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horni 11.03.2011 00:29

Schwimmanalyse
 
Hallo,

ich schwimme seit drei Jahren und in letzter Zeit meinen einige meiner Mitstreiter, dass ich eine schlechte Technik habe und so viel Zeit liegen lasse. Deshalb würde ich euch bitten,euch mein Schwimmviedeo anzuschauen, und kritisch eure Meinung dazu zu sagen und Tipps zu geben.

Gruß, horni

YouTube - SNV80346

ender 11.03.2011 01:06

AW: Schwimmanalyse
 
was mir gleich als erstes auffällt: du sichelst den arm über wasser so nach vorn. dashat 2 nachteile. erstens kann sich die armmuskulatur nicht richtig erholen, da viel haltearbeit geleistet werden muss. und zweitens setz du die hand durch die sichelbewegung von der seite zu weit über die körpermitte hinaus ein. beides lässt sich durch das trainieren des sogenannten "hohen ellenbogens" verbessern. man führt den arm deutlich entspannter übers wasser, und da die hand dichter am körper nach vorn geführt wird, braucht man sie nur noch nach vorn ausstrecken und greift so ziemlich gerade nach vorn ins wasser und verschenkt so keinen zugweg.

triandi 11.03.2011 14:13

AW: Schwimmanalyse
 
Du hebst außerdem deinen Kopf beim Atmen an, was deinen ganzen Schwimmstil negativ beeinflusst.

Der Kopf wird nur aus der Körperrotation heraus leicht gedreht. Du atmest dann in das Wellental und ein Auge ist immer im Wasser.

http://www.swimsmooth.com/images/arc...g/bowwave3.jpg

ender 11.03.2011 14:18

AW: Schwimmanalyse
 
Zitat:

Zitat von triandi (Beitrag 610219)
Du hebst außerdem deinen Kopf beim Atmen an, was deinen ganzen Schwimmstil negativ beeinflusst.

Der Kopf wird nur aus der Körperrotation heraus leicht gedreht. Du atmest dann in das Wellental und ein Auge ist immer im Wasser.

....wobei man nie vergessen darf (gerade bei anfängern), dass sich ein wellental erst ab bestimmten geschwindigkeiten bildet. ich glaube dafür ist er im moment noch zu langsam, weswegen ich das jetzt nicht als priorität bei ihm sehen würde. aber natürlich kann er immer versuchen, den kopf so flach we möglich zu halten......

horni 11.03.2011 14:27

AW: Schwimmanalyse
 
Zitat:

Zitat von ender (Beitrag 610220)
....wobei man nie vergessen darf (gerade bei anfängern), dass sich ein wellental erst ab bestimmten geschwindigkeiten bildet. ich glaube dafür ist er im moment noch zu langsam, weswegen ich das jetzt nicht als priorität bei ihm sehen würde. aber natürlich kann er immer versuchen, den kopf so flach we möglich zu halten......

was meinst du mit zu langsam, bin vorletztes Jahr für 1500 m noch 37 min geschwommen und dann letztes jahr bereits 27 Minuten, möchte aber noch schneller werden, deshalb ist halt meine Frage was ich so im Training schwimmen sollte, damit ich dann an Geschwindigkeit gewinne.

ender 11.03.2011 15:24

AW: Schwimmanalyse
 
Zitat:

Zitat von horni (Beitrag 610222)
....deshalb ist halt meine Frage was ich so im Training schwimmen sollte, damit ich dann an Geschwindigkeit gewinne.

kommt ja drauf an, was und wie du bisher so schwimmst.
die meisten triathleten schwimmen belastungsmäßig zu lasch (jetzt nicht auf dich konkret bezogen), um es mal vorsichtig auszudrücken.......

horni 11.03.2011 15:32

AW: Schwimmanalyse
 
Zitat:

Zitat von ender (Beitrag 610233)
kommt ja drauf an, was und wie du bisher so schwimmst.
die meisten triathleten schwimmen belastungsmäßig zu lasch (jetzt nicht auf dich konkret bezogen), um es mal vorsichtig auszudrücken.......

Könntest du das zu lasch mal definieren? Schwimme in einer Trainingseinheit von einer Stunde meist so 2,4 km. Baue auch mal Lagen und sehr viel Arme ein.

ender 11.03.2011 15:41

AW: Schwimmanalyse
 
mit lasch meinte ich vor allem pulsmäßig. da kann und muss man beim schwimmtraining schon richtig zur sache gehen.
2,4km in einer trainingseinheit sagen auch noch nicht viel aus. wie oft schwimmst du das in der woche? wie hoch ist der ga2 anteil? wie hoch der kraftanteil? wie gestaltest du zb ga2 anteile (streckenlängen, intensität, pausen, wiederholungen)?

horni 11.03.2011 15:44

AW: Schwimmanalyse
 
Meist 4 Trainingseinheiten im Schwimmen die Woche, meist 200 m Einschwimmen, dann 6-8 mal 50 m Technik 4 mal 50 m Beine und dann oft 3 bis 5 mal 300 m, je nachdem wie viel Zeit ist, Arme und gesamt im Wechsel oder nur Arme

ender 11.03.2011 15:50

AW: Schwimmanalyse
 
Zitat:

Zitat von horni (Beitrag 610237)
Meist 4 Trainingseinheiten im Schwimmen die Woche, meist 200 m Einschwimmen, dann 6-8 mal 50 m Technik 4 mal 50 m Beine und dann oft 3 bis 5 mal 300 m, je nachdem wie viel Zeit ist, Arme und gesamt im Wechsel oder nur Arme

da würde ich im hauptteil deutlich kürzer zur sache gehen und dafür halt schneller schwimmen....50er und 100er. 200er sind sehr effektiv aber schon sehr hart als ga2, da sollte man schon ordentlich trainiert sein, um da hohe geschwindigkeiten auch über mehere wiederholungen durchzuschwimmen, und nicht auf langstreckenschlag zurückzufallen.
letztendlich ist es wie beim laufen....schneller schwimmen lernt man nur durch schnelles schwimmen.

