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Erding Triathlon: Das Triathlon-Fieber steigt

29. März 2010 von Christian Friedrich

Noch 84 Tage, dann wird die Herzogstadt wieder zum Herz des Ausdauerstports. Am 20. Juni steigt, bereits zum 17. Mal, der Stadttriathlon. Mehr als 1.000 Athleten zwischen 8 und 80 Jahren messen sich dann in den Disziplinen Schwimmen, Radeln und Laufen mit anderen Startern, vor allem aber mit ihrem inneren Schweinehund. Denn den gilt es zu überwinden, will man das Ziel erreichen.


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In Sportlerkreisen heißt es: „Du weißt, dass du ein Triathlet bist, wenn du beim Anstellen in der Kantine Dehnübungen machst, beim Mittagessen aus einer Wasserflasche trinkst – und wenn dir keiner mehr glaubt, wenn du ,Nie wieder!‘ sagst.“ Das ist natürlich ein Scherz. Aber besonders der letzte Teil der Aussage hat einen wahren Kern.

Denn wer einmal an diesem Sport geschnuppert hat, kommt so schnell nicht wieder davon los. „Triathlon ist kein Modetrend, sondern fasst die drei seit Jahren beliebtesten Ausdauersportarten zusammen“, erklärt Gerhard Budy, Breitensportwart beim Bayerischen Triathlonverband. Die Zahlen sprechen für sich: 1984 gab es in Bayern 23 Triathlon-Vereine, im letzten Jahr bereits 332. Auch „unsere“ Veranstaltung hat sich immer mehr zum Renner entwickelt: 2009 war der von Trisport Erding organisierte Stadttriathlon sechs Wochen vor dem Wettkampf ausgebucht!

Auch diesmal fiebern viele Athleten dem Stadttriathlon entgegen. Fest steht bereits, dass es bei den Nachwuchs-Wettbwerben Amadeus KidsTri sowie Amadeus JugendTri einige sicherheitsbedingte Änderungen im Vergleich zu 2009 gibt. So wurde das Mindestalter beim KidsTri von sechs auf acht Jahre (Jahrgang 2002) heraufgesetzt, nachdem sich einige ganz junge Teilnehmer beim Schwimmen etwas schwer taten. Und die 10-km-Radstrecke für die Jugend B (Jahrgang 1995-96) wird diesmal als 5-km-Wendestrecke ausgelegt, die ein Mal zu absolvieren ist.

Vorteil: weniger enge Kurven als auf der 2,5-km-Strecke von 2009. Die Streckenverläufe beim Volkstriathlon sowie auf der Olympischen Distanz werden dagegen voraussichtlich so bleiben. Sicher ist: Der Startschuss für alle Wettbewerbe fällt am Kronthaler Weiher. Im sauberen Wasser des beliebten Erdinger Ausflugsziels werden Distanzen von 100 Metern (Schüler/innen C, Jahrgang 2002/03) bis 1,5 Kilometer (Olympische Distanz) zurückgelegt. Alle Teilnehmer ab der Altersklass Junioren/innen A (Jahrgang 1991-94) können sich zudem wieder auf den beliebten Innenstadt-Zieleinlauf inklusive Finish-Line-Party am Schrannenplatz freuen. „Der ist ein Herzstück unserer Veranstaltung und für Athleten und Zuschauer ein absolutes Highlight“, sagt Trisport-Vorstandsmitglied Winfried Kretschmer. Ralph Schick, Geschäftsführer des Online-Portals www.triathlon.de und Sieger des Volkstriathlons 2008, bestätigt: „Mitten in der Stadt bei tosendem Applaus die letzten Meter zu bewältigen – so was hat nicht jeder Wettkampf.“

Die Attraktivität des Stadttriathlons wird auch 2010 wieder einige Spitzensportler in die Herzogstadt locken. Michael Göhner und Meike Krebs, die Vorjahressieger auf der Olympischen Distanz (1.500 Meter Schwimmen, 48,5 Kilometer Rad, 10 Kilometer Laufen) werden ihren Titel verteidigen wollen, während Nicole Leder nach Siegen 2007 und 2008 und Platz zwei 2009 heuer gewiss erneut Jagd auf die Spitzenposition machen will.

Doch die Faszination der Veranstaltung in Erding liegt auch darin, dass neben Topathleten auch Breitensportler herzlich willkommen sind. Auch Einsteiger sind bei dem stets top organisierten Event gut aufgehoben. Noch sind es 84 Tage bis zum Stadttriathlon – da bleibt noch Zeit für Kurzentschlossene, sich an einen der Nachwuchs-Wettbewerbe oder an den Volkstriathlon (400 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Rad, 4 Kilometer Laufen) heranzuarbeiten und sich dem immer größer werdenden Kreis der Triathleten anzuschließen.

Gerhard Budy vom Bayerischen Triathlonverband fasst die Faszination Triathlon für sich so zusammen: „Man ist auf sich alleine gestellt und kann immer wieder seinen inneren Schweinehund überwinden. Zudem kann man bei fast jeder Witterung trainieren und ist dabei nicht an starre Zeiten gebunden.“ Hinzu kommt: Beim Triathlon wird der ganze Körper trainiert. „Einseitig muskuläre Beanspruchungen werden kompensiert, Herzkreislaufsystem und Stoffwechsel werden ökonomisch belastet.“ Einer Studie der Sportuniversität Wien (2009) zufolge ist Triathlon die Sportart mit dem positivsten Einfluss auf die Gesundheit. Was auch daran liegt, dass das Verletzungsrisiko sehr gering ist – solange man sich nicht überanstrengt. Also: Ab in die Trainingsklamotten – und auf ein Wiedersehen am 20. Juni.

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