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Die Spiroergometrie: Sportler-Leistung sichtbar gemacht

7. Mai 2015 von Melanie Vent

formkurveEnergieverbrauch und Energiebereitstellung sind Themen, an denen wohl kein Sportler vorbei kommt. Der Eine beschäftigt sich bewusst damit, zum Beispiel weil er durch den Sport abnehmen will, oder seine Ernährung im Wettkampf optimieren möchte. Der Andere indirekt, weil er einfach merkt, dass er auf der langen Radtour plötzlich leistungsmäßig “einknickt“ obwohl er sich doch noch fit fühlt. Wir sagen euch, wie es klappt mit der Energie!


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Die Energie für unseren Körper ziehen wir aus unseren Zellen, genauer den Mitochondrien. Diese kleinen Kraftwerke brauchen aber eine “entspannte“ Situation und etwas Zeit um ihre Energie aus den Fetten in unserem Körper zu ziehen. Wenn es stressig wird, bzw. im Sport schnell gehen muss, kommt der Fettstoffwechsel nicht mehr mit und es wird auf Kohlenhydrate zugegriffen. Dann ist derjenige, der dauerhaft abnehmen möchte “zu schnell“ unterwegs und der Wettkampfsportler kommt ggf. an den Punkt, an dem sein Körper mehr Kohlenhydrate verbrennt, als er in Form von Gels oder Riegeln wieder aufnehmen kann. Eine ungünstige Situation für den Energiehaushalt.

Im Ernährungs- und Sportbereich hagelt es natürlich nur so an “Faustformeln“ um unseren Kalorienbedarf zu berechnen. Oft hört man den Richtwert von rund 2000 kcal pro Tag für einen erwachsenen Mann. Mit hinein spielen jedoch unendlich viele Einflussfaktoren wie Alter, Größe, Gewicht, Muskelmasse, Tätigkeit im Job und in der Freizeit und vieles mehr! Woher weiß man also, wieviel man braucht?

Wer einen Richtwert sucht, der kann ihn hier errechnen.

Spiroergometrie bringt Antworten

Eine genaue Antwort bekommt man nur durch einen individuellen Test, wie die Spirometrie. Anhand der Atemgase wird dabei gemessen, wieviel Energie gerade im Körper verbraucht wird, und ganz wichtig auch, aus welchen Quellen sie stammt.

Foto: Christine Waitz/frei

Die wichtigsten Messergebnisse einer Spiroergometrie sind:
  • der Wert der größtmöglichen Sauerstoffaufnahme (gibt Aufschluss auf die aeroben Leistungsfähigkeit)
  • die Herzfrequenz- und Atemreserve (geben Hinweis über den Grad der Ausbelastung)
  • der Sauerstoffpuls (die transportierte Menge an O2 in ml pro Herzschlag)
  • der respiratorische Quotient (Verhältnis der Menge des ausgeatmeten CO2 zur Menge des aufgenommenen O2s)
  • die Leistung für spezifische Trainingsbereiche
  • der Wert der ventilatorische Schwelle (aerobe Schwelle)

So geht’s

Zunächst kann bei der Spiroergometrie  ganz entspannt über eine Atemmaske der persönliche Grundumsatz, das ist die Menge an Energie, die der Körper in Ruhe braucht, um Organe und Muskeln zu versorgen, gemessen werden. Etwas anstrengender wird’s dann bei der Testung der Energiebreitstellung während der Aktivität. Bei steigender Belastung, das simuliert man zum Beispiel auf dem Laufband oder dem Rad, verändert sich nicht nur die Menge an Energie die unser Körper braucht, um Muskeln und Herz-Kreislaufsystem in Schwung zu halten, sondern auch das Verhältnis der Quellen zugunsten des schnelleren Kohlenhydratstoffwechsels. Das heißt: je intensiver die Belastung wird, umso weniger Fett wird zur Energiebereitstellung verwandt, dafür mehr Kohlenhydrate, die in Leber und Muskel gespeichert sind.

formkurve

Stoffwechsel sichtbar gemacht

Mit einer PC gestützten Auswertung kann man im Anschluss genau nachvollziehen, was im Körper passiert. Das kann nicht nur helfen manche Situationen im Training besser zu verstehen, wie zum Beispiel, warum uns manchmal auf dem Rad einfach der “Sprit“ ausgeht. Man kann auch vorausschauend planen und sein Training damit besser steuern, oder auch gezielt den Fettstoffwechsel aktivieren.

Aussagekräftig wird so ein Test vor allem mit einer regelmäßigen Wiederholung. Schließlich verändert sich der Körper ständig. So steigt durch regelmäßiges Training der Anteil der Muskelmasse, und schon haben wir einen erhöhten Grundumsatz. Ihr kennt die Veränderung des Grundumsatzes vielleicht aus einer anderen Situation: wenn Sportler bei Trainingsausfall wie gewohnt weiter essen und sich plötzlich ungeliebte Kilos zeigen.
Auch, ob das Grundlagentraining funktioniert hat, sieht man bei einem Wiederholungstest wenn man ohne zusätzliche Aufnahme von Kohlenhydraten, nämlich allein durch Nutzung unserer Fettreserven, länger oder mit mehr Power unterwegs sein können.

Aeroscan-Testtage im triathlon.de Shop Essen

Am Freitag, den 08. Mai und Samstag, den 09. Mai, bietet der triathlon.de Shop Essen Testtage mit dem Aeroscan an.

Mehr Informationen, sowie Terminvereinbarung im triathlon.de Shop Essen; Lindenalle 10; 45127 Essen

Öffnungszeiten:
Mo-Fr: 9:00 – 13:00 Uhr und 14:00 – 18:00 Uhr
Sa: geschlossen

T: +49(0)201-95974995
E: essen@triathlon.de

Fotos: triathlon.de, formkurve

Melanie Vent hat ein Studium der Sportwissenschaften, mit dem Schwerpunkt Erlebnissport, an der Deutschen Sporthochschule in Köln Absolviert. Im triathlon.de Shop Essen betreut sie Sportler in allen Fragen rund um Material, Training und Leistungsdiagnostik. Sie selbst hat nicht nur Erfahrung im Triathlon, sondern auch im Lauf-, Turn- und Kraftsport.
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