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Ironman Hawaii ist der Höhepunkt

Daniel Fontana:
Ironman Hawaii ist der Höhepunkt

8. Oktober 2010 von Ralph Schick

Daniel FontanaKona, 06. Oktober 2010 – Daniel Fontana aus Italien ist ein schneller Mann. Das hat er bei seinen Olympia-Starts und mit seiner Vize-Weltmeisterschaft beim Ironman 70.3  in Clearwater 2009 bewiesen. Am Samstag startet er zum ersten Mal auf Hawaii und wird den anderen schnellen Jungs mächtig einzuheizen.


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In diesem Jahr hat Daniel den Schwenk auf die Langdistanz vorgenommen. Beim Ironman Südafrika konnte Daniel mit einem dritten Platz einen überzeugenden Einstand feiern und sich auf Anhieb die Quali holen. Der Ironman Hawaii 2010 ist sein zweiter Wettkampf auf der Langdistanz. Im Gespräch hat er uns verraten, was er über den Ironman Hawaii, sein Training und sein Material zu sagen hat:

Ins Deutsche übersetzt von Ralph Schick

triathlon.de: Daniel, wann startest du nach einer langen Saison mit der konkreten Vorbereitung für Hawaii?

Daniel Fontana: Ja, das war wirklich eine lange Saison. Mein erstes Rennen war im Januar der Ironman 70.3 Pucon in Chile. Aber nachdem ich in Südafrika Dritter geworden bin, habe ich mich entschieden, meinen Jahreshöhepunkt auf Hawaii zu legen. Die unmittelbare Wettkampfvorbereitung für Hawaii waren zwölf Wochen.

triathlon.de: Könntest du die Rennen, die du diese Saison gemacht hast sortieren, wie gut oder schlecht sie gelaufen sind?

Daniel Fontana: Ich glaube, dass ich diese Saison nur gute Rennen gemacht habe. Beim Ironman 70.3 habe ich als Zweiter gefinisht und beim Ironman Südaftrika, meinem ersten Ironman bin ich gleich Dritter geworden. Danach habe ich viele Rennen in Italien gemacht und am französischen Grand Prix teilgenommen. Tatsächlich waren alle Rennen gut. Vielleicht war das eine besser als die anderen, aber ich war bei allen Rennen mental voll da.

triathlon.de: Wenn die Ironman Weltmeisterschaften nicht auf Hawaii wären. Wo hättest du gern, dass die Weltmeisterschaften stattfinden?

Daniel Fontana: Ich wieß nicht. Darüber denke ich eigentlich nicht nach, weil die Geschichte des Ironman hier ist. Ironman wurde hier geboren. Wenn er an einem anderen Ort sein müsste, dann vielleicht Florida, Kalifornien oder vielleicht Deutschland.

triathlon.de: Wirst mit einem Schwimmanzug an den Start gehen?

Daniel Fontana: Ja, ich werden den neuen Xterra Velocity-M benutzen. Den habe ich gestern im Pool getestet. Der Anzug ist echt gut. Er arbeitet viel mit Kompression und ist dadurch sehr schnell.

triathlon.de: Was glaubst du, wieviel Zeit du beim Schwimmen verlierst?

Daniel Fontana: Ich hoffe, dass es keine Minute sein wird. Ich hoffe, dass ich mit der ersten Gruppe aus dem Wasser kommen werde. Top-Schwimmer wie Andy Potts geben mir eigentlich nur eine Minute auf der Ironman-Distanz.

triathlon.de: Hast du beim Tapering etwas Neues ausprobiert?

Daniel Fontana: Nein, ich mache eigentlich das Gleiche wie letztes Jahr. Ich habe viel Erfahrung von den Rennen im Rahmen des ITU Weltcups und von den olympischen Spielen. Darum kenne ich meinen Körper ziemlich gut und ich weiss, wie ich mich auf die Rennen vorbereiten muss.

triathlon.de: Was machst du an den letzten Tagen vor dem Rennen?

Daniel Fontana: Die letzten Tage? Erholen und die Wettkampfstrecke anschauen. Gestern bin ich mit meinem Trainer Simon Diamantini noch mal das letzte Stück der Radstrecke abgefahren. Die Radstrecke ist sehr hart, windig und hügelig. Also, Strecke besichtigen, erholen und gut essen.

triathlon.de: Welchen Platz müsstest du am Samstag belegen, um glücklich zu sein?

Daniel Fontana: Mit einer Platzierung unter den ersten zehn wäre ich sehr zufrieden. Aber vor allem will ich finishen und alles geben.

triathlon.de: Inwiefern betrifft dich die neue Qualifikationsregelung der WTC?

Daniel Fontana: Da hab ich noch gar nicht drüber nachgedacht. Ich werde sicher wieder im Januar einen Ironman 70.3 machen und dann werde ich im März mal schauen, wie das mit der neuen Quali-Regel läuft und werden dann sicherlich einen Ironman machen. Eigentlich kein Problem für mich.

triathlon.de: Letzte Frage: Hast du den Mythos Hawaii schon entdeckt?

Daniel Fontana: Nein, ich als Pro mache Rennen überall auf der Welt. Ich habe schon an Weltmeisterschaften und an olympischen Spielen teilgenommen. Ich merke aber, durch die Agegrouper und durch Plätze wie das Lava Java liegt etwas besonderes in der Luft. Aber für mich ist es einfach nur ein hartes und wichtiges Rennen.

triathlon.de: Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg am Sonntag.

Das Interview führte Ralph Schick

Info: Daniel Fontana

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