction Layer“. So kann im Millimeterbereich ein klein Wenig mehr Energie des Aufpralles abgefangen werden. Lange hat man an der perfekten Platzierung, der Anzahl und der Position der Elastomere gearbeitet, bis man die volle Schutzfunktion herausgefunden hatte.

Wer nun Angst hat, mit einem noch größeren Helm durch die Gegend fahren zu müssen, der sei beruhigt. Der Volumenzuwachs der Kopfbedeckung ist mit bloßem Auge nicht einmal zu erkennen. Der Gewichtsunterschied liegt bei rund 30 Gramm. Ein Mehr, das im Falle eines Sturzes tatsächlich den Unterschied machen kann! So meint Greg Shapleigh, Executive Vice President von Giro: „Wir sind jetzt davon überzeugt, dass die Slip-Plane-Technologie bei bestimmten Unfalltypen für ein deutlich verringertes Maß an Rotationsbelastung für den Kopf von Radfahrern sorgen kann.

Weniger für mehr

Die Modelle Giro Savant und Sonnet, die für Rennradfahrer interessant sind, kosten 110 Euro. Bemerkenswert: Im Vergleich zum Vorgängermodell ist die Version mit mehr Schutz sogar noch etwas günstiger! Der Savant ist schmal geschnitten und besitzt 25 Wind Tunnel-Belüftungsöffnungen. Fahrer profitieren von guter Belüftung und Anpassbarkeit, sowie dem geringen Gewicht. Der Sonnet bietet exakt dieselben Features, nur für engagierte Rennradfahrerinnen.

Zur Website von Giro.

Fotos: Giro

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