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Schwimmen Luft anhalten und durch ist nicht immer die richtige Taktik. Das richtige Gefühl und Techniktraining sind der Schlüssel zum Erfolg.

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Alt 08.05.2011, 10:48   #1
Filzkugelrasierer
Nichtschwimmer
 
Registriert seit: 08.05.2011
Ort: München
Alter: 52
Beiträge: 2
Erwartungshorizont im Schwimmen

Meine Fragen sind folgende:

1) Wie lässt sich Schwimmtalent feststellen oder wie stark ist Schwimmen durch Training zu verbessern? Gibt es außerdem Anhaltspunkte, wie Größe, Schuhgröße, "Handschuhgröße" etc.?

2) Wie lassen sich Schwimmzeiten hochrechnen, z.B. von 400m auf 1000m, auf 1500m, etc.? (Ich gehe davon aus, dass die 100m nicht relevant sind.)

Wie zu erkennen ist, komme ich von einer anderen (ziemlich brachialen) Sportart und habe bei einem ganz kleinen Triathlon meinen Gefallen an der Sportart gefunden. Ich war jetzt ca. 5 mal beim Schwimmen (eigentlich Baden für die meisten hier) und habe beim letzten mal versucht die 400m schnell zu schwimmen. Das waren knapp 6 Minuten. Ich kann das nicht einordnen, was da noch rauszuholen ist. (Vor ein paar Jahren war ich mal mit einer lieben Kollegin beim Schwimmen (Sportaustausch) und die hatte gemeint, dass meine Kraultechnik vernünftig sei, aber dass man das meiste (Wieviel???) aus den Beinen rausholt, die ich nur locker bewegt hatte - mir ist das absolut suspekt...)

VG
Filzkugelrasierer
Filzkugelrasierer no ha iniciado sesión   Mit Zitat antworten
Alt 08.05.2011, 11:10   #2
loomster
Rettungsschwimmer können doch gar nicht richtig...
 
Registriert seit: 30.08.2009
Ort: kopenhagen
Alter: 39
Beiträge: 924
AW: Erwartungshorizont im Schwimmen

Je schneller Du bist, desto einfacher lassen sich die Zeiten einfach multiplizieren. Das Wichtigste beim schwimmen ist die Technik. Körperteilgrößen helfen da wenig, zumindest auf einem Niveau, wo 100m nicht locker unter einer Minute geschwommen werden.
Ich denke, wenn Kondition und Technik stimmen, kannst Du auf 400 m vielleicht noch auf knapp unter 5 kommen. Damit bist Du dann bei den meisten Volkstriathlons schon sehr weit vorne. Aber das bedeutet dann wirklich intensives Schwimmtraining (3-5mal die Woche) und Umfänge von 3-4km pro Einheit.
Allgemein gilt, je sportlicher und jünger, desto einfacher lässt sich das so wichtige Wassergefühl erlernen. Und wenn man das hat, wird man auch schnell...
loomster no ha iniciado sesión   Mit Zitat antworten
Alt 08.05.2011, 12:21   #3
Scherzkeks435
Leihneoprenschwimmer überhol ich rechts
 
Registriert seit: 23.04.2010
Alter: 30
Beiträge: 370
AW: Erwartungshorizont im Schwimmen

Handgröße ist wirklich fast wurst, da im Triathlon wohl eher die Kraft der limitierende Faktor ist! Mit einer größeren Hand ist eine größere Kraftübertragung möglich, bloß die Kraft muss man erst auf eine lange Strecke haben!

Die Größe vom Fuß bringt einem da schon eher einen Vorteil, so ala Flosse.
Trotzdem kann man auch mit kleinen Füßen gut und schnell schwimmen, vorallem, da im Triathlon, besonders auf den längeren Strecken, die Beine eh nicht so stark eingesetzt werden!

Die 100m sind nicht irrelevant! Die sagen dir was maximal drinne ist, über das was dann auf 400m, 1000m usw rauskommt entscheidet dann das Training!
Wenn du 100m in ca ner Minute schwimmst, dann kannst auf 400m schon gut unter 5min bleiben, wenn du dich im Training quälst!!
Scherzkeks435 no ha iniciado sesión   Mit Zitat antworten
Alt 08.05.2011, 17:26   #4
Filzkugelrasierer
Nichtschwimmer
 
Registriert seit: 08.05.2011
Ort: München
Alter: 52
Beiträge: 2
AW: Erwartungshorizont im Schwimmen

@loomster&@scherzkeks: Vielen Dank!!! Das sind schon sehr hilfreiche Tipps/Infos. Schwimmen (wie die anderen Disziplinen im Triathlon) machen mir echt Spaß (obwohl das mit der Jugendlichkeit mit 43 wohl nicht mehr gegeben ist).

Ich weiss nicht ob sich das schon rumgesprochen hat: ARTE hat mal eine Doku über das Training von Michael Phelbs gemacht und wurde von einem hochdekorierten japanischen Strömungswissenschaftler begleitet. War sehr interessant und lohnt sich anzuschauen! Für Konditionssportler (weiss ich auch aus anderer Quelle) ist ein zeitlich relativ kurzes Training pro Woche interessant (falls es nicht anders geht):
Warmmachen ist klar. 30sec. 100% geben, dann 30 sec. Pause (davon 4 Wiederholungen).

(Phelbs mach 40sec und 10sec Pause und 10 Wiederholungen - der beste asiatische Schwimmer aller Zeiten schafft die Übung nur 23sec. (nur 1x!!!). Die Übung ist: Mit Bleigurt (8kg) und nur Delphinschlag über Wasser halten um zu atmen.)

Egal: Bringt bei 3-4 mal die Woche einen extremen Konditionszuwachs (und optimalen Fettabbau, wers braucht).

