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dr.mcalex 23.11.2010 13:14

AW: Krafttraining im Triathlon
 
In der Version habe ich den Satz mit dem Hinweis die Übungen auf YouTube zu suchen weggelassen sorry. Mit Bildern wäre das dann 30 Seiten lang geworden. Am besten einfach die engl Namen auf yt suchen und man findet gute Videos. Die meisten dürften aber auch bekannt sein (kniebeugen klimmies bankdrucken usw...). Kann aber gerne in bis zu 4 Wochen die links mal hier zusammenstellen ;)

schmiddi_LL 23.11.2010 13:25

AW: Krafttraining im Triathlon
 
Zitat:

Zitat von dr.mcalex (Beitrag 600371)
In der Version habe ich den Satz mit dem Hinweis die Übungen auf YouTube zu suchen weggelassen sorry. Mit Bildern wäre das dann 30 Seiten lang geworden. Am besten einfach die engl Namen auf yt suchen und man findet gute Videos. Die meisten dürften aber auch bekannt sein (kniebeugen klimmies bankdrucken usw...). Kann aber gerne in bis zu 4 Wochen die links mal hier zusammenstellen ;)

Nee nee, lass mal! Auf youtube find ich das selber...

Ich will ja nicht, dass du dich noch mehr aufregen musst und wg. uns noch Herzprobleme bekommst ;-)

dr.mcalex 23.11.2010 16:04

AW: Krafttraining im Triathlon
 
Naja ich fand die Reaktionen halt unangebracht und war so etwas eher aus Foren wo deutlich jüngere Mitglieder unterwegs waren gewohnt, habe aber wohl auch etwas überzogen reagiert. Sorry wenn ich jemandem zu Nahe getreten bin.

Squats
Boxsquat
Frontsquat

Romanian Deadlift
Hyperextensions
Good Mornings

Lunges
Bulgarian Squats
Step Ups
Single Leg Romanian Deadlift

Glute Ham Raise Bestes Video!! :D
Pull throughs

Dorsiflexion

Birddog
Bridge

Benchpress AUF DIE BRUST!!!
Negatives Bankdrücken: wie normales, allerdings auf einer Bank, die nach unten geneigt ist
Schrägbankdrücken: Umgekehrt mit einer Bank, die leicht schräg nach oben gerichtet ist (30°..)
Dumbbell Benchpress

Barbell Row
Seated Cable Row
Dumbbell Row

Military Press
Bradford Press

enges Bankdrücken
Pushdowns
Dips

Wall slides
Prone Cobra

Deadlift
Sumo deadlift
Rack Pull

Shoulder Horn Komische Variante, ich probier mal ein anderes Video zu finden.

Prinzipiell gilt: Es kann alles mögliche verändert werden, Griffweite, Griffart, Geschwindigkeit... Deswegen evtl. die Übungen an die eigenen Voraussetzungen anpassen und auch was man im Studio hat. Und sorry für die Bodybuilding Stofferkanten da zwischendrin ;)

Masamune 23.11.2010 20:31

AW: Krafttraining im Triathlon
 
Zitat:

Zitat von dr.mcalex (Beitrag 597210)
"Kraftausdauer" auf dem Fahrrad oder Paddleschwimmen ist halt keine echte Kraftausdauer.

Hab den Thread grad gesehen. Sorry wenn das etwas verspätet kommt.

Die Passage musst mir aber bitte mal erklären...


und wers gebunden haben will: Krafttraining für Triathleten: Amazon.de: Robert G. Price, Almuth Braun: Bücher

dr.mcalex 23.11.2010 22:06

AW: Krafttraining im Triathlon
 
Es bringt mir jetzt nichts, dass ich es jetzt irgendwie umformuliere, deswegen gebe ich dir direkt den Originaltext diesbezüglich als Quelle:


