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70.3 St. Pölten

Erfahrungsbericht Ironman
70.3 St. Pölten

28. Mai 2011 von Christine Grammer

Christine Grammer über ihren Start beim Ironman 70.3 St. Pölten. Zum zweiten Mal machte sich Christine vergangenes Wochenende mit ihrer Familie auf den Weg, um das Abenteuer Half-Ironman zu meistern.


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Westlich von Wien und umgeben von einer Weingegend namens Wachau liegt St.Pölten. Am Donnerstagabend startete ich mit dem Nachtzug von Hannover, um am Freitagmorgen pünktlich zum Frühstück in unser Unterkunft in Österreich zu sein. Das Problem mit zwei Taschen und meinem geliebten Rennboliden die 4 km Entfernung bis zum Hotel zu überbrücken, erleichterte mir ein indischer Taxifahrer. Er kutschierte mein Gepäck zum Hotel und ich hing im Windschatten hinter seinem Taxi.

Der Nachmittag wurde mit einer Besichtigung der Radstrecke begonnen – denn vor allem die letzten 30 km mit Berg- und Talfahrt sollte man gesehen haben, wenn man eine schnelle Radzeit anvisiert. Nachdem wir unsere letzte Einheit absolviert hatten, gings zur traditionellen Registrierung. Nach absolviertem Carboloading in Form von Nudeln und Marillenkuchen sowie isotonischen alkoholfreien Bier führte unser Weg direkt ins Bett.

Letztete Vorbereitungen

Der Samstag stand ganz im Zeichen der Wettkampf-Vorbereitung. Laufräder wurden ausgetauscht. Die Wechselbeutel gepackt und alles mehrfach genauestens geprüft. Nachdem wir uns für einen frühen Check-in entschlossen hatten, rollten wir bereits am frühen Nachmittag Richtung Wechselzone. Dieses Jahr gabs zum ersten Mal nur eine Wechselzone, was die Orientierung extem vereinfachte.

Let`s go

Sonntagmorgen hieß es bereits um 4 Uhr 30,  raus aus den Federn, da bereits ab 7 Uhr in einzelnen Wellen gestartet werden sollte. Angenehme 17 Grad deuteten bereits darauf hin, dass es  heiß werden würde. Gemeinsam mit allen Frauen startete ich um 7 Uhr 15 die Verfolgung der Pros.

Nach einem ruhigen Wasserstart absolvierten wir die ersten 900 m. Danach durften wir 400 m über eine Brücke zum nächsten See laufen.  Nach weiteren 1000 Metern Schwimmeinlage, ging es in die erste Wechselzone und ab auf`s Rad.

Nach der Fahrt durch eines kleinen Wohngebietes ging es auf die ersehnte Autobahn. 20 km nur geradeaus. Nach dem Autobahnabschnitt ging es allerdings schon den ersten Berg in Krustetten hinauf. Bei der Auffahrt konnte man einen wunderbaren Ausblick Richtung Wachau und Donau geniessen. Entlang der Donau geht die Strecke durch zahlreiche Dörfer, in denen sich zahlreiche Stimmungsnester befinden.

Bei km 60 begann dann der Kampf gegen den Berg. Die Sonne brannte auf den Asphalt  – oben angekommen motivierten einen zahlreiche Zuschauer und eine Verpflegungsstation kam genau richtig, um die leeren Akkus wieder zu füllen. Über leichte Hügel begann die Berg- und Talfahrt Richtung St.Pölten, frei nach dem Motto „Wer bremst verliert und ab in die zweite Wechselzone“. Und schon galt es nur noch, den Halbmarathon zu bewältigen.

Zu Fuß ging es also weiter Richtung Eventarena auf die erste Runde. Bereits nach 2 km hatte ich das Gefühl, gegen eine Wand zu laufen. Fünf Verpflegungsstationen auf jeder Laufrunde waren genau richtig. Wie ein Eichhörnchen transportierte ich Schwämme bis zu nächsten Station, um mich unterwegs ausreichend zu kühlen. Beim Lauf durch das Regierungsviertel, gab es sogar musikalische Unterstützung, was sehr motivierend war. Am Ende des Wettkampfes freute ich mich besonders auf den letzten Durchlauf in die Eventarena. Krampflos und mit ordentlich Sonnenbrand ging dieses Rennen zu Ende. Danach gabs gleich ein kühlendes Eis und einen Finisherkuss von meinem Vater – beides hatte ich mir im Ziel auch reglich verdient.

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