Selbst komme ich um ein bißchen Schwimmtechnik wohl nicht rum...

Ich schaue außerdem, was auf den 100 so geht...
Filzkugelrasierer no ha iniciado sesión   Mit Zitat antworten
Alt 08.05.2011, 21:36   #5
ender
Mod, die rechte und linke Hand vom Chef
 
Benutzerbild von ender
 
Registriert seit: 21.05.2002
Ort: Neubrandenburg
Alter: 48
Beiträge: 6.873
AW: Erwartungshorizont im Schwimmen

Zitat:
Zitat von Filzkugelrasierer Beitrag anzeigen
......Für Konditionssportler (weiss ich auch aus anderer Quelle) ist ein zeitlich relativ kurzes Training pro Woche interessant (falls es nicht anders geht):
Warmmachen ist klar. 30sec. 100% geben, dann 30 sec. Pause (davon 4 Wiederholungen).

(Phelbs mach 40sec und 10sec Pause und 10 Wiederholungen - der beste asiatische Schwimmer aller Zeiten schafft die Übung nur 23sec. (nur 1x!!!). Die Übung ist: Mit Bleigurt (8kg) und nur Delphinschlag über Wasser halten um zu atmen.)

Egal: Bringt bei 3-4 mal die Woche einen extremen Konditionszuwachs (und optimalen Fettabbau, wers braucht).....

also intervalltraining ist nun wirklich nichts neues. gibt übrigens verschiedenste arten und durchführungsmethoden..........
ender no ha iniciado sesión   Mit Zitat antworten
Alt 09.05.2011, 10:19   #6
Towe
Leihneoprenschwimmer überhol ich rechts
 
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Alter: 38
Beiträge: 389
AW: Erwartungshorizont im Schwimmen

@ Filzkugelrasierer: wenn du mit dem angegebenen Trainingsaufwand 400 m in ~ 6 Minuten schwimmst, würde ich da auf jeden Fall von ein wenig Schwimmtalent sprechen. Da kommst du jetzt schon bei kleineren Triathlons relativ weit vorne raus.

Ob es, wie ein Vorposter meinte, mit Training auch unter 5 Minuten gehen kann, halte ich für äußerst schwierig. 400 m unter 5 Minuten ist - triathletisch gesehen - schon eine sehr gute Zeit.

Die Wertigkeit der 100m-Zeit wurde bereits erläutert. Grundsätzlich gilt: wer die 100 m schneller schwimmt als der andere, sollte auch die 400 m schneller schwimmen. Allerdings ist -wie du richtig vermutet hast - für uns die Triathleten die 400m-Zeit einfach aussagekräftiger.

Der Beinschlag hat im Triathlon - mal abgesehen vom Spitzenbereich - überwiegend stabilisierenden Effekt.

Gruß Towe

__________________________
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Towe no ha iniciado sesión   Mit Zitat antworten
Alt 09.05.2011, 13:54   #7
Scherzkeks435
Leihneoprenschwimmer überhol ich rechts
 
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Alter: 30
Beiträge: 370
AW: Erwartungshorizont im Schwimmen

400m unter 5min bezog sich nur auf eine hypothetische Zeit unter einer Minute auf 100m, dass das aus triathletischer Sicht hart wird ist klar! Das ist wohl schon Spitzenbereich!
War mehr als Milchmädchen-Rechenbeispiel gedacht!

100m ist normal auch ein sehr guter Gradmesser für Technik!
Neues Beispiel:
Wenn du dir manche Leute im Schwimmbad anschaust können die auf 1500m die 100m in je 1:30 schwimmen, wenn sie aber 100 Sprint machen kommen sie nicht unter 1:20!
Bei vielen liegt das an einer mangelhaften Technik, die höhere Geschwindigkeiten unmöglich macht!

Ist wieder nicht allgemein gültig!!
Scherzkeks435 no ha iniciado sesión   Mit Zitat antworten
Alt 09.05.2011, 16:47   #8
flaix
All-Distance-Finisher
 
Registriert seit: 24.01.2008
Beiträge: 1.732
AW: Erwartungshorizont im Schwimmen

wer aus dem Ausdauertraining 100 sub 60 schwimmt, macht normalerweise locker eine 4:30 auf 400 und 18 auf 1.500
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Alt 09.05.2011, 21:53   #9
jakob1989
Nach dem Freischwimmer darf ich allein in den See
 
Registriert seit: 18.06.2007
Ort: Zürich
Alter: 30
Beiträge: 133
AW: Erwartungshorizont im Schwimmen

Zitat:
Der Beinschlag hat im Triathlon - mal abgesehen vom Spitzenbereich - überwiegend stabilisierenden Effekt.
mal ne frage: was ist denn da im spitzenbereich so anders als im amateurbereich? fahren die nicht so hart rad, dass die ihre beine vorher schon lehrballern können?

also meiner meinung nach sollte man das beinschlagtraining nicht vernachlässigen. gerade wenn man im wettkampf dann in gruppen schwimmt macht es einem das leben doch deutlich einfachen, wenn man durch die beine nen zusätzlichen tubo hat um z.b. löcher zu zu schwimmen oder eben wenn man die beine wechselt (natürlich nicht zu vergessen um den hinter einem ordentlich mit luftblasen zu nerven bis er abfällt )

wenn man sich immer aus allem raus hällt und alleine sein tempo schwimmt sieht das natürlich wieder anders aus

aber genau aus dem grund mache ich im moment immer so min. 500m nur beine pro training und langsam wirds auch besser frei nach dem motto.
"wer schnell beinschlag schwimmen können will muss schnell beinschlag schwimmen können üben!"

jakob
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Stichworte
größe, hochrechen, schwimmtalent, schwimmzeiten, talent

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