"Kraftausdauer
Gesondert erwähnt werden muss im Kontext des Themas die Kraftausdauer. Diese wird
insbesondere in der populären Triathlon-, Radsport- und allgemeinen Ausdauerliteratur
fälschlicherweise immer wieder als wichtigste Zielgröße des Trainings beschrieben (Lindner
2000; Schmidt 2000; BDR 2006). Dagegen sprechen allerdings aktuelle Strukturierungen der
motorischen Eigenschaft Kraft (Sandig et al 2006; Sandig et al. 2008). „Kraftausdauer
bezeichnet die Fähigkeit des neuromuskulären Systems, eine möglichst hohe Impulssumme
(Kraftstoßsumme) in einer gegebenen Zeit gegen höhere Lasten zu produzieren“
(Schmidtbleicher 2003). Zur Abgrenzung des Kraftverhaltens vom Ausdauerverhalten liegen
die höheren Lasten bei mindestens 50% der individuellen Maximalkraft (Güllich &
Schmidtbleicher; Schmidtbleicher 2003; Sandig et al. 2006). Die angestrebte anaerob –
laktazide Energiebereitstellung erfordert sogar äußere Widerstände von über 50% der
Maximalkraft (Fröhlich 2003). Entsprechend liegt die gegebene Zeit bei einem
Kraftausdauertraining innerhalb von zwei Minuten, so dass länger andauernde Belastungen
nicht mehr in den Bereich der „Kraftausdauer“ zu subsumieren sind (Sandig et al. 2006). In
der Trainingspraxis werden oft Dauerleistungen gegen erhöhte Widerstände wie z.B. das
Bergauffahren mit hohen Übersetzungen und niedrigen Tretfrequenzen im Radtraining
fälschlicherweise als Kraftausdauerleistung beschrieben (Lindner 2000; Lindner 2005;
Schmidt 2003). Aufgrund der Dauer von 10 – 15 Minuten und den gegebenen niedrigen
Intensitäten, werden selbst bei hochtrainierten Profisportlern lediglich Widerstände im
Bereich von 300 - 400 Watt Dauerbelastung gemessen (Sandig et al. 2008). Diese
Trainingsform kann per Definition nicht als Kraftausdauertraining Beschrieben werden
(Sandig et al. 2006). Mit der „Kraftausdauer“ haben diese Belastungsformen weder
physiologisch noch in ihrer dimensionalen Struktur etwas gemein (Sandig et al. 2008, Sandig
& Fröhlich 2007). Die Kraftausdauer wird durch die Reduzierung der Flussrate und der
Entspeicherung der energiereichen Phosphate sowie der ansteigenden Laktatkonzentration
bzw. den entsprechenden Tolerierungs- und Pufferkapazitäten determiniert (Güllich &
Schmidtbleicher 1999; Schmidtbleicher 2003). Kraftausdauertraining stellt somit ein Training
insbesondere der enzymatischen Kapazitäten der anaeroben Glykolyse dar und ist
ausschließlich mit hohen Laktatwerten in Verbindung zu bringen (Schmidtbleicher 2003)! Die
im Radsport üblichen Intensitätsbezeichungen zwischen 2 – 3 mmol/l (BDR 2006) oder 2 – 4
mmol/l (Lindner 2000) sind demnach nicht als Kraftausdauer einzustufen.
Allein das Gefühl, dicke Gänge bergauf würden einen erhöhten Krafteinsatz bedeuten, macht
noch lange kein Krafttraining – dies scheint aber der Hintergrund der radsportspezifischen
Kraftausdauer widerzuspiegeln! Erst die genaue Kenntnis der Einflussgrößen und ihrer
Bedeutung für die einzelnen Kraftfähigkeiten ermöglichen einen gezielten Einsatz
unterschiedlicher Trainingsmethoden unter Berücksichtigung der möglichen negativen
gegenseitigen Beeinflussung bei gleichzeitiger oder überlagernder Anwendung."


Quelle: Dennis Sandig "Krafttraining für Ausdauersportler – Anpassungen und
Trainingsmethoden"

ender 24.11.2010 00:10

AW: Krafttraining im Triathlon
 
Zitat:

Zitat von dr.mcalex (Beitrag 600421)
......Kraftausdauertraining stellt somit ein Training
insbesondere der enzymatischen Kapazitäten der anaeroben Glykolyse dar und ist
ausschließlich mit hohen Laktatwerten in Verbindung zu bringen .....

und was ist dann normales krafttraining oder gar maximalkrafttraining?

dr.mcalex 24.11.2010 10:09

AW: Krafttraining im Triathlon
 
Zitat:

Zitat von ender (Beitrag 600432)
und was ist dann normales krafttraining oder gar maximalkrafttraining?

Was verstehst du denn unter "normalem" Krafttraining?
Ich denke man kann ganz gut unterteilen in Anatomische Anpassung (so nennt es Friel), Hypertrophie (was in etwa seinem maximalem Übergang entspricht), Maximalkraft, Kraftausdauer, Schnellkraft.

Ich kann die physiologischen Werte dazu jetzt allerdings nicht nennen, da ich davon keinen Plan habe. Zu dem Thema Kraftausdauer hatte ich ne Quelle und wusste auch direkt aus dem Kopf, welche das war.

Die Methoden der einzelnen Trainingsbereiche sind aber ja allgemein bekannt.

Tricody 24.11.2010 10:25

AW: Krafttraining im Triathlon
 
Also ganz prinzipiell: Wer keine Kritik abkann und sofort bei jedem Kommentar an die Decke geht, der braucht hier gar nicht erst posten.

