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Do`s and Dont`s im Frühjahrstrainingslager

25. Januar 2011 von Michael Krell

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4. Schnacker

Es gibt zwei Typen von Schnackern im Trainingslager. Die erste Gruppe sind die, denen man gerade mal Hallo sagt und die dann einen sofort ungefragt ihre Bestzeiten an den Kopf knallen, ihre Pläne der Sportweltherrschaft für diese Saison erläutern und andere Leistungen permanent schlecht reden. Der einzige Vorteil eines solchen Verhaltens ist der, dass man so im Trainingslager seine Ruhe hat, weil keiner mehr mit einem fahren möchte.

Eine passende Anektode habe ich von meinem Freund Hannes: dieser fuhr vor Jahren oft mit Lothar Leder ins Trainingslager nach Mallorca. Bei einer Bergtour kämpfte er hinter Lothar nicht nur um Anschluss, sondern fast ums nackte Überleben, ein solches Tempo schlug die Gruppe an. Plötzlich fuhr jemand völlig fremdes von hinten auf die Gruppe auf, schleuderte ein munteres „Hallo“ in die Runde und pedallierte ohne weiteres am staunenden Lothar vorbei! Dieser drückte auf das Gaspedal und fuhr nach ein paar Sekunden hinterher. Beide kamen ins Gespräch und irgendwann fragte der Unbekannte den Lothar, ob dieser auch Radfahrer sei? Lothar verneinte und meinte, er macht ab und zu mal einen Triathlon. (Offensichtlich erkannte der Radler ihn nicht) „Auch diese verrückten Ironman-Rennen?“ – Lothar: „Nein, das ist mir zu anstrengend“ …und ließ sich wieder zurückfallen)

Die zweite Gruppe sind die „immer-kranken“. „Fühlen sich heute nicht so gut“ und ziehen irgendwann einen Zwischensprint an. Letzte Saison wär so gut gewesen, hätte man sich nicht das Bein verdreht, plötzlich Halskratzen im Januar bekommen und alles war vorbei. Hütet euch vor solchen Kameraden, diese ziehen euch nur runter.

5. Pause ist was für Schwache

Nach Hause zu kommen, gleich weiter zu trainieren und sich keine Erholungsphase zu gönnen, ist der sichere Weg in eine Krankheit oder Verletzung. Gebt dem Körper Zeit erst einmal die für diese Jahreszeit ungewohnt hohen Trainingsreize zu verarbeiten. Danach kann es dann auch wieder zuhause mit dem Training rund gehen. Es muss keine komplette Woche sein, wie oft empfohlen wird.

Solltet ihr für lediglich eine Woche ins Trainingslager gefahren sein, so reicht es meiner Erfahrung nach aus, wenn der letzte Tag unter der Sonne nur noch locker trainiert wird und der erste Tag zuhause komplett frei genommen wird. So könnt ihr am Abend des zweiten Tags zuhause, schon wieder langsam loslegen. Nach zwei Wochen Trainingslager sollte man allerdings schon die erste halbe Woche zuhause nur kurz und locker trainieren, bevor man wieder loslegt.

Wer noch Tipps und Ideen brauch, wohin die Reise gehen soll, ist hier genau richtig.


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Michael Krell ist Autor des Artikels und zudem ein sehr aktiver und erfolgreicher Triathlet. Nachdem er sich die Quali für Hawaii beim Ironman Zürich 2008 bereits einmal sichern konnte wurde er 2009 zum Sub9 Finisher beim Challenge Roth. Krelli treibt auch bei uns im Forum sein unwesen und hat seinen eigenen Blog und hat auch sein eigenes Buch.
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