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Cross-Triathlon-WM in Zittau: Faris Al-Sultan und Kathrin Müller mit unterschiedlichen Ambitionen am Start

15. August 2014 von Christine Waitz

triathlon.deIn Zittau finden am kommenden Samstag die Weltmeisterschaften im Cross-Triathlon 2014 statt. In der Oberlausitz werden sich die besten Cross-Triathleten der Welt messen. Unter den insgesamt 1.500 Starten sind mit Kathrin Müller und Faris Al-Sultan zwei der bekanntesten deutschen Triathleten. Die ehemalige Kader-Athletin Müller hat sich mittlerweile auf Cross-Rennen spezialisiert, der Sieger des Hawaii-Ironman 2005 probiert etwas Neues aus.


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„Die WM Cross-Triathlon ist eines der Highlights des diesjährigen Rennkalenders“, freut sich auch Ralf Ebli, Cheftrainer der Deutschen Triathlon Union, auf die Wettkämpfe und sieht dabei besonders Kathrin Müller als eine der Mitfavoritinnen. „Kathrin ist eine aussichtsreiche Bewerberin auf den WM-Titel als amtierende Europameisterin im Cross-Triathlon.“ Die härtesten Konkurrentinnen der Europameisterin der Jahre 2013 und 2014 werden Titelverteidigerin Helena Erbenova (CZE), die EM-Zweite Renata Bucher (SUI) sowie die kanadische WM-Dritte des Vorjahres Chantell Widney sein.

Müller tritt mit Erfolgsserie an

Foto: Jana Wersch, freiVoller Selbstbewusstsein kann die Deutsche auf jeden Fall an den Start gehen. Ihr Rennkalender dieser Saison war vollbepackt, ihre Ergebnisse überzeugend. So konnte sie sich bereits den ITU Europameistertitel auf Sizilien sichern, wenige Wochen später folgte ein Sieg beim Xterra Frankreich. Lediglich der dritte Platz beim Xterra Italy trübt die Bilanz, die weiterhin mit Siegen beim Xterra Frankreich, beim TNatura Schluchsee und Xterra Tschechien aufgewertet wird. „So hatte ich das nicht erwartet (…) Nach einem schwierigen Rennen in Italien und zwei guten Trainingswochen, erfolgte gestern in Tschechien der letzte Formtest vor der WM am kommenden Wochenende! Bestzeiten in allen drei Disziplinen und vierter Xterra Sieg 2014“, jubelte sie zuletzt.

The Caveman – Der Dauerfavorit

Im Herren-Wettbewerb gibt es dagegen nur einen Top-Favoriten. Das ist der Südafrikaner Conrad Stoltz, seit drei Jahren regierender Weltmeister im Cross-Triathlon und somit der einzige, der diesen noch jungen Titel bisher tragen darf. Ebenfalls hoch gehandelt wird Ruben Ruzafa (ESP), aktueller Vize-Europameister.

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In Südafrika geboren und aufgewachsen, begann Stoltz seine Sportlerkarriere mit acht Jahren. Damals nahm er an Leichtathletik-Wettbewerben und BMX-Rennen teil. Mit vierzehn hatte er seinen ersten Triathlon hinter sich und wandte sich nach Abschluss der Highschool dem Profisport zu. Ohne Geld, ohne professionelle Unterstützung, ohne Annehmlichkeiten eines Spitzensportlers. „Vor den Rennen schlief ich auf Parkbänken und auch mal freiwillig auf einer Polizeiwache. Auf billigen, geliehenen Rädern habe ich Rennen gewonnen.“ Stoltz lebte von der Hand in den Mund, war nicht wählerisch in puncto Ausrüstung. Er nahm, was er bekam. Dieses Leben brachte ihm den Spitznamen „Caveman“. Der Höhlenmensch. Einer, der sich quälen kann und zu einem der weltweit erfolgreichsten Athleten wurde. Sein Rezept zum Siegen klingt denkbar einfach: „Man macht es einfach so schnell, wie es geht. Letztlich läuft es darauf hinaus, wie viel Schmerz man aushält.“

Cross-Promi Faris Al-Sultan

Ebli traut aber auch den DTU-Startern einiges zu. „Neben dem amtierenden Deutschen Cross-Triathlon Meister und Triathlon-Spezialisten Christian Otto sowie dem Cross-Triathlon-Spezialisten Felix Schumann sind wir besonders auf das Abschneiden der Langdistanz-Ikone und ehemaligen Hawaiisiegers Faris Al Sultan gespannt.“ Das Elite-Feld komplettieren aus deutscher Sicht Sebastian Veith, Bastian Dobrowald und Daniel Rockoff.

„Es wird sehr hart für mich, da ich technisch auf dem Mountainbike eher weniger begabt bin und die Strecke anspruchsvoll sein soll“, sagt Al-Sultan. Der Alt-Meister führt indes ein durchaus aussichtsreiches Team der Deutschen Triathlon Union an. Die Elite- und Junioren-Wettkämpfe bei der ITU Cross-Triathlon-Weltmeisterschaft in Zittau bestreiten 13 Athleten und 3 Athletinnen von der DTU für die Rennen am 16. August nominierte Athleten in der Oberlausitz.

Zur Website des Rennens.

Fotos: triathlon.de, Jana Wersch

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