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Dirk Schmidt holt Hawaii nach Deutschland

29. Januar 2012 von Meike Maurer

Die außergewöhnliche Geschichte beginnt im Jahr 1994. Damals hielt der Pastor und Triathlon-Bundesliga-Profi Dirk Schmidt – dem Vorbild der Veranstaltung Ironman Hawaii nachgeeifert – erstmals in Deutschland auf Eigeninitiative beim Ironman in Roth vor Beginn des Rennens eine kurze Andacht für die Triathleten. Dabei sprach er das Segensgebet im Neoprenanzug, denn auch er selbst nahm an diesem 10. Juli seine erste Langdistanz in Angriff.


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Die Sportlerandacht war ein großer Erfolg und entwickelte sich im Fränkischen zu einer schönen Tradition. Später wurde sie auf die Agenda des Ironman Zürich und des Ironman Frankfurt geschrieben, wo Dirk Schmidt als Theologe und Sportler ebenfalls schon einmal am Start war.

Traum vom Start auf Hawaii

Wie für jeden Triathleten war es auch für ihn ein Traum, einmal selbst den prestigeträchtigsten und gleichzeitig härtesten Wettkampf Ironman Hawaii zu bewältigen. Diesen erfüllte sich der A-Lizenz-Trainer von Multisport-Center 17 Jahre später und finishte  mit 9:26 h 2011 den Wettkampf auf Big Island. Ein Erlebnis, das er so schnell nicht vergessen wird.

Gerne wollte er auch etwas von diesem Spirit im Koffer mit nach Hause bringen. Unmöglich!! Aus seiner Sicht nicht: Denn während eines Kaffeefarm-Besuchs in der „Hang Loose-Zeit“ nach dem Rennen entdeckte er überraschend viele Parallelen zwischen Triathlon und Kaffeeanbau, Ernte sowie Röstung nach dem Motto „sehr viel Aufwand und am Ende ist man stolz auf das Produkt“. Und Dirk Schmidt weiß, wovon er spricht – nicht nur als Coach, sondern auch als Athlet. Nachlesen und -fühlen kann man das in seinem Tagebuch, das er während seiner Vorbereitungszeit über 15 harte Monate und 1 250 Trainingsstunden führte.

Und so war die Idee geboren, Kona-Kaffee, einer der besten und begehrtesten Kaffees der Welt, in der deutschen Triathlon-Szene zu vertreiben.

Der Spirit von Hawaii

Das wichtigste zum „Aroma Hawaiis“ erfuhr er in vielen persönlichen Gesprächen mit einem Kaffeebauern auf Big Island, der größten Insel des hawaiianischen Archipels. Für den Anbau der begehrten Spezialität sind die extrem fruchtbare Vulkanerde und das heiße feuchte Klima geradezu perfekt. Allein etwa vier Jahre vergehen, bis auf einem Kaffeestrauch Kaffeekirschen wachsen und reifen. Jede einzelne Kirsche wird von Hand gepflückt und direkt nach der Ernte weiterverarbeitet. In einer Entkernungsmaschine werden die Arabicabohnen – je zwei pro Kirsche – aus ihrer Hülle gepresst und danach fermentiert. Im nächsten Schritt werden sie gewaschen und getrocknet – dieser Prozess dauert bis zu 30 Tage. Danach geht’s ab zur Rösterei, wo der Kaffee seinen Geschmack und sein Aroma erhält. Die Bohnen werden unterschiedlich lang und mit unterschiedlichen Temperaturen geröstet, je nach dem welches Ergebnis erzielt werden soll.

Grundsätzlich gilt: Je dunkler die Röstung, umso intensiver schmeckt der Kaffee, je heller umso mehr Koffein enthält er. Interessant ist auch, dass man für die Herstellung von einem Pfund Kaffee, sechs Pfund Bohnen benötigt.

Import von Kona-Kaffee

Inzwischen importiert Dirk Schmidt von besagtem Kaffeebauern gemeinsam mit einem Trainingspartner den schonend gerösteten, 100 % Kona-Kaffee aus kontrolliertem Anbau fair trade wöchentlich unter der eigenen Marke KonaGold. Das Päckchen Gourmetkaffee wird von einem selbst entworfenen Label geziert. Für die beiden Sportskameraden ist der Import von Hawaii-Kaffee eine Lebensphilosophie geworden. Bei jeder Tasse des rauchig, etwas erdig aber auch nussig und vielleicht sogar schokoladig schmeckenden Kaffees, erleben sie das Hawaii-Feeling von Neuem.

Autorin: Antje Laschewski

 

 

 

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