Zu den Übungen und Ausführungen:
Ist ja wirklich super von dir, dass du dir so viel Mühe gemacht hast und finde ich auch wirklich respektabel. Aber: Krafttrainingsanweiseungen ohne die entsprechende fundierte Basis sind immer äußerst heikel, v.a. dann, wenn man sie derart wissenschaftlich und sachverständig präsentieren will wie du (oder der Sandig oben - wer jeden einzelnen (!) Satzteil mit Literatur belegt (und dann noch immer mit der gleichen) hat noch nicht wirklich wissenschaftlich gut gearbeitet...).

Allerdings muss ich den Einwand tatsächlich bringen: Das ist alles nichts Neues und gibt's in ähnlicher Form bereits besser und wissenschaftlich fundierter. Wer sich etwas umfassender mit Krafttraining auseinandersetzen will, sollte sich "Optimales Training" von Weineck anschauen, das ist ein gutes und weit anerkanntes Standardwerk zur (erweiterten) Einführung.

Viele Übungen oben sind für Anfänger schlichtweg ungeeignet und besitzen zudem ein großes Hohlkreuz- bzw. Fehlausführungspotential (bei dem "besten Video" sehr schön demonstriert). Und ob man die in vielen Fällen sehr isolierten Trainingsformen wirklich gut auf die Zielbwegung Triathlon übertragen kann, sei mal dahingsetellt. Viele Übungen halte ich für schlichtweg sinnlos oder sogar ungeeignet. Auch ist die Hypertrophieauslegung der Übungen (die Widerholungszanzahlen und Ausführungsmodalitäten haben fast nichts mit Kraftausauer zu tun) für den Triathlonsport nurnbedingt (in den ersten 6-8 Wochen nach Aufnahme eines Trainings, wenn überhaupt) sinnvoll, anderweitig sogar eher leistungsmindernd.

Ich könnte noch mehr schreiben, möchte aber nur erwähnen, dass ich diese Zusammenstellung nicht empfehlen würde. Gerade Krafttraining braucht einen wirklich fundierten sportmedizinischen und trainingswissenschaftlichen Background, der dir offenkundig (aber auch selbstverständlich in deinem Alter) noch fehlt.

*Edit: Du sagst ja gerade selbst, dass du keinen Plan von Physiologie hast und wenn du noch nichtmal was von Maximalkrafttraining berichten kannst, dann hätte ich die Kritik oben doch schärfer formulieren sollen...

ender 24.11.2010 10:33

AW: Krafttraining im Triathlon
 
Zitat:

Zitat von dr.mcalex (Beitrag 600447)
Was verstehst du denn unter "normalem" Krafttraining?
Ich denke man kann ganz gut unterteilen in Anatomische Anpassung (so nennt es Friel), Hypertrophie (was in etwa seinem maximalem Übergang entspricht), Maximalkraft, Kraftausdauer, Schnellkraft..

mich hätte halt nur mal interessiert, wie sich obige trainingsarten unterscheiden. kraftausdauer ist nach deiner quelle ausschließlich mit hohen Laktatwerten in Verbindung zu bringen. das heißt hohe widerstände (zum entwickeln von laktat) und viele wiederholungen (zum ansammeln von laktat). oder eben wenig wiederholungen und maximale belastungen. anders kommt man wohl nicht zu "hohen laktatwerten".

davon einmal abgesehen stimmen manche behauptungen im artikel nicht. so kennt man im radtraining zb nicht nur das berühmte "berghochfahren" als kraftausdauertraining (entspricht dem KA3, aerob-anaerober übergangsbereich, laktat je nach dauer zwischen 2mmol/l und 5mmol/l), sondern eben auch das KA2, welches der entwicklung der anaeroben kraftausdauer (intervalle mit dauer 75 sekunden, laktat über 6mmol/l) dient und wo von eliteathleten nicht, wie in deinem artikel fälschlicherweise behauptet nur 300-400W getreten werden, sondern 500-650W.

dr.mcalex 24.11.2010 10:47

AW: Krafttraining im Triathlon
 
Der Artikel ist nicht von mir (Also der mit Quellenangabe!), nur damit das keine Probleme gibt. Ich kann dir den gerne per eMail zukommen lassen, wenn du mir die per PN oder so schickst. Das K3 Training sowie die Wattwerte dienen lediglich als Beispiel, das kommt in dem Auszug allerdings nicht so rüber. Andere Beispiele wären ja auch Schwimmen mit Paddles usw.

Allerdings begebe ich mich da auf Terrain, wo ich selber eigtl nicht viel Ahnung habe. Deswegen war das in dem Text von mir auch nur als Einleitung geschrieben, da ich es da auf Bergfahren bzw. Paddleschwimmen beziehe.


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