edit: das bedeutet jetzt nicht, dass in jede schwimmeinheit ein ga2 block gehört. man sollte aber darauf achten auch beim normalen ga1 schwimmen nicht zu langsam zu werden.

horni 11.03.2011 16:01

AW: Schwimmanalyse
 
Zitat:

Zitat von ender (Beitrag 610239)
da würde ich im hauptteil deutlich kürzer zur sache gehen und dafür halt schneller schwimmen....50er und 100er. 200er sind sehr effektiv aber schon sehr hart als ga2, da sollte man schon ordentlich trainiert sein, um da hohe geschwindigkeiten auch über mehere wiederholungen durchzuschwimmen, und nicht auf langstreckenschlag zurückzufallen.
letztendlich ist es wie beim laufen....schneller schwimmen lernt man nur durch schnelles schwimmen.

edit: das bedeutet jetzt nicht, dass in jede schwimmeinheit ein ga2 block gehört. man sollte aber darauf achten auch beim normalen ga1 schwimmen nicht zu langsam zu werden.

Also sollte ich lieber 10 mal 100 m Arme GA2 schwimmen, verstehe ich dich da richtig? Dachte halt, dass längere Strecken für die Ausdauer auch wichtig sind.

ender 11.03.2011 16:07

AW: Schwimmanalyse
 
Zitat:

Zitat von horni (Beitrag 610244)
Also sollte ich lieber 10 mal 100 m Arme GA2 schwimmen, verstehe ich dich da richtig? Dachte halt, dass längere Strecken für die Ausdauer auch wichtig sind.

wieso arme? ganz normal.
und beim aspekt ausdauer darfst du ja den gesamtumfang der schwimmeinheit nicht vergessen. du schwimmst rund 2,5km (in denke ich mal einer stunde). da spielt immer auch eine ausdauerkomponente rein, fast egal, was du innerhalb dieser stunde treibst......

horni 11.03.2011 16:15

AW: Schwimmanalyse
 
Aber ist es nicht eigentlich so,dass man lieber erst mal an den problemen bei der Technik arbeiten sollte, und dass man durch schnellere Technik und damit der Kraftersparnis schneller wird?Was sollte ich also an Technik machen, damit mein Schwimmstil besser und damit meine Schwimmzeit schneller wird?

ender 11.03.2011 16:20

AW: Schwimmanalyse
 
das habe ich ja in meinem ersten posting geschrieben, woran ich als erstes arbeiten würde......

horni 11.03.2011 16:24

AW: Schwimmanalyse
 
Also so was wie Reißverschluss oder Schleifen?

Franco13 11.03.2011 17:49

AW: Schwimmanalyse
 
Zitat:

Zitat von horni (Beitrag 610175)
... und kritisch eure Meinung dazu zu sagen und Tipps zu geben

Unterwasser Armzug: Deine Hand (und damit der ganze Arm) bewegt sich Kreisförmig um die Schulter nach hinten, wie ein Windmühlenflügel, der an deiner Schulter befestigt ist. Damit drückst du erst das Wasser nach unten (das ist schlecht), dann nach hinten (das ist gut) und dann wieder nach oben (was wieder schlecht ist).

Besser: Arm nach vorne strecken, dann Ellenbogen anstellen und danach den Arm nach hinten führen. Der Oberarm bleibt dabei in einer Ebene Schultern.

Siehe: High Elbows in Swimming - Hoher Ellbogen beim Schwimmen

oder YouTube - A study of the freestyle stroke

oder YouTube - Alexander Popov swimming technique

Allerdings wirst du dann komplett andere Muskeln benutzen, was dazu führt, das du wenn du den Armzug korrekt ausführst du nach 50m erst einmal keuchend wie ein Anfänger an der Wand hängen wirst.:nichtschwmmer:

Scherzkeks435 12.03.2011 02:05

AW: Schwimmanalyse
 
Reisverschluss ist nicht direkt zu empfehlen, das verkrampft und ist unnatürlich d.h. kostet Kraft und zwar unnötig. Lieber den Arm nicht auf Hüfthöhe rausziehen, sonder bis zum Schluss Druck geben, bis der Arm gestreckt ist und von allein aus dem Wasser "fliegt", der Arm geht dann automatisch etwas weg vom Körper. Der hohe Ellenbogen ist aber wichtig. Die Hand ist über Wasser ganz locker und wir relativ locker ins Wasser fallengelassen und der Arm dann sofort gestreckt. So wie es bei dir aussieht kommen deine Hände immer wieder vor den Kopf zeigen also nach innen, sie sollten aber möglichst geradeaus schauen, dh beide Arme sind in der Gleitphase auf 2 parallelen Geraden, nicht auf einer. Sonst kommst du in ein Schlingern, was den Wasserwiderstand in die Höhe treibt.
Zum Thema Training:
ender hat vollkommen recht, man sollte auch mal Sprints oder schnelle 50 oder 100 einbauen, kein GA1 Einheitsbrei, auch wenn dann der Wettkampf mehr in diesem Charakter ist.

Masamune 12.03.2011 11:27

AW: Schwimmanalyse
 
Recht gutes Anschauungsmaterial wies richtig geht bietet dieses Video hier.

Grant Hackett - Weltrekord 1500m


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