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DTU: Laura Lindemann und Gregor Buchholz erstmals Deutsche Meister

29. Juni 2015 von Christine Waitz

Foto: DTU/ Jo Kleindl,   einmaligDüsseldorf, 28. Juni 2015 – Laura Lindemann aus Potsdam und Gregor Buchholz aus Saarbrücken sind die neuen Deutschen Meister über die Sprint-Distanz. Die beiden DTU-Kader-Athleten ließen ihre Teamkollegen aus der Triathlon-Nationalmannschaft, die komplett an der Startlinie in Düsseldorf stand, allesamt hinter sich.


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58:49 Minuten benötigte die 19-Jährige Lindemann für die 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer auf dem Rad und die abschließenden fünf Laufkilometer. Den Vize-Titel sicherte sich Anne Haug (Bayreuth), Dritte wurde Rebecca Robisch (Saarbrücken). Buchholz durfte nach 54:36 Minuten jubeln und verwies Steffen Justus (Saarbrücken) und Maximilian Schwetz (Erlangen) auf die Plätze.

„Laura ist die verdiente Siegerin“

Foto: DTU/ Jo Kleindl, einmalig„Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet“, freute sich die amtierende Junioren-Weltmeisterin über ihren Coup im Elite-Damenfeld. „Ich bin total glücklich über den Titel.“ Diesen sicherte sich Lindemann in überzeugender Manier. Schon im Schwimmen kam sie vorne aus dem Düsseldorfer Hafenbecken, hielt sich in der großen Radgruppe mit allen Favoriten auf und demonstrierte im Laufen ihre gute Form. Etwas mehr Arbeit hatte in den ersten beiden Disziplinen die Vize-Meisterin. Anne Haug kam mit etwas Rückstand zum ersten Wechsel, konnte die Lücke auf dem Rad aber schließen und lief auf Rang zwei. „Nach der langen Verletzungspause letztes Jahr bin ich froh über meine Leistung hier. Laura ist auf jeden Fall die verdiente Siegerin.“

Foto: DTU/ Jo Kleindl, einmaligGregor Buchholz ist zwar schon 29 Jahre alt und feierte unter anderem bereits einen WM-Titel im U23-Bereich, Deutscher Meister der Elite ist er indes zum ersten Mal geworden. „Vielleicht war es für mich jetzt endlich an der Zeit“, sagte er im Ziel schmunzelnd. „Ich freue mich riesig, zumal ich wusste, wie stark die Konkurrenz ist, da ich mit einigen zuletzt im Trainingslager war.“ Buchholz hatte im Schwimmen nicht ganz an der Spitze mithalten können, doch war der Abstand eher gering, so dass sich schnell eine große Gruppe bildete, die mit fast allen Favoriten zum Wechsel in die Laufschuhe kam. Auf den letzten fünf Kilometern ließ Buchholz der nationalen Konkurrenz keine Chance und belohnte sich mit dem Titelgewinn.

Lindemann und Ian Manthey DTU Deutsche Meister der U23-Wertung

Ebenfalls einen Titel, den in der Kategorie U23, feierte Ian Manthey (Berlin). Hinter ihm kamen in dieser Nachwuchswertung Valentin Wernz (Saarbrücken) und Lasse Lührs (Potsdam) auf die Plätze. Mit ihren 19 Jahren war auch in dieser Kategorie Laura Lindemann auf dem obersten Treppchen. Dahinter freuten sich Hanna Philippin (Saarbrücken) und Lena Meißner (Neubrandenburg) über ihre DTU DM-Medaillen.

Triathlon Bundesliga: Buschhütten steuert auf viertes Double zu

Das EJOT Team TV Buschhütten steuert indes immer mehr auf den vierten Doppelsieg (Frauen und Männer) in Folge in der 1. Triathlon-Bundesliga 2015 zu. Auch bei der dritten Station in Düsseldorf ließen die Siegerländer nichts anbrennen, entschieden die Rennen bei den Frauen und Männern vor über 40.000 Zuschauern entlang der Strecke im Düsseldorfer Medienhafen, den Gehry-Bauten und der City in eindrucksvoller Manier für sich.

Jörg Schüler, freiMit einer beeindruckenden Show sicherte sich Spitzenreiter Buschhütten im Männerrennen die ersten vier Plätze. Strahlender Sieger: der Südafrikaner Richard Murray, der sich im vergangenen Jahr in Düsseldorf noch seinem Teamkollegen Mario Mola geschlagen geben musste. „Ich hatte heute viel Spaß. Es ist immer wieder toll mit den Jungs aus Buschhütten ein Rennen zu bestreiten“, so Murray, der seine gesamte Ausrüstung, angefangen vom Rad bis hin zu den Schuhen, erst wenige Stunden vor seinem Rennen erhalten hat, nachdem diese gestern nicht gemeinsam mit ihm in Düsseldorf angekommen war. Hinter Murray (54:27 Stunden) sicherte sich Gregor Buchholz mit neun Sekunden Rückstand (54:36) den DM-Titel und Rang zwei vor dem Schweizer Olympia-Dritten von 2004, Sven Riederer (54:42) und dem vierten Buschhüttener Steffen Justus (54:45).

Starke Münchener Herren

Ganz stark präsentierte sich auch das MRRC Triathlon Team auf Rang zwei mit zwei Top-Ten-Platzierungen (Morgan Davies/9., Antonio Lopez/10.). Durch den Podiumsplatz machten die Münchener den größten Sprung in der Tabelle, schoben sich von Rang acht auf Platz fünf vor. Hinter Spitzenreiter Buschhütten verteidigte das Bromelain-POS Team Saar Rang zwei mit nunmehr zwei Punkten Vorsprung vor dem Stadtwerke Team Witten und dem punktgleichen Triathlon Potsdam. Im Tabellenkeller konnte sich neben dem EBL Consulting KTT 01 Team aus Köln auch das Kiwami Tri Team Grassau ein wenig Luft verschaffen. Grassau rangiert zwar immer noch auf dem vorletzten Platz, hat aber nun vier Punkte Vorsprung auf Schlusslicht Volllast Tri Team Schongau.

Im Frauenrennen blieb den Buschhüttenern aber der Einzelsieg verwehrt. Zu stark präsentierte sich die Junioren-Welt- und Europameisterin Laura Lindemann (Triathlon Potsdam), verwies in 58:49 Stunden die Vize-Weltmeisterin von 2012 und WM-Dritte von 2013, Anne Haug (Kiwami Team TV 1848 Erlangen), sowie die bestplatzierte Deutsche im aktuellen WM-Ranking (Platz 14), Rebecca Robisch (Buschhütten) mit 20 bzw. 24 Sekunden Vorsprung auf die Plätze. „Ich wollte hier in Düsseldorf noch etwas Selbstbewusstsein für die Europameisterschaften in Genf tanken. Das ist mir mit dem Sieg mehr als gelungen“, so die neue Deutsche Meisterin auf der Sprint-Distanz. Lindemann legte mit ihrem Sieg den Grundstein für den dritten Rang ihres Teams in der Mannschaftswertung hinter Sieger Buschhütten und dem abermals starken Komet Team TV Lemgo, das in der Gesamtwertung auf Platz zwei kletterte.

Jörg Schüler, frei

Spannend bleibt es derweil im Abstiegskampf: Während der Zug für Aufsteiger Team Spessartchallenge TV Bad Orb wohl endgültig abgefahren ist, kommt es beim Saisonfinale in Tübingen am 2. August zu einem packenden Fight um die rettenden Plätze, trennen den TuS Neukölln Berlin auf Rang 13 und den TSV Amicitia Viernheim auf Platz zehn gerade einmal vier Punkte.

Begeistert vom T³ Triathlon zeigten sich auch die Präsidenten der Europäischen Triathlon Union (ETU) und Deutschen Triathlon Union (DTU). „Eine großartige Location mit sehr viel Potenzial. Das Schwimmen ist wie in einem Stadion. Ich freue mich schon jetzt auf die Europameisterschaften 2017 an gleicher Stelle“, so ETU-Präsident Renato Bertrandi. DTU-Präsident Martin Engelhardt lobte vor allem die „positive Entwicklung“ des T³ Triathlon: „Der Eindruck ist fantastisch. Jedes Jahr kommen neue Details hinzu.“

Weitere Informationen zur Triathlon-Bundesliga sind zu finden unter www.triathlonbundesliga.de.

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Foto: DTU/ Jo Kleindl, Jörg Schüler

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