Du bist hier: Triathlon Portal - triathlon.de > Training > Radfahren2 > Die schönsten Trainingslager-Touren: Tour der Kontraste auf Lanzarote
Training Triathlon.de

Die schönsten Trainingslager-Touren: Tour der Kontraste auf Lanzarote

28. Februar 2016 von Christine Waitz

Christine WaitzWer denkt, Lanzarote ist nichts als eine schwarze Lavawüste, der täuscht sich. Stattdessen fasziniert die Kanareninsel mit einzigartigen Farben und Kontrasten. Wer alle Facetten der Insel kennenlernen möchte, der begibt sich auf unsere Inseltouren. Zwei Routen führen euch zu den sehenswertesten Punkten. Doch Vorsicht: Es könnte windig werden…


Triathlon Anzeigen

Wer auf Lanzarote trainiert, der freut sich über die Tage, an denen es nicht in den Ohren heult. Wind ist hier fast immer präsent. Meist kommt er aus nordöstlicher Richtung. Auch muss man auf der Vulkaninsel mit ordentlich Höhenmetern rechnen. Unter 1.000 Metern Kletterpartie kommt man hier selten nach Hause.

Leuchtendes Blau bei El Golfo – 72 km

Unsere erste Tour führt an die Küstenstraße nahe El Golfo. Schwarze Lavalandschaft steht in Kontrast mit dem leuchtenden Blau des Meeres und der weißen, schäumenden Gischt der Wellen, die gegen die Felsen donnern. Ein kurzer Stopp ist Pflicht!

Doch von Beginn: Unsere Runde startet in La Santa. Mit Rückenwind geht es bergauf nach Tinacho. Nach dem Dorf biegen wir rechts ab in Richtung des Nationalparks Feuerberge. Durch Lavalandschaft nähern wir uns den rötlich-grün schillernden Bergen der Montanas del Fuego. Ein kurzer Anstieg führt  hinauf, eine langgezogene Abfahrt auf der anderen Seite hinunter. Wir kommen nach Yaiza, biegen rechts ab. Den großen Kreisverkehr nach dem Dorf verlassen wir an der allerletzten Ausfahrt. Eine recht holprige Straße wartet auf uns. Doch dank des Gefälles und des Rückenwinds kommt man schnell hinunter nach La Hoya. Hier halten wir uns rechts, passieren die Salinen und erreichen die spektakuläre Küstenstraße. Wellen bersten gegen das tiefschwarze Lavagestein, in der Ferne leuchten die Feuerberge. Dazwischen Weiten von Lavageröll.

Christine Waitz, frei

Bei den Hervideros machen wir einen kurzen Stopp. Hier hat die Kraft des Wassers tiefe Löcher in das Gestein gegraben – sehenswert! Weiter geht es bergauf. Wir fahren erneut nach Yaiza. Dieses Mal verlassen wir das Dorf in Richtung Uga, am Kreisverkehr mit den Kamel-Statuen fahren wir links auf die Weinstraße. Gegenwind erwartet uns. Nach den Weingütern biegen wir links in Richtung Mancha Blanca ab und durchqueren eine Mondlandschaft mit Kratern und Geröll. Bei Tinguatón gilt es sich links und gleich wieder rechts zu halten, um zurück nach Tinacho, und von dort aus bergab nach La Santa zu kommen.

Leuchtendes Orange am Mirador del Rio – 130 km

Foto: Christine Waitz,freiTour Zwei führt uns zum Mirador del Rio. Wir fahren erneut von La Santa nach Tinacho, durchqueren die Mondlandschaft bei Tinguatón dieses Mal von der anderen Seite. Danach biegen wir links ab und nähern uns San Bartolome. Das Dorf passieren wir nur und fahren nach Teguise. Hier geht es weiter hinauf auf den Bergrücken. Vorbei an Windrädern,  zum ersten Höhepunkt der Ausfahrt an der Sternwarte. Ein kurzer Blick über die Landschaft und schon geht es in Serpentinen hinab in das lebendige Städtchen Haria. Im Ortskern geht es links, erneut links, folgt eine kurze Abfahrt in deren Mitte man die Abzweigung zum Mirador del Rio nicht verpassen darf.

Durch Máguez, hinauf nach Ye. Nun beginnt nicht nur eine weitere Kletterpartie, sondern ein wirklicher Höhepunkt. Die Straße führt direkt an der Klippe entlang. Nur ein kniehohes Mäuerchen trennt einen von dem prächtigen Blick auf das tiefblaue Meer und die kleine Nachbarinsel La Graciosa. Oben wartet der wohl spektakulärste Aussichtspunkt der Insel. Auf über 470 Metern über dem Meeresspiegel lockt eine weitere Touristenattraktion des berühmtesten Künstlers der  Insel, César Manrique. Die wird man jedoch eher ein andermal besuchen…

Radkurs Ironman Lanzarote

Denn in rasanter Fahrt geht es hinab Richtung Küste. Inmitten der Abfahrt lohnt es sich, den Abstecher nach links Richtung Orzola zu nehmen. Die Hafenstadt lockt mit erneut tollem Panorama. Die recht flache Küstenstraße, die wir zurück nach Arrieta nehmen, überrascht mit viel Grün. Von Arrieta bis Tahiche rollt es auf der breiten Piste meist mit Rückenwind.
In Tahiche bietet sich die Möglichkeit beim deutschen Bäcker kurz einzukehren, bevor man den Anstieg zurück nach Teguise mit Gegenwind in Angriff nimmt. Von Teguise aus, geht es hinunter nach Famara, dem kleinen Surfer-Örtchen. Von hieraus gilt es noch einen kleinen Anstieg zurück nach La Santa zu überwinden.

Fotos: Christine Waitz, Ingo Kutsche

Triathlon.de Anzeigen
 
Zum Triathlon.de Newsletter